[.chapter] [%6] [#Spannung und Entspannung] [.article&image] [&image:https://docs.bitbook.education/bit-books/schubert/schubert_erkundungen_b2/web-resources/images/004-3b-bea.jpg] Aktuelles [.chapter] [##Teil A] [.chapter] [###Neues aus aller Welt] [@leave.subject:Neues aus aller Welt] [.assignment:bitmark--&image] [%A1a] [&image:https://docs.bitbook.education/bit-books/schubert/schubert_erkundungen_b2/web-resources/images/13-09-20-ard-wahlstudio-2013-07.png] [&image:https://docs.bitbook.education/bit-books/schubert/schubert_erkundungen_b2/web-resources/images/fernsehen-sp_t2016-pfad.png] [!Nachrichten Lesen Sie den folgenden Text.] **Wussten Sie das schon?** Eine Untersuchung der Europäischen Gesellschaft für Psychoanalyse hat ergeben: Je hübscher die Nachrichtensprecherin, desto mehr Informationen verpassen die Männer. Bei den Attraktivsten kann es bis zu zwei Minuten dauern, bis der Mann wieder aufmerksam den Nachrichten folgt. Man kann übrigens auch davon ausgehen, dass Frauen bei Nachrichtensprechern ähnlich reagieren. [.interview:bitmark--] [%A1b] [!Nachrichten Glauben Sie dem Untersuchungsergebnis? Welche Eigenschaften sollte Ihrer Meinung nach eine Nachrichtensprecherin/ein Nachrichtensprecher besitzen?] **Wussten Sie das schon?** Eine Untersuchung der Europäischen Gesellschaft für Psychoanalyse hat ergeben: Je hübscher die Nachrichtensprecherin, desto mehr Informationen verpassen die Männer. Bei den Attraktivsten kann es bis zu zwei Minuten dauern, bis der Mann wieder aufmerksam den Nachrichten folgt. Man kann übrigens auch davon ausgehen, dass Frauen bei Nachrichtensprechern ähnlich reagieren. === === [.interview:bitmark--&image] [%A2] [!Berichten Sie oder befragen Sie Ihre Nachbarin/Ihren Nachbarn.] [&image:https://docs.bitbook.education/bit-books/schubert/schubert_erkundungen_b2/web-resources/images/businesswoman_reading_newspaper_uid_9-sw.png] Wie informieren Sie sich über das Tagesgeschehen? Gibt es einen Unterschied in der Mitteilung von Neuigkeiten zwischen den verschiedenen Medien? Nennen Sie Vorteile und Nachteile. === **Vorteile** Fernsehen[@shortAnswer] === Radio[@shortAnswer] === Tageszeitungen[@shortAnswer] === Internet[@shortAnswer] === **Nachteile** Fernsehen[@shortAnswer] === Radio[@shortAnswer] === Tageszeitungen[@shortAnswer] === Internet[@shortAnswer] === [.assignment:bitmark--] [%A3a] [!Nachrichten Lesen Sie die folgenden Nachrichten.] 1. **Berlin: Studie zur Jugendgesundheit Immer mehr Kinder sind psychisch auffällig** Im Auftrag des Bundesbildungsministeriums untersuchte das __Robert-Koch-Institut__ den physischen und psychischen Gesundheitszustand von Kindern und Jugendlichen in Deutschland. Die Ergebnisse seien alarmierend, meinte die Ministerin, die den Bericht des Instituts gestern auf einer Pressekonferenz vorstellte. Fast jedes fünfte Kind in Deutschland habe psychische Probleme und zehn Prozent der Kinder würden unter Ängsten leiden. 15 Prozent der Kinder seien übergewichtig und 28,9 Prozent der Mädchen zwischen 11 und 17 Jahren hätten Essstörungen. Für die Studie hatten Wissenschaftler fast 18 000 Kinder und Jugendliche bis 17 Jahre untersucht. 2. **London: Käse ist böse! Werbeverbot im britischen Kinderfernsehen** Käse zerstöre den Körper, mache fett, faul und krank. Außerdem sei er zu salzig für Kinder, so die Meinung der britischen Rundfunk-Aufsichtsbehörde Ofcom. Nach mehrjährigen Beratungen entschied die Behörde jetzt, Käse in die Kategorie „Junk Food“ einzuordnen. Die Konsequenz: Für das Milchprodukt darf künftig nicht mehr in Kinderprogrammen geworben werden – ein Schicksal, das der Käse übrigens mit vielen Lebensmitteln, unter anderem mit Rosinen, teilt. 3. **Wien: Verbindung zwischen Budapest und Wien Kaninchen blockieren Autobahn** Alarm auf der wichtigsten Verkehrsverbindung zwischen Budapest und Wien: Beim Zusammenstoß von zwei Lastwagen westlich von Budapest sind etwa 5 000 Kaninchen entlaufen, als ein Lkw umstürzte und der Laderaum aufbrach. Die Polizei sperrte die Unfallstelle weiträumig ab. Menschen seien nicht zu Schaden gekommen. Polizisten, Feuerwehrleute und der Fahrer des betroffenen Lastwagens seien allerdings noch viele Stunden damit beschäftigt gewesen, die Kaninchen wieder einzufangen, sagte eine Sprecherin der Autobahnpolizei. 4. **Amsterdam: Dreister Überfall am Flughafen Diamanten im Wert von 100 Millionen Dollar gestohlen** Mehrere bewaffnete Räuber haben gestern bei einem Überfall auf dem Amsterdamer Flughafen Schiphol Edelsteine im Wert von 100 Millionen Dollar erbeutet. In einem Wagen der Fluggesellschaft KLM fuhren die Diebe vor einen KLM-Jet, der mit seiner teuren Fracht eigentlich nach Brüssel fliegen sollte. Sie bedrohten das Sicherheitspersonal und ließen innerhalb weniger Minuten die Diamanten in einem gepanzerten Fahrzeug verschwinden. Das Fahrzeug wurde später leer in der Nähe des Flughafens gefunden. Der Flughafensprecher meinte heute zu dem Vorfall, die Polizei habe noch keinen Verdächtigen, von den Tätern fehle jede Spur. [.interview:bitmark++&article:bitmark++] [%A3b] [!Nachrichten Fassen Sie die Nachrichten kurz zusammen und nutzen Sie die angegebenen Redemittel.] === Berlin: === London: === Wien: === Amsterdam: === |info:Nachrichten ◇ Das Thema der Nachricht ist ... ◇ In der Nachricht geht es (hauptsächlich) um ... ◇ Zusammenfassend kann man sagen ... ◇ Kurz gesagt, ... ◇ In den Nachrichten wurde gemeldet, dass ... ◇ Aus der Nachricht geht hervor, dass ... [&image:https://docs.bitbook.education/bit-books/schubert/schubert_erkundungen_b2/web-resources/images/dsc01835-sw.png] [&article: 1. **Berlin: Studie zur Jugendgesundheit Immer mehr Kinder sind psychisch auffällig** Im Auftrag des Bundesbildungsministeriums untersuchte das ◇Robert-Koch-Institut◇ den physischen und psychischen Gesundheitszustand von Kindern und Jugendlichen in Deutschland. Die Ergebnisse seien alarmierend, meinte die Ministerin, die den Bericht des Instituts gestern auf einer Pressekonferenz vorstellte. Fast jedes fünfte Kind in Deutschland habe psychische Probleme und zehn Prozent der Kinder würden unter Ängsten leiden. 15 Prozent der Kinder seien übergewichtig und 28,9 Prozent der Mädchen zwischen 11 und 17 Jahren hätten Essstörungen. Für die Studie hatten Wissenschaftler fast 18 000 Kinder und Jugendliche bis 17 Jahre untersucht. 2. **London: Käse ist böse! Werbeverbot im britischen Kinderfernsehen** Käse zerstöre den Körper, mache fett, faul und krank. Außerdem sei er zu salzig für Kinder, so die Meinung der britischen Rundfunk-Aufsichtsbehörde Ofcom. Nach mehrjährigen Beratungen entschied die Behörde jetzt, Käse in die Kategorie „Junk Food“ einzuordnen. Die Konsequenz: Für das Milchprodukt darf künftig nicht mehr in Kinderprogrammen geworben werden – ein Schicksal, das der Käse übrigens mit vielen Lebensmitteln, unter anderem mit Rosinen, teilt. 3. **Wien: Verbindung zwischen Budapest und Wien Kaninchen blockieren Autobahn** Alarm auf der wichtigsten Verkehrsverbindung zwischen Budapest und Wien: Beim Zusammenstoß von zwei Lastwagen westlich von Budapest sind etwa 5 000 Kaninchen entlaufen, als ein Lkw umstürzte und der Laderaum aufbrach. Die Polizei sperrte die Unfallstelle weiträumig ab. Menschen seien nicht zu Schaden gekommen. Polizisten, Feuerwehrleute und der Fahrer des betroffenen Lastwagens seien allerdings noch viele Stunden damit beschäftigt gewesen, die Kaninchen wieder einzufangen, sagte eine Sprecherin der Autobahnpolizei. 4. **Amsterdam: Dreister Überfall am Flughafen Diamanten im Wert von 100 Millionen Dollar gestohlen** Mehrere bewaffnete Räuber haben gestern bei einem Überfall auf dem Amsterdamer Flughafen Schiphol Edelsteine im Wert von 100 Millionen Dollar erbeutet. In einem Wagen der Fluggesellschaft KLM fuhren die Diebe vor einen KLM-Jet, der mit seiner teuren Fracht eigentlich nach Brüssel fliegen sollte. Sie bedrohten das Sicherheitspersonal und ließen innerhalb weniger Minuten die Diamanten in einem gepanzerten Fahrzeug verschwinden. Das Fahrzeug wurde später leer in der Nähe des Flughafens gefunden. Der Flughafensprecher meinte heute zu dem Vorfall, die Polizei habe noch keinen Verdächtigen, von den Tätern fehle jede Spur.] [.article] [%A4a] [!Die indirekte Rede Lesen Sie die folgenden Sätze und unterstreichen Sie die Verben.] Die Ergebnisse seien alarmierend. Fast jedes fünfte Kind in Deutschland habe psychische Probleme. Käse zerstöre den Körper, mache fett, faul und krank. Von den Tätern fehle jede Spur. Diese Sätze stehen in der indirekten Rede, das heißt, sie geben wieder, was jemand gesagt hat. Im Deutschen kann man dafür eine besondere grammatische Form verwenden: den **Konjunktiv I**. ◼︎ Die Verwendung des **Konjunktiv I** ermöglicht es, einen Sachverhalt oder eine Aussage **neutral** wiederzugeben. Der **Konjunktiv I** wird vor allem bei Nachrichten in Rundfunk, Fernsehen und Zeitungen genutzt. !!Indikativ!! Die Ergebnisse **sind** alarmierend. Jedes fünfte Kind **hat** psychische Probleme. Käse **zerstört** den Körper, ... Von den Tätern **fehlt** jede Spur. !!Konjunktiv I!! Die Ergebnisse **seien** alarmierend. Jedes fünfte Kind **habe** psychische Probleme. Käse **zerstöre** den Körper, ... Von den Tätern **fehle** jede Spur. !!Bildung des Konjunktiv I!! Der Konjunktiv I wird aus dem **Verbstamm im Präsens** und der **Konjunktivendung** gebildet. In vielen Fällen ist der Konjunktiv I identisch mit dem Indikativ. In diesen Fällen nehmen wir den **Konjunktiv II**. ||add table|| **Vergangenheit** Der Minister sagte: „Ich war in Frankreich und habe mit dem Außenminister gesprochen.“ Der Minister sagte, er **sei** in Frankreich **gewesen** und **habe** mit dem Außenminister **gesprochen**. ➔ Konjunktiv I von __haben/sein__ + Partizip II ||separate article bit?|| [.mark:bitmark--] [%A4b] [!Die indirekte Rede Unterstreichen Sie in den Nachrichten A3 alle Formen der indirekten Rede.] 1. **Berlin: Studie zur Jugendgesundheit Immer mehr Kinder sind psychisch auffällig** Im Auftrag des Bundesbildungsministeriums untersuchte das __Robert-Koch-Institut__ den physischen und psychischen Gesundheitszustand von Kindern und Jugendlichen in Deutschland. Die Ergebnisse ['seien alarmierend][@mark:green], meinte die Ministerin, die den Bericht des Instituts gestern auf einer Pressekonferenz vorstellte. Fast jedes fünfte Kind in Deutschland ['habe][@mark:green] psychische ['Probleme][@mark:green] und zehn Prozent der Kinder ['würden][@mark:green] unter Ängsten ['leiden][@mark:green]. 15 Prozent der Kinder seien übergewichtig und 28,9 Prozent der Mädchen zwischen 11 und 17 Jahren ['hätten Essstörungen][@mark:green]. Für die Studie hatten Wissenschaftler fast 18 000 Kinder und Jugendliche bis 17 Jahre untersucht. 2. **London: Käse ist böse! Werbeverbot im britischen Kinderfernsehen** Käse ['zerstöre den Körper][@mark:green], ['mache fett][@mark:green], faul und krank. Außerdem ['sei][@mark:green] er ['zu salzig][@mark:green] für Kinder, so die Meinung der britischen Rundfunk-Aufsichtsbehörde Ofcom. Nach mehrjährigen Beratungen entschied die Behörde jetzt, Käse in die Kategorie „Junk Food“ einzuordnen. Die Konsequenz: Für das Milchprodukt darf künftig nicht mehr in Kinderprogrammen geworben werden – ein Schicksal, das der Käse übrigens mit vielen Lebensmitteln, unter anderem mit Rosinen, teilt. 3. **Wien: Verbindung zwischen Budapest und Wien Kaninchen blockieren Autobahn** Alarm auf der wichtigsten Verkehrsverbindung zwischen Budapest und Wien: Beim Zusammenstoß von zwei Lastwagen westlich von Budapest sind etwa 5 000 Kaninchen entlaufen, als ein Lkw umstürzte und der Laderaum aufbrach. Die Polizei sperrte die Unfallstelle weiträumig ab. Menschen ['seien][@mark:green] nicht ['zu Schaden gekommen][@mark:green]. Polizisten, Feuerwehrleute und der Fahrer des betroffenen Lastwagens ['seien][@mark:green] allerdings noch viele Stunden damit ['beschäftigt gewesen][@mark:green], die Kaninchen wieder einzufangen, sagte eine Sprecherin der Autobahnpolizei. 4. **Amsterdam: Dreister Überfall am Flughafen Diamanten im Wert von 100 Millionen Dollar gestohlen** Mehrere bewaffnete Räuber haben gestern bei einem Überfall auf dem Amsterdamer Flughafen Schiphol Edelsteine im Wert von 100 Millionen Dollar erbeutet. In einem Wagen der Fluggesellschaft KLM fuhren die Diebe vor einen KLM-Jet, der mit seiner teuren Fracht eigentlich nach Brüssel fliegen sollte. Sie bedrohten das Sicherheitspersonal und ließen innerhalb weniger Minuten die Diamanten in einem gepanzerten Fahrzeug verschwinden. Das Fahrzeug wurde später leer in der Nähe des Flughafens gefunden. Der Flughafensprecher meinte heute zu dem Vorfall, die Polizei ['habe noch keinen Verdächtigen][@mark:green], von den Tätern ['fehle jede Spur][@mark:green]. ||adapt instruction|| [.mark:bitmark--] [%A4c] [!Die indirekte Rede Markieren Sie in der folgenden Meldung alle Formen der indirekten Rede in der Gegenwart und der Vergangenheit.] **Flugausfälle und Verspätungen durch Warnstreiks** Warnstreiks bei mehreren deutschen Fluggesellschaften haben am Morgen zu mehrstündigen Verspätungen und Ausfällen im Flugverkehr geführt. Die Arbeitnehmervereinigung Cockpit hatte die Piloten für zweieinhalb Stunden zu befristeten Warnstreiks aufgerufen. Insgesamt ['hätten sich][@mark:green] rund 200 Piloten und Co-Piloten an dem „äußerst erfolg-reichen“ Arbeitskampf ['beteiligt][@mark:green], teilte Cockpit mit. Von 5.30 Uhr bis 8.00 Uhr ['seien][@mark:green] 97 von 99 Flügen auf allen großen deutschen Flughäfen ['betroffen gewesen][@mark:green]. Lufthansa ['habe][@mark:green] 64 Flüge ['annulliert][@mark:green]. Da der Arbeitgeber in den mehrmonatigen Verhandlungen über Gehaltssteigerungen keine guten Angebote ['vorgelegt habe][@mark:green], ['seien][@mark:green] die Warnstreiks ['notwendig gewesen][@mark:green], sagte ein Sprecher der Pilotengewerkschaft. Die Streiks ['seien][@mark:green] für die Gewerkschaft ['das „letzte Mittel“ gewesen][@mark:green], um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen. Sollte die Gewerkschaft nun keine „deutlich nachgebesserten Angebote“ erhalten, ['werde][@mark:green] es weitere Warnstreiks oder auch einen unbefristeten Streik ['geben][@mark:green]. ||adapt instruction|| [.match:bitmark--] [%A5a] [!Heute war Pressekonferenz. Geben Sie die Aussagen des Ministers in der indirekten Rede wieder. Verwenden Sie dabei den Konjunktiv I – Gegenwart] Der Minister sagte: === [%◇]Die Ergebnisse __sind__ interessant. == Die Ergebnisse seien interessant.[@example] === [%1] Das Gesprächsklima __ist__ gut. == [$Das Gesprächsklima sei gut.] === [%2] Die Oppositionspolitiker __haben__ nicht recht. == [$Die Oppositionspolitiker hätten nicht recht.] === [%3] Die Kinder in Deutschland __sind__ zu dick. == [$Die Kinder in Deutschland seien zu dick.] === [%4] Schokolade __macht__ krank. == [$Schokolade mache krank.] === [%5] Es __fehlt__ an guten Konzepten zur Lösung des Problems. == [$Es fehle an guten Konzepten zur Lösung des Problems.] === [%6] Der zunehmende Autoverkehr __zerstört__ die Umwelt. == [$Der zunehmende Autoverkehr zerstöre die Umwelt.] === [%7] Die Regierung __ergreift__ jetzt Maßnahmen. == [$Die Regierung ergreife jetzt Maßnahmen.] === [%8] Die Lage auf dem Arbeitsmarkt __wird__ besser. == [$Die Lage auf dem Arbeitsmarkt werde besser.] === [%9] Die Regierung __plant__ ein Gesetz zum Schutz der Kinder. == [$Die Regierung plane ein Gesetz zum Schutz der Kinder.] === [.match:bitmark--] [%A5b] [!Heute war Pressekonferenz. Geben Sie die Aussagen des Ministers in der indirekten Rede wieder. Verwenden Sie dabei den Konjunktiv I – Vergangenheit] Der Minister sagte: === [%1] Eine Regierungsdelegation war in Frankreich und hat dort Gespräche mit dem Außenminister geführt. == Eine Regierungsdelegation sei in Frankreich gewesen und habe dort Gespräche mit dem Außenminister geführt.[@example][@longAnswer] === [%2] Die Gespräche sind gut verlaufen. == [$Die Gespräche seien gut verlaufen.] === [%3] Die französische Regierung hat die Vorschläge angenommen. == [$Die französische Regierung habe die Vorschläge angenommen.] === [%4] Beide Regierungen haben eine engere Zusammenarbeit vereinbart. == [$Beide Regierungen hätten eine engere Zusammenarbeit vereinbart.] === [%5] Die Innenminister haben Maßnahmen zur Verbesserung der Sicherheit beschlossen. == [$Die Innenminister hätten Maßnahmen zur Verbesserung der Sicherheit beschlossen.] === [%6] Diese Maßnahmen hat eine deutsch-französische Projektgruppe erarbeitet. == [$Diese Maßnahmen habe eine deutsch-französische Projektgruppe erarbeitet.] === [.internal-link] [!Zusatzübungen zur indirekten Rede ➔ Teil C][►kapitel6c] [.cloze:bitmark--] [%A6] [!Ergänzen Sie die Verben in der indirekten Rede.] **Schlechte Wahlergebnisse** Der Spitzenkandidat erklärte, das schlechte Wahlergebnis seiner Partei [_hänge][!hängen][@example] mit dem schlechten Wetter zusammen, es [_lasse][!lassen][%1] sich aber auch mit der schlechten Lage auf dem Arbeitsmarkt erklären. Man [_müsse][!müssen][%2] deutlich machen, dass sich das Land in einer schwierigen Situation [_befinde][!befinden][%3] und für die Umsetzung der Reformen ein langer Atem erforderlich [_sei][!sein][%4]. Es [_sei][!sein][%5] jetzt das Wichtigste, Arbeitsplätze zu schaffen. Er fügte hinzu, dass sich der Wechsel an der Parteispitze ebenfalls negativ auf das Wahlergebnis ausgewirkt [_habe][!haben][%6]. Der Oppositionsführer erklärte, er [_freue][!freuen][%7] sich über das Abschneiden seiner Partei. Das [_sei][!sein][%8] das Ergebnis ihrer erfolgreichen Oppositionspolitik und des Versagens der Regierung. [.interview&image] [%A7] [!Berichten Sie.] === [%1] Welchen Platz nehmen Nachrichten bei den Fernsehsendern Ihres Heimatlandes ein?[@shortAnswer] === [%2] Welche Art von Nachrichtensendungen gibt es in den Fernsehprogrammen Ihres Heimatlandes?[@shortAnswer] === [%3] Wann werden die Nachrichten gesendet?[@shortAnswer] === [%4] Welche Themen werden behandelt? Welche Themen interessieren Sie, welche nicht?[@shortAnswer] === [%7] Welche dieser Nachrichtensendungen sehen Sie und warum?[@shortAnswer] === [%8] Kennen Sie Nachrichtensendungen für Kinder? Was halten Sie davon?[@shortAnswer] === [%9] Sollte man Ihrer Meinung nach Gewaltszenen in Nachrichten zeigen?[@shortAnswer] === [&image:https://docs.bitbook.education/bit-books/schubert/schubert_erkundungen_b2/web-resources/images/zdf-logo.png] [&image:https://docs.bitbook.education/bit-books/schubert/schubert_erkundungen_b2/web-resources/images/news_header.jpg] [.assignment:bitmark--&image] [%A8] [!Ereignisse und Nachrichten. Lesen Sie den folgenden Text.] [&image:https://docs.bitbook.education/bit-books/schubert/schubert_erkundungen_b2/web-resources/images/pict0035-sw.jpg] **Wie wird ein Ereignis zur Nachricht?** Warum kennen in Deutschland mehr Menschen die Autobiografie eines deutschen Pop-Produzenten als das neueste Buch eines Nobelpreisträgers für Literatur aus Istanbul? Die Antwort scheint auf der Hand zu liegen: Über den einen berichten die Medien ständig, der andere wurde nur kurz erwähnt. Das Gleiche gilt auch im Bereich der politischen Nachrichten. Über den Konflikt zwischen Palästinensern und Israelis beispielsweise wird in Deutschland weitaus öfter berichtet als etwa über die vielen Grenzstreitigkeiten zwischen afrikanischen Staaten oder die Probleme zwischen Nord- und Südkorea. Die Frage ist, wie es zu diesem Ungleichgewicht kommt. Was sind die Kriterien der Nachrichtenredaktionen, nach denen sie die Themen für ihre Sendung auswählen? **Objektivität:Ein erstrebenswertes Ziel** Objektivität ist das Ziel der Nachrichtenmacher und gleichzeitig die Forderung des Publikums. Doch es ist allgemein bekannt, dass es wirkliche Objektivität nicht geben kann. Zu viele Faktoren bei der Entstehung einer Nachrichtensendung sind Von subjektiven Entscheidungen der Redakteure, Reporter und Kameraleute abhängig. Dies fängt schon bei der Kameraarbeit an: Welche Aufnahmen sind wirklich wichtig? Diese Entscheidung trifft der Kameramann vor Ort aus seiner Erfahrung bzw. aus seinem Geühl heraus. Auch bei der Aufarbeitung des Materials wird subjektiv gewertet. So entscheidet der Redakteur, welche Aspekte des Themas in die Nachrichtensendung kommen und welche Themen überhaupt behandelt werden sollen. **Nachrichtenwert in der Wissenschaft** In der Kommunikationswissenschaft gibt es die sogenannte „Nachrichtenwertforschung“, die untersucht, welche Kriterien eine Neuigkeit zur Nachricht machen. Seit den Dreißigerjahren versuchen Wissenschaftler diese Kriterien zu benennen. Die wichtigsten Voraussetzungen, damit ein Ereignis in die Nachrichten kommt, sind: Aktualität und Überraschung (das Ereignis sollte neu sein), Bekanntheit, Personalisierung (die Protagonisten sollten prominent sein), Spannung (die Neuigkeit sollte einen Konflikt beinhalten), Kuriosität (das Ereignis sollte von der Norm abweichen) und Nähe bzw. Identifikation (es sollte einen regionalen und kulturellen Bezug geben). Wendet man diese Forschungsergebnisse auf die obengenannte Frage an, wird klarer, warum das Buch des Pop-Produzenten bekannter ist als das Buch des Literatur-Nobelpreisträgers. Der deutsche Pop-Produzent ist ein Star (Prominenz), er berichtet über Kollegen (Konflikt) und beschreibt intime Details seines Lebens. Damit verstößt er gegen moralische Normen (Kuriosität) und er besitzt die deutsche Nationalität (Nähe). Auf den Literatur-Nobelpreisträger treffen die meisten Kriterien nicht zu. **Nachrichtenwert in der Praxis** Allerdings kümmern sich die Nachrichtenmacher kaum um diese wissenschaftlichen Erklärungsversuche. Trotzdem sind sie die Grundlage ihres journalistischen Handwerks. In der Praxis herrscht oft ein allgemeines Einverständnis über die Wichtigkeit der Themen. Die praktische Vorgehensweise bei der Themenauswahl ist je nach Redaktion verschieden. Meist wird erst über ein Thema diskutiert und dann seine Relevanz und Platzierung in der Sendung festgelegt. Für viele Redakteure ist die wichtigste Frage bei der Planung, ob das Thema den Zuschauer interessieren könnte. Nachrichten müssen immer Aktualität beinhalten, doch auch ein hohes Maß an Aktualität garantiert nicht automatisch einen Platz in den Nachrichten. Neuigkeiten brauchen einen Wiedererkennungswert, etwas, das der Zuschauer schon kennt. Wissenschaftler sprechen dabei von einer sogenannten Themenkarriere. Eine typische Themenkarriere sieht so aus: Ein Medium, z. B. eine Lokalzeitung, führt ein neues Thema ein. Da sich Medien gegenseitig beobachten, wird die Nachricht auch in anderen Redaktionen geprüft und eventuell übernommen. Wenn danach ein Fernsehsender das Thema in seinen Nachrichtensendungen behandelt, kann es schnell zu einem allgemeinen Gesprächsthema werden. [@reference: Wie wird ein Ereignis zur Nachricht? Planet Wissen (Götz Bolten) In: http://www.planet-wissen.de/kultur] [.multiple-choice] [%A9a] [!Textarbeit Entscheiden Sie, welche der Antworten a), b) oder c) passt. Es gibt jeweils nur eine richtige Lösung.] === [%1][!Die Nachrichten werden beeinflusst ] [-a) vom Programmdirektor.] [+b) von der Auswahl verschiedener Leute.] [-c) vom Nachrichtensprecher.] === [%2][!Objektivität] [+a) ist nach wie vor das Ziel aller.] [-b)bedeutet die richtige Auswahl der Themen.] [-c)ist in den meisten Nachrichten vorhanden.] === [%3][!Die Nachrichtenwertforschung untersucht,] [-a) was das Kriterium für eine Neuigkeit ist.] [+b)was das Kriterium für eine Nachricht ist.] [-c)welche Kriterien die Redakteure bei der Auswahl nicht berücksichtigen.] === [%4][!.Nachrichtenredakteure orientieren sich bei der Auswahl der Nachrichten] [-a) an der Meinung der Regierung.] [-b)an wissenschaftlichen Erkenntnissen.] [+c)an ihrem eigenen Interesse und dem Interesse des Publikums.] === [%5][!Eine typische „Themenkarriere“ heißt,] [+a) ein neues Thema wird eingeführt, setzt sich langsam bei vielen Nachrichtenredaktionen durch und wird so zum allgemeinen Gesprächsthema.] [-b)ein neues Thema kommt direkt ins Fernsehen und wird dann von allen anderen Medien übernommen.] [-c)ein neues Thema wird in die Nachrichten aufgenommen und verschwindet nach kurzer Zeit wieder.] === [.cloze-instruction-grouped] [%A9b] [!Textarbeit Ergänzen Sie im Text die fehlenden Verben.] Aus welchem Grund [_kennen][!kennen][@example] mehr Menschen die Autobiografie eines Pop-Produzenten als die Bücher eines Literatur-Nobelpreisträgers? [_Liegt][!liegen][%1] es daran, dass die Medien öfter über den Pop-Produzenten [_berichten][!berichten][%2]? Laut Untersuchungsergebnissen der Nachrichtenforschung [_gibt][!geben][%3] es einige Kriterien, die die Neuigkeit zur Nachricht [_machen][!machen][%4]. Die wichtigsten Voraussetzungen, damit ein Ereignis in die Nachrichten [_kommt][!kommen][%5], sind: Aktualität und Überraschung, Bekanntheit, Spannung, Kuriosität und Nähe. Spannung bedeutet, dass die Neuigkeit einen Konflikt [_beinhaltet][!beinhalten][%6]. Kuriosität heißt, dass das Ereignis von der Norm [_abweichen][!abweichen][%7] sollte. Der Pop-Produzent [_erfüllt][!erfüllen][%8] fast alle Bedingungen. Wirkliche Objektivität kann es auch bei Nachrichten nicht [_geben][!geben][%9], denn viele Faktoren [_hängen][!abhängen][%10] von subjektiven Entscheidungen der Redakteure, Reporter und Kameraleute [_ab][%10]. Dies beginnt schon beim Kameramann und endet beim Redakteur, der darüber [_entscheidet][!entscheiden][%11], welche Themen überhaupt in der Nachrichtensendung [_behandelt][!beinhalten][%12] werden sollen. [.cloze-and-multiple-choice-text] [%A9c] [!Textarbeit Komposita: Was passt zusammen? Ordnen Sie zu. Nennen Sie auch den Artikel.] [_der] Wiedererkennungs[-forms][-träger][-streitigkeiten][-redaktion][-sendung][-macher][-mann][-versuch][-auswahl][+wert][-thema] [_der] Nachrichten[-forms][-träger][-streitigkeiten][+redaktion][-sendung][-macher][-mann][-versuch][-auswahl][-wert][-thema] [_der] Erklärungs[-forms][-träger][-streitigkeiten][-redaktion][-sendung][-macher][-mann][+versuch][-auswahl][-wert][-thema] [_der] Nobelpreis[-forms][+träger][-streitigkeiten][-redaktion][-sendung][-macher][-mann][-versuch][-auswahl][-wert][-thema] [_der] Kamera[-forms][-träger][-streitigkeiten][-redaktion][-sendung][-macher][+mann][-versuch][-auswahl][-wert][-thema] [_der] Grenz[-forms][-träger][+streitigkeiten][-redaktion][-sendung][-macher][-mann][-versuch][-auswahl][-wert][-thema] [_der] Themen[-forms][-träger][-streitigkeiten][-redaktion][-sendung][-macher][-mann][-versuch][+auswahl][-wert][-thema] [_der] Gesprächs[-forms][-träger][-streitigkeiten][-redaktion][-sendung][-macher][-mann][-versuch][-auswahl][-wert][+thema] [.interview:bitmark--] [%A10] [!Erklären Sie die kursiven Ausdrücke mit eigenen Worten.] === [%1] Die Antwort __scheint auf der Hand zu liegen.__[@shortAnswer] [$ist naheliegend] === [%2] Kuriosität: Das Ereignis sollte __von der Norm abweichen__.[@shortAnswer] [$etwas Besonderes sein/nicht normal/alltäglich/gewöhnlich sein] === [%3] Die Nachrichtenmacher __kümmern sich kaum um__ diese wissenschaftlichen Erklärungsversuche.[@shortAnswer] [$interessieren sich nicht für] === [%4] __die Vorgehensweise__ bei der Themenauswahl[@shortAnswer] [$der Ablauf/die Prozedur] === [%5] Neuigkeiten __brauchen einen Wiedererkennungswert__.[@shortAnswer] [$müssen etwas beinhalten, was der Zuschauer schon kennt/was schon bekannt ist] === [.essay:bitmark--] [%A11a] [!Folgende Nachrichten kommen bei einem Fernsehsender ungeordnet in die Redaktion: Bilden Sie Gruppen. Wählen Sie die für Sie wichtigsten Nachrichten aus (maximal sechs) und ordnen Sie sie. Begründen Sie Ihre Auswahl.] **1. Verkehrsunfall auf der A 9** Lastkraftwagenfahrer am Steuer eingeschlafen – Gegenfahrbahn – Pkw – Zusammenstoß – zwei Tote, zwei Schwerverletzte **2. Anzahl der Arbeitslosen in Deutschland sinkt** Arbeitsminister: „Das ist das Resultat der erfolgreichen Regierungspolitik.“ Oppositionsführer: „Die Verbesserung der Lage auf dem Arbeitsmarkt hat mit der Regierungspolitik nichts zu tun. Sie ist die Folge der wachsenden Weltwirtschaft.“ **3. Auszeichnung für Schriftsteller Navid Kermani** Überreichung – Friedenspreis des Deutschen Buchhandels – heute – Frankfurter Paulskirche **4. Deutsche Hilfe für Afghanistan** Einweihung – Botschafter – zwei Mädchenschulen **5. Promi-Hochzeit** Schauspielerin Eva Blond heiratet Sänger James Black. **6. Wetter** Bayern: Sonne – Nordsee: Regen + Sturm – zehn Grad Celsius **7. Deutscher Außenminister in Moskau** Gespräche mit russischem Amtskollegen – Verhältnis Russlands zur Europäischen Union **8. Bundesliga** Stürmer Fritz Schnell wechselt für 25 Millionen Euro von Bayern München zu Manchester United. **9. Hochwasser in China** Überschwemmungen – Dörfer und Städte zerstört – Menschen obdachlos **10. Oberbürgermeisterwahl in Wiesbaden** Sieger: Sven Gerich (SPD) – 50,9 % der Stimmen, Helmut Müller (CDU) – 49,1 % Wahlbeteiligung: 34,1 % Amtszeit: 6 Jahre [.essay:bitmark--] [%A11b] [!Folgende Nachrichten kommen bei einem Fernsehsender ungeordnet in die Redaktion: Formulieren Sie als Nachrichtenschreiber aus den ausgewählten Nachrichten (maximal sechs) Meldungen.] ||adapt instructions|| **1. Verkehrsunfall auf der A 9** Lastkraftwagenfahrer am Steuer eingeschlafen – Gegenfahrbahn – Pkw – Zusammenstoß – zwei Tote, zwei Schwerverletzte **2. Anzahl der Arbeitslosen in Deutschland sinkt** Arbeitsminister: „Das ist das Resultat der erfolgreichen Regierungspolitik.“ Oppositionsführer: „Die Verbesserung der Lage auf dem Arbeitsmarkt hat mit der Regierungspolitik nichts zu tun. Sie ist die Folge der wachsenden Weltwirtschaft.“ **3. Auszeichnung für Schriftsteller Navid Kermani** Überreichung – Friedenspreis des Deutschen Buchhandels – heute – Frankfurter Paulskirche **4. Deutsche Hilfe für Afghanistan** Einweihung – Botschafter – zwei Mädchenschulen **5. Promi-Hochzeit** Schauspielerin Eva Blond heiratet Sänger James Black. **6. Wetter** Bayern: Sonne – Nordsee: Regen + Sturm – zehn Grad Celsius **7. Deutscher Außenminister in Moskau** Gespräche mit russischem Amtskollegen – Verhältnis Russlands zur Europäischen Union **8. Bundesliga** Stürmer Fritz Schnell wechselt für 25 Millionen Euro von Bayern München zu Manchester United. **9. Hochwasser in China** Überschwemmungen – Dörfer und Städte zerstört – Menschen obdachlos **10. Oberbürgermeisterwahl in Wiesbaden** Sieger: Sven Gerich (SPD) – 50,9 % der Stimmen, Helmut Müller (CDU) – 49,1 % Wahlbeteiligung: 34,1 % Amtszeit: 6 Jahre [.assignment:bitmark--&article:bitmark--] [%A11c] [! Mündliche Übung: Tragen Sie die Nachrichten als Nachrichtensprecherin oder Nachrichtensprecher vor] "Guten Abend, meine Damen und Herren ..." [&article: **1. Verkehrsunfall auf der A 9** Lastkraftwagenfahrer am Steuer eingeschlafen – Gegenfahrbahn – Pkw – Zusammenstoß – zwei Tote, zwei Schwerverletzte **2. Anzahl der Arbeitslosen in Deutschland sinkt** Arbeitsminister: „Das ist das Resultat der erfolgreichen Regierungspolitik.“ Oppositionsführer: „Die Verbesserung der Lage auf dem Arbeitsmarkt hat mit der Regierungspolitik nichts zu tun. Sie ist die Folge der wachsenden Weltwirtschaft.“ **3. Auszeichnung für Schriftsteller Navid Kermani** Überreichung – Friedenspreis des Deutschen Buchhandels – heute – Frankfurter Paulskirche **4. Deutsche Hilfe für Afghanistan** Einweihung – Botschafter – zwei Mädchenschulen **5. Promi-Hochzeit** Schauspielerin Eva Blond heiratet Sänger James Black. **6. Wetter** Bayern: Sonne – Nordsee: Regen + Sturm – zehn Grad Celsius **7. Deutscher Außenminister in Moskau** Gespräche mit russischem Amtskollegen – Verhältnis Russlands zur Europäischen Union **8. Bundesliga** Stürmer Fritz Schnell wechselt für 25 Millionen Euro von Bayern München zu Manchester United. **9. Hochwasser in China** Überschwemmungen – Dörfer und Städte zerstört – Menschen obdachlos **10. Oberbürgermeisterwahl in Wiesbaden** Sieger: Sven Gerich (SPD) – 50,9 % der Stimmen, Helmut Müller (CDU) – 49,1 % Wahlbeteiligung: 34,1 % Amtszeit: 6 Jahre &image:https://docs.bitbook.education/bit-books/schubert/schubert_erkundungen_b2/web-resources/images/st_basil_cathedral_in_moscow_uid-sw.png] [.essay] [%A12] [!Ihre aktuellen Nachrichten] Sehen Sie am Tag vor dem Unterricht fern, lesen Sie Zeitung, informieren Sie sich im Internet oder hören Sie Radio. Berichten Sie in der nächsten Unterrichtsstunde über die Ihrer Ansicht nach wichtigsten drei Ereignisse des Vortages. [.cloze-instruction-grouped] [%A13] [!Ergänzen Sie die fehlenden Verben in den folgenden Kurznachrichten. Es sind oft mehrere Verben möglich.] ◇ Nach dreijähriger Bauzeit wurde heute ein weiteres Regierungsgebäude in Berlin [_eingeweiht][_fertiggestellt][@example]. 1. Der deutsche Außenminister [_empfing][!empfangen] seinen argentinischen Amtskollegen zu Gesprächen mit Vertretern aus Wirtschaft und Kultur. 2. Die Handelsbeschränkungen gegenüber Afghanistan wurden [_aufgehoben][!aufheben][_befürwortet][!befürworten]. 3. Die Deutsche Bahn musste aufgrund schlechter Bilanzen in diesem Jahr 500 Mitarbeiter [_entlassen][!entlassen]. Zur schnellen Überwindung der Krise will der Vorstand der Deutschen Bahn heute ein weitreichendes Sanierungskonzept [_vorlegen][!vorlegen][_präsentieren][!präsentieren]. 4. Der Bundestag hat ein neues Einwanderungsgesetz [_erlassen][!erlassen][_vorgelegt][!vorlegen]. 5. Nach dem Rücktritt des Ministerpräsidenten in Italien wird heute eine neue Regierung [_gewählt][!wählen]. 6. In Stockholm wurden ein deutscher und ein amerikanischer Physiker mit dem Nobelpreis [_ausgezeichnet][!auszeichnen][_geehrt][!ehren]. 7. Der Bundespräsident [_eröffnete][!eröffnen] gestern die Konferenz zur Bekämpfung der chemischen Waffen. In seiner Eröffnungsansprache [_betonte][!betonen] er die Wichtigkeit der Abrüstung auf diesem Gebiet. 8. Einem Spezialteam gelang es heute, das vor 100 Jahren gesunkene Luxusschiff im Atlantik zu [_heben][!heben][_finden][!finden]. 9. Die siebenjährige Ehe des deutschen Tennisstars wurde von einem amerikanischen Familienrichter [_geschieden][!scheiden]. Das Sorgerecht für die Kinder wurde beiden Elternteilen [_zugesprochen][!zusprechen]. 10. Die Europäische Zentralbank hat den Leitzins um 0,25 Prozent [_erhöht][!erhöhen][_gesenkt][!senken]. 11. Der vor fünf Tagen im Alter von 95 Jahren verstorbene berühmte deutsche Schauspieler wurde im Kreise seiner Familie [_beigesetzt][!beisetzen][_beerdigt][!beerdigen]. 12. Durch den hohen Wasserstand des Rheins wurden einige Teile der Kölner Innenstadt [_überschwemmt][!überschwemmen][_überflutet][!überfluten]. [.true-false:bitmark--] [%A14] [!Hören Sie die Nachrichten. Was ist richtig, was ist falsch? Kreuzen Sie an.] [&audio:https://docs.bitbook.education/bit-books/schubert/schubert_erkundungen_b2/web-resources/audio/12_erkundungen_b2_3a.mp3] [@labelTrue:richtig][@labelFalse:falsch] === **Doping** [+1. Der langjährige deutsche Olympia-Arzt Georg Huber hat zugegeben, dass er Sportlern Dopingmittel gegeben hat.] === [-2. Er ist der erste Arzt, der das Schweigen über Doping bricht. ] === **Frauenquote** [-3. In Zukunft müssen in großen Unternehmen 30 Prozent Frauen arbeiten.] === [-4. Wenn ein börsennotiertes Unternehmen für den Aufsichtsrat keine geeigneten Frauen findet, können die Posten weiterhin mit Männern besetzt werden.] === **Telekom** [+5. Um den Streit mit den Mitarbeitern schneller zu beenden, bot der Telekom-Chef den Mitarbeitern eine Erfolgsbeteiligung an.] === **Klimawandel** [+6. Der Klimawandel wird Folgen für die gesamte Erde haben.] === [+7. Am meisten wird Afrika vom Klimawandel betroffen sein.] === [-8. Der Anstieg des Meeresspiegels bedroht vor allem die afrikanischen Wüstengebiete.] === **Giftmüll** [-9. Obwohl Australien seinen Giftmüll selber entsorgen kann, exportiert es den Müll nach Deutschland.] === **Unwetter** [-10. Unwetter haben in ganz Deutschland großen Schaden verursacht.] === [+11. In Berlin war die Feuerwehr am Freitag ca. 500-mal unterwegs, um Schäden zu beseitigen.] === [.assignment:bitmark--] [%A15a] [!Weitergabe von Informationen und Gerüchten Lesen Sie die folgende Nachricht noch einmal.] Der langjährige deutsche Olympia-Arzt Georg Huber hat am Samstag gestanden, zwischen 1980 bis 1990 jungen Straßenradfahrern das leistungssteigernde Hormon Testosteron verabreicht zu haben. ➔ Wenn Sie diese Information jemandem weitererzählen wollen, können Sie folgenden Satz sagen: Der Olympia-Arzt Georg Huber **soll** Straßenradfahrern das leistungssteigernde Hormon Testosteron **verabreicht haben**. **◼︎ Gehörte oder gelesene Informationen können Sie im Deutschen auch mithilfe des Modalverbs** **◇sollen**◇ **weitergeben**. **Gegenwart**: Das Wetter ist schön. Das Wetter in Tokio **soll** schön **sein**. (Das habe ich gehört.) **Vergangenheit**: Das Wetter in Japan war schön. Das Wetter **soll** in Japan schön **gewesen sein**. (Das hat Paul erzählt.) [.match:bitmark--] [%A15b] [!Weitergabe von Informationen und Gerüchten Diese Informationen haben Sie in den Nachrichten gehört. Geben Sie die Informationen weiter und benutzen Sie dabei __sollen__. Achten Sie auch auf die fehlenden Präpositionen und Artikel.] === [%◇] einige Wirtschaftsvertreter – die Verabschiedung, Gesetz–eine Frauenquote in Aufsichtsräten – nicht glücklich sein == Einige Wirtschaftsvertreter __sollen über die Verabschiedung des Gesetzes__ für/über eine Frauenquote in Aufsichtsräten __nicht glücklich sein__.[@example][@longAnswer] === [%1] Mitarbeiter, Telekom – Zukunft – Erfolg – beteiligen – werden == Die Mitarbeiter der Telekom sollen in Zukunft am Erfolg beteiligt werden. === [%2] 50 000 Arbeitsplätze – Telekom – auslagern – werden == 50 000 Arbeitsplätze sollen bei der Telekom auslagert werden. === [%3] Anstieg, Jahresdurchschnittstemperatur – Auswirkungen – ganze Welt – haben == Der Anstieg der Jahresdurchschnittstemperatur soll Auswirkungen auf die ganze Welt haben. === [%4] Afrika – Folgen, Klimawandel – am schwersten – betroffen sein == Afrika soll von den Folgen des Klimawandels am schwersten betroffen sein. === [%5] einige Regionen, Afrika – die Ernte – bis zur Hälfte – zurückgehen == In einigen Regionen Afrikas soll die Ernte bis zur Hälfte zurückgehen. === [%6] australisch, Giftmüll – Deutschland – entsorgen – werden == Australischer Giftmüll soll in Deutschland entsorgt werden. === [%7] Müll – Moment – Hafen von Sydney – lagern == Der Müll soll im Moment im Hafen von Sydney lagern. === [%8] Unwetter – Teile, Deutschland – erhebliche Schäden – anrichten – haben == Ein Unwetter soll in Teilen Deutschlands erhebliche Schäden angerichtet haben. === [.internal-link] [!Zusatzübungen zur Weitergabe von Informationen ➔ Teil C][►kapitel6c] [.interview] [%A16] [!Partnerarbeit: Fernsehen Fragen Sie Ihre Nachbarin/Ihren Nachbarn und berichten Sie.] === [%1] Wie viele Stunden sehen Sie pro Tag fern?[@shortAnswer] === [%2] Was sind die beliebtesten Fernsehsendungen in Ihrem Heimatland?[@shortAnswer] === [%3] Was sehen Sie selbst am liebsten und warum? Was sehen Sie nie?[@shortAnswer] === [%4] Sehen oder lesen Sie gern Krimis? Warum?/Warum nicht?[@shortAnswer] === [%5] Welche Art von Krimis kann man in Ihrem Heimatland sehen? (einheimische/amerikanische/englische ... Serien/Spielfilme ...)[@shortAnswer] === [%6] Gibt es in Ihrem Heimatland einen beliebten Fernsehkommissar?[@shortAnswer] === [%7] Warum sind Ihrer Meinung nach Krimis bei vielen Zuschauern so beliebt?[@shortAnswer] === [.chapter] [###Den Tätern auf der Spur] [@leave.subject:Den Tätern auf der Spur] [.assignment:bitmark--&image] [%A17] [!Lesen Sie den folgenden Text.] [&image:https://docs.bitbook.education/bit-books/schubert/schubert_erkundungen_b2/web-resources/images/gesch_ft_kommerz_und_handel_10550.jpg] **Der Fernsehkrimi und das wirkliche Leben** Auf dem Parkplatz ist es dunkel. Ein Mann geht auf sein Auto zu und sucht nach seinem Schlüssel. Plötzlich fällt ein Schuss und der unbekannte Mann bricht zusammen. Kurze Zeit später ist der Parkplatz erleuchtet, Blaulichter blinken, die Spurensicherung ist schon bei der Arbeit. Ein Kommissar betritt mit wehendem Mantel den Tatort und fragt: „Wissen wir schon, wer der Tote ist?“ Wir wissen es oder werden es bald erfahren, nur der Täter ist noch unbekannt, aber höchstens 90 Minuten lang. Denn am Ende werden fast alle Verbrecher verhaftet, die täglich im Fernsehen für Spannung sorgen. Dort geschehen pro Jahr rund 26 000 Morde, das sind 33-mal so viel wie im richtigen Leben. Verbrechen lohnen sich, jedenfalls im deutschen Fernsehen. Kaum eine Fernsehsendung erreicht solche hohen Einschaltquoten. Man sagt, Quizsendungen kommen, Talkshows gehen, Krimis bleiben. Täglich könnte man im deutschen Fernsehen rund 19 Stunden lang Mord und Totschlag konsumieren. Das ist neben den Nachrichten die meiste Sendezeit. Doch woher kommt diese Popularität? Klaus Peter Wolf zählt zu den erfolgreichsten Krimi-Drehbuchautoren des Landes. Nach Wolfs Meinung sind es zwei zentrale Elemente, die den Krimi so faszinierend machen: das Gute und das Böse. Die anspruchsvolle Aufgabe eines Krimiautors sei, sagt Wolf, das Böse nicht nur faszinierend, sondern auch nachvollziehbar zu machen. Was die Zuschauer interessiere, seien die Gefühle, Umstände und Taten, die einen „normalen“ Menschen zum Täter machen können. Genauso wichtig wie das Böse ist für die Zuschauer das Gute, denn nichts befriedigt das menschliche Bedürfnis nach Gerechtigkeit so stark wie ein Krimi. Am Ende wird der Fall gelöst, der Verbrecher muss ins Gefängnis. Eine in Unordnung gebrachte Welt wird dank des konsequenten Aufklärungswillens der Polizei innerhalb von 45 oder 90 Minuten wieder in Ordnung gebracht. Vergleicht man allerdings die Fernsehkrimis mit der Wirklichkeit, kommt man schnell zu der Einsicht, dass sich nicht nur die Ermittlungsgeschwindigkeit von der Realität unterscheidet. Der Kommissar, der ununterbrochen im Dienst ist und an seinem freien Sonntag mit seinem Privatwagen zum Tatort fährt, ist eine Erfindung von Krimiautoren. Auch Kommissare haben wie andere Beamte höchstens eine 42-Stunden-Woche und werden nach Dienstschluss nicht mehr angerufen. In einer Großstadt wie München gibt es fünf Mordkommissionen, die im Schichtdienst arbeiten. So stehen zwar rund um die Uhr Ermittler zur Verfügung, aber es sind nicht immer dieselben. Eine reale Mordkommission besteht auch nicht aus zwei, sondern aus sechs bis vierzehn Polizisten. Zum Ziel kommen die Fernsehkommissare oft dadurch, dass sie immer unterwegs sind, sofort die Ergebnisse der Spurensicherung bekommen und ihre ganz eigenen Methoden haben, Beweise zu sammeln. Im wahren Leben dauert die Auswertung der Spuren etwa drei Tage, eine DNA-Analyse noch länger, und einen Großteil ihrer Arbeitszeit sitzen die Kommissare am Schreibtisch. Und Beweise, die sich die Polizei auf illegalem Weg beschafft, dürfen vor Gericht gar nicht verwendet werden. Das alles wäre für einen Fernsehkrimi natürlich viel zu langweilig. Die Zuschauer erwarten Spannung, einen interessanten Ermittlertyp mit lustigem Assistenten und das Geständnis des Täters am Ende der Sendezeit. Nicht dass Krimis Verbrechen zeigen, sondern dass sie diese restlos aufklären, macht das Genre so beliebt. [.multiple-choice-text] [%A18a] [!Wörtern auf der Spur Ergänzen Sie die bestimmten Artikel.] [+der][-die][-das] Schuss [-der][-die][+das] Verbrechen [-der][+die][-das] Spur [-der][+die][-das] Aufklärung [-der][+die][-das] Polizei [+der][-die][-das] Beweis [+der][-die][-das] Mord [-der][+die][-das] Tat [-der][-die][+das] Blaulicht [+der][-die][-das] Totschlag [-der][-die][+das] Geständnis [-der][-die][+das] Ergebnis [-der][+die][-das] Spurensicherung [-der][+die][-das] Mordkommission [-der][+die][-das] DNA-Analyse [-der][+die][-das] Spannung [+der][-die][-das] Ermittler [-der][-die][+das] Gefängnis [+der][-die][-das] Tatort [-der][+die][-das] Realität [.assignment] [%A18b] [!Wörtern auf der Spur Lesen Sie die Redewendungen aus dem Text.] Den Tätern auf der Spur ◇ Verbrecher werden verhaftet/müssen ins Gefängnis. ◇ Verbrechen lohnen sich (nicht). ◇ das Bedürfnis nach Gerechtigkeit befriedigen ◇ im Dienst sein ◇ Dienstschluss haben ◇ im Schichtdienst arbeiten ◇ Die Kommissare sitzen am Schreibtisch. ◇ die Ergebnisse der Spurensicherung ◇ Beweise sammeln ◇ sich Beweise illegal beschaffen ◇ Das Verbrechen wird aufgeklärt. ◇ Der Fall wird gelöst. [.match-all&image] [%A18c] [!Wörtern auf der Spur Was gehört zusammen? Manchmal gibt es auch mehrere Möglichkeiten.] [&image:https://docs.bitbook.education/bit-books/schubert/schubert_erkundungen_b2/web-resources/images/glass-2025715_sa_sa.png] sammeln gestehen auswerten verhaften beschaffen lösen befriedigen aufklären === einen Fall == lösen -- aufklären -- auswerten === Beweise == sammeln -- beschaffen === das Bedürfnis nach Gerechtigkeit == befriedigen === ein Verbrechen == aufklären === eine Tat == gestehen === einen Verbrecher == verhaften === eine DNA-Analyse == auswerten === ||doesn't show up right|| [.essay:bitmark++&article:bitmark--] [%A19] [!Fassen Sie den Inhalt des Textes anhand der folgenden Stichpunkte zusammen.] ◇ Präsenz von Krimis im deutschen Fernsehen ◇ Grund für die Beliebtheit ◇ Unterschiede zur Realität |remark Eine Zusammenfassung geben ◇ In dem Text geht es um ... ◇ Im Text steht, dass ... ◇ Als Gründe ... werden genannt ... ◇ Der Unterschied besteht darin, dass ... ◇ Als Beispiele werden ... angeführt. ◇ Das wird mit/an folgenden Beispielen verdeutlicht ... [&article: **Der Fernsehkrimi und das wirkliche Leben** Auf dem Parkplatz ist es dunkel. Ein Mann geht auf sein Auto zu und sucht nach seinem Schlüssel. Plötzlich fällt ein Schuss und der unbekannte Mann bricht zusammen. Kurze Zeit später ist der Parkplatz erleuchtet, Blaulichter blinken, die Spurensicherung ist schon bei der Arbeit. Ein Kommissar betritt mit wehendem Mantel den Tatort und fragt: „Wissen wir schon, wer der Tote ist?“ Wir wissen es oder werden es bald erfahren, nur der Täter ist noch unbekannt, aber höchstens 90 Minuten lang. Denn am Ende werden fast alle Verbrecher verhaftet, die täglich im Fernsehen für Spannung sorgen. Dort geschehen pro Jahr rund 26 000 Morde, das sind 33-mal so viel wie im richtigen Leben. Verbrechen lohnen sich, jedenfalls im deutschen Fernsehen. Kaum eine Fernsehsendung erreicht solche hohen Einschaltquoten. Man sagt, Quizsendungen kommen, Talkshows gehen, Krimis bleiben. Täglich könnte man im deutschen Fernsehen rund 19 Stunden lang Mord und Totschlag konsumieren. Das ist neben den Nachrichten die meiste Sendezeit. Doch woher kommt diese Popularität? Klaus Peter Wolf zählt zu den erfolgreichsten Krimi-Drehbuchautoren des Landes. Nach Wolfs Meinung sind es zwei zentrale Elemente, die den Krimi so faszinierend machen: das Gute und das Böse. Die anspruchsvolle Aufgabe eines Krimiautors sei, sagt Wolf, das Böse nicht nur faszinierend, sondern auch nachvollziehbar zu machen. Was die Zuschauer interessiere, seien die Gefühle, Umstände und Taten, die einen „normalen“ Menschen zum Täter machen können. Genauso wichtig wie das Böse ist für die Zuschauer das Gute, denn nichts befriedigt das menschliche Bedürfnis nach Gerechtigkeit so stark wie ein Krimi. Am Ende wird der Fall gelöst, der Verbrecher muss ins Gefängnis. Eine in Unordnung gebrachte Welt wird dank des konsequenten Aufklärungswillens der Polizei innerhalb von 45 oder 90 Minuten wieder in Ordnung gebracht. Vergleicht man allerdings die Fernsehkrimis mit der Wirklichkeit, kommt man schnell zu der Einsicht, dass sich nicht nur die Ermittlungsgeschwindigkeit von der Realität unterscheidet. Der Kommissar, der ununterbrochen im Dienst ist und an seinem freien Sonntag mit seinem Privatwagen zum Tatort fährt, ist eine Erfindung von Krimiautoren. Auch Kommissare haben wie andere Beamte höchstens eine 42-Stunden-Woche und werden nach Dienstschluss nicht mehr angerufen. In einer Großstadt wie München gibt es fünf Mordkommissionen, die im Schichtdienst arbeiten. So stehen zwar rund um die Uhr Ermittler zur Verfügung, aber es sind nicht immer dieselben. Eine reale Mordkommission besteht auch nicht aus zwei, sondern aus sechs bis vierzehn Polizisten. Zum Ziel kommen die Fernsehkommissare oft dadurch, dass sie immer unterwegs sind, sofort die Ergebnisse der Spurensicherung bekommen und ihre ganz eigenen Methoden haben, Beweise zu sammeln. Im wahren Leben dauert die Auswertung der Spuren etwa drei Tage, eine DNA-Analyse noch länger, und einen Großteil ihrer Arbeitszeit sitzen die Kommissare am Schreibtisch. Und Beweise, die sich die Polizei auf illegalem Weg beschafft, dürfen vor Gericht gar nicht verwendet werden. Das alles wäre für einen Fernsehkrimi natürlich viel zu langweilig. Die Zuschauer erwarten Spannung, einen interessanten Ermittlertyp mit lustigem Assistenten und das Geständnis des Täters am Ende der Sendezeit. Nicht dass Krimis Verbrechen zeigen, sondern dass sie diese restlos aufklären, macht das Genre so beliebt.] [.match] [%A20] [!Bilden Sie aus den vorgegebenen Wörtern Sätze. Achten Sie auf fehlende Präpositionen.] === [%◇] deutsch, Fernsehen – Verbrechen – sich lohnen == Im deutschen Fernsehen lohnen sich Verbrechen. Verbrechen lohnen sich im deutschen Fernsehen.[@example][@longAnswer] === [%1] Krimis – beliebtest-, Fernsehsendungen – Deutschland – zählen == [$Krimis zählen zu den beliebtesten Fernsehsendungen in Deutschland.] === [%2] täglich – Mord und Totschlag – Fernsehen – 19 Stunden lang – Spannung – sorgen == [$Täglich sorgen Mord und Totschlag im Fernsehen 19 Stunden lang für Spannung.] === [%3] Fernsehkrimis – 33-mal so viele Morde – richtig, Leben – geschehen == [$In Fernsehkrimis geschehen 33-mal so viele Morde wie im richtigen Leben.] === [%4] Grund – Beliebtheit, Krimis – sein – dass – das Gute – das Böse – besiegen == [$Der Grund für die Beliebtheit der Krimis ist, dass das Gute das Böse besiegt.] === [%5] Polizei – Film – Verbrechen – restlos – aufklären können == [$Die Polizei kann im Film das Verbrechen restlos aufklären.] === [%6] doch – Wirklichkeit – Fernsehkrimis – erheblich – sich unterscheiden == [$Doch die Wirklichkeit unterscheidet sich von den Fernsehkrimis erheblich.] === [%7] richtig, Kommissare – die meiste Zeit – Schreibtisch – sitzen == [$Richtige Kommissare sitzen die meiste Zeit am Schreibtisch.] === [%8] sie – illegal, Weg – Beweise – sich beschaffen – nicht dürfen == [$Sie dürfen sich nicht auf illegalem Weg Beweise beschaffen.] === [.cloze-solution-grouped] [%A21] [!Ergänzen Sie die Nomen.] Auf dem Parkplatz ist es dunkel. Plötzlich fällt ein [_Schuss][@example]. Ein Kommissar betritt mit wehendem Mantel den [_Tatort][%1]. Die Zuschauer müssen sich keine Gedanken darüber machen, ob der [_Täter][%2] gefasst wird, denn nach 90 Minuten werden im Fernsehen fast alle Verbrecher verhaftet. Kaum eine Fernsehsendung erreicht solche hohen [_Einschaltquoten][%3]. Doch woher kommt diese [_Beliebtheit][%4]? Nach Meinung eines Krimiautors sind es zwei zentrale Elemente, die den Krimi so faszinierend machen: [_das Gute][%5] und das Böse. Am Ende muss die in Unordnung gebrachte Welt dank des konsequenten [_Aufklärungswillens][%6] des Ermittlers wieder in Ordnung gebracht werden. Doch wenn man die Fernsehkrimis mit der [_Wirklichkeit][%7] vergleicht, kommt man schnell zu der Einsicht, dass sich nicht nur die [_Ermittlungsgeschwindigkeit][%8] von der Realität unterscheidet. Den Kommissar, der ununterbrochen im [_Einsatz][%9] ist, gibt es nicht. Auch Kommissare haben höchstens eine 42-Stunden-Woche und werden nach [_Dienstschluss][%10] nicht mehr angerufen. In einer Großstadt wie München gibt es fünf Mordkommissionen, die im [_Schichtdienst][%11] arbeiten. So stehen zwar rund um die Uhr Ermittler zur Verfügung, aber es sind nicht immer dieselben. Eine reale [_Mordkommission][%12] besteht auch nicht aus zwei, sondern aus sechs bis vierzehn Polizisten. Zum Ziel kommen die Fernsehkommissare oft dadurch, dass sie sofort die Ergebnisse der [_Spurensicherung][%13] bekommen und ihre ganz eigenen Methoden haben, [_Beweise][%14] zu sammeln. Im wahren Leben dauert die Auswertung der [_Spuren][%15] etwa drei Tage, eine DNA-Analyse noch länger, und einen Großteil ihrer Arbeitszeit sitzen die Kommissare am [_Schreibtisch][%16]. Beweise, die sich die Polizei auf illegalem Weg beschafft, dürfen vor [_Gericht][%17] gar nicht verwendet werden. [.assignment:bitmark--&image] [%A22] [!Kurzvortrag Lesen Sie die folgende Zeitungsmeldung. Halten Sie zu diesem Thema einen Kurzvortrag von ca. drei Minuten. Bereiten Sie sich ca. zehn Minuten auf diesen Vortrag vor. Nehmen Sie zu den folgenden Punkten Stellung:] ◇ Welche Informationen enthält die Zeitungsmeldung? ◇ Was halten Sie von Kriminalromanen? ◇ Welchen Ruf haben Kriminalromane in Ihrem Heimatland? **Deutsche Krimis erobern den Buchmarkt** Bisher haben sich hauptsächlich ausländische Krimis bei deutschen Lesern großer Beliebtheit erfreut. Seit einiger Zeit können Verleger und Autoren auch mit deutschen Krimis Geld verdienen. Der kleine Hamburger Verlag Edition Nautilus publizierte den Debütroman __Tannöd__ der zuvor völlig unbekannten Andrea Maria Schenkel. Bis heute wurde das Buch weit über eine Million Mal verkauft und mit zahlreichen renommierten Preisen ausgezeichnet. Im Gegensatz zu anderen europäischen Ländern hat sich in Deutschland erst relativ spät eine Krimikultur entwickelt. Das liegt unter anderem daran, dass Krimis zur sogenannten Unterhaltungsliteratur zählen und somit den Ruf haben, künstlerisch und intellektuell nicht wertvoll zu sein. [&image:https://docs.bitbook.education/bit-books/schubert/schubert_erkundungen_b2/web-resources/images/bank_berfall-pfad.png] [.assignment:bitmark--] [%A23a] [!Nomen-Verb-Verbindungen Lesen Sie die folgenden Sätze aus dem Text.] 1. Vergleicht man allerdings die Fernsehkrimis mit der Wirklichkeit, __kommt__ man schnell zu der __Einsicht__, dass sich nicht nur die Ermittlungsgeschwindigkeit von der Realität unterscheidet. 2. So __stehen__ zwar rund um die Uhr Ermittler __zur Verfügung__, aber es sind nicht immer dieselben. 3. __Zum Ziel kommen__ die Fernsehkommissare oft dadurch, dass sie immer unterwegs sind. ▶︎ Die Wendungen: __zur Verfügung stehen, zur Einsicht kommen, zum Ziel kommen__ bestehen aus einem Nomen und einem Verb, man nennt sie deshalb auch **Nomen-Verb-Verbindungen**. Es sind meist feste Verbindungen, die der Sprache einen offizielleren Charakter verleihen. Man findet sie im Geschäftsleben, in der Politik, in der Presse oder auf Ämtern. [.cloze-instruction-grouped:bitmark--] [%A23b] [!Nomen-Verb-Verbindungen Ergänzen Sie das passende Verb und anschließend die Nomen-Verb-Verbindung.] ◇ Der Polizeipräsident [_hielt][!halten][@example] gestern eine Rede im Innenministerium __Nomen-Verb-Verbindung:__ [_eine Rede halten][@example] 1. Anschließend [_führte][!führen] er ein Gespräch mit dem Minister über neue finanzielle Mittel. __Nomen-Verb-Verbindung:__ [_ein Gespräch führen] 2. Im Bereich der Spurensicherung werden neue Arbeitsplätze [_geschaffen][!schaffen]. __Nomen-Verb-Verbindung:__ [_eine Rede halten] 3. Die Spurensicherung [_leistet][!leisten] zur Aufklärung eines Verbrechens einen großen Beitrag. __Nomen-Verb-Verbindung:__ [_einen grossen Beitrag leisten] 4. Im Prozess gegen zwei Mitarbeiter der Firma VW wird heute das Urteil [_gefällt][!fällen]. __Nomen-Verb-Verbindung:__ [_ein Urteil fällen] 5. Der Sportschuh am Tatort [_weckte][!wecken] die Neugier des Kommissars. __Nomen-Verb-Verbindung:__ [_die Neugier wecken] 6. Alle Polizisten müssen regelmäßig Sport [_treiben][!treiben]. __Nomen-Verb-Verbindung:__ [_regelmässig Sport treiben] 7. Nach 35 Jahren Berufstätigkeit [_nahm][!nehmen] gestern Abschied vom Dienst. __Nomen-Verb-Verbindung:__ [_Abschied nehmen] 8. Die Zuschauer [_stellen][!stellen] an Fernsehkrimis keine hohen Ansprüche, aber sie [_legen][!legen] Wert auf Spannung. __Nomen-Verb-Verbindung:__ [_Wert legen auf] 9. Am Anfang des Films [_begeht][!begehen] jemand ein Verbrechen. __Nomen-Verb-Verbindung:__ [_ein Verbrechen begehen] 10. Den Rest der Zeit muss der Kommissar die Tat [_aufklären][!aufklären]. __Nomen-Verb-Verbindung:__ [_die Tat aufklären] 11. Am Ende [_wissen][!wissen] die Zuschauer über das Motiv des Täters genau Bescheid. __Nomen-Verb-Verbindung:__ [_Bescheid wissen] [.internal-link] [!Zusatzübungen zu Nomen-Verb-Verbindungen ➔ Teil C][►kapitel6c] ||close and interview bit?|| [.essay] [%A24] [!Ihr persönlicher Krimi Schreiben Sie einen kurzen Krimi. Sie können die folgenden Wörter als Inspiration benutzen oder sich etwas ausdenken.] zwei Männer ◇ Bank ◇ Überfall ◇ Beute ◇ zwei Millionen Euro ◇ Pistole ◇ Koffer ◇ Fluchtauto ◇ Polizei ◇ Fingerabdrücke ◇ Verhaftung Supermarkt ◇ Täter ◇ Maske ◇ Pistole ◇ Kasse ◇ Verkäuferin ◇ Besen ◇ Polizei ◇ Verhaftung [.essay:bitmark--] [%A25] [!Vortrag: Streaming gegen klassisches Fernsehen Sie nehmen an einem Seminar teil und sollen einen kurzen Vortrag halten. Anschließend beantworten Sie einige Fragen zu Ihrem Vortrag. Sie haben zehn Minuten Zeit, um sich vorzubereiten. Notieren Sie einige Stichpunkte. Strukturieren Sie Ihren Vortrag mit einer Einleitung, einem Hauptteil und einem Schluss. Sprechen Sie etwa vier Minuten. Die Notizen aus der Vorbereitungszeit können Sie verwenden.] **Thema: Bedeutet das wachsende Interesse der Zuschauer an Streamingdiensten wie Netflix das Ende des Fernsehens?** ◇ Beantworten Sie die Frage und begründen Sie Ihre Meinung. ◇ Beschreiben Sie Ihr eigenes Fernsehverhalten. ◇ Nennen Sie einige Punkte, die Fern- sehsender verbessern könnten, um mehr Zuschauer zu gewinnen. [.chapter] [###Geschichte und Politik] [@leave.subject:Geschichte und Politik] [.interview] [%A26] [!Beantworten Sie die folgenden Fragen.] === [%1] Interessieren Sie sich für Politik und Geschichte?[@shortAnswer] === [%2] Welche Ereignisse aus der Geschichte Ihres Heimatlandes sind für Sie besonders wichtig?[@shortAnswer] === [%3] Wie informieren Sie sich über geschichtliche und politische Ereignisse im In- und Ausland?[@shortAnswer] === [%4] Wo und in welcher Form haben Sie etwas vom Mauerfall und von der deutschen Wiedervereinigung gehört?[@shortAnswer] === [%5] Hatten der Mauerfall und die deutsche Wiedervereinigung eine Bedeutung für die politische Entwicklung in Ihrem Heimatland? Wenn ja, welche?[@shortAnswer] === [%6] Haben Sie eine Stadt bzw. eine Region in den neuen Bundesländern besucht? Wie waren Ihre Eindrücke?[@shortAnswer] === [.assignment:bitmark++&image] [%A27] [&image:https://docs.bitbook.education/bit-books/schubert/schubert_erkundungen_b2/web-resources/images/066-2b.jpg] [!Nachrichten, die um die Welt gingen] **Ein wichtiger Herbst in der deutschen Geschichte** **1989** fiel in Berlin die Mauer und mit ihr kurz darauf die DDR. Die Ereignisse in diesem wichtigen Herbst der deutschen Geschichte überschlugen sich: • Bereits im Sommer 1989 kam es zu einer Massenflucht von DDR-Bürgern über die tradi tionellen DDR-Urlaubsländer Ungarn und Tschechoslowakei. • Die Ungarn bauten die Befestigungen an ihrer Grenze zu Österreich ab, die Botschaft der Bundesrepublik Deutschland in Prag war in diesen Tagen der am dichtesten besiedelte Platz der Erde. Die Botschaftsflüchtlinge durften nach langen Verhandlungen des damaligen bundesdeutschen Außenministers mit Vertretern der DDR-Regierung mit dem Zug direkt in die Bundesrepublik ausreisen. • In der DDR konstituierten sich Oppositionsgruppen, die für eine Demokratisierung der DDR und gegen die Manipulationen der letzten Kommunalwahlen kämpften. • In Leipzig gingen die Teilnehmer am montäglichen Friedensgebet in der Nikolaikirche auf die Straße und protestierten mit dem Ruf „Wir sind das Volk“ gegen die Bevormundung durch den Staat. An diesen Montagsdemonstrationen nahmen Ende Oktober bereits 300 000 Menschen teil. • Der damalige Staats- und Parteichef Erich Honecker, der mit Gewalt gegen die Demonstranten vorgehen wollte, verlor die Unterstützung in den eigenen Reihen und wurde abgelöst. Sein Nachfolger versuchte, mit Zugeständnissen an die DDR-Bevölkerung die Situation im Land zu beruhigen, doch die Demonstrationen hatten sich inzwischen auf viele Städte ausgeweitet. • Am 9. November 1989 erklärte ein Pressesprecher auf einer im DDR-Fernsehen live übertragenen Pressekonferenz die Reisefreiheit von DDR-Bürgern ohne Visumszwang und nannte fälschlicherweise als Zeitpunkt „ab sofort“. • Am selben Abend strömten Tausende von DDR-Bürgern an die Grenzübergänge nach Westberlin. • Um 23.14 Uhr kapitulierte die DDR-Grenzpolizei vor dem Ansturm der Massen und öffnete einfach die Schlagbäume. Damit war die deutsch-deutsche Grenze Vergangenheit. • Anfang Dezember 1989 wurde die DDR-Führung von der eigenen Parteibasis entmachtet. Sie musste geschlossen zurücktreten. • Die neue Führung traf sich seit dem 7. Dezember mit Vertretern der Oppositionsgruppen am __Runden Tisch__. • Der __Runde Tisch__ beschloss die sofortige Auflösung des Ministeriums für Staatssicherheit und freie Wahlen für das Frühjahr 1990. • Am 3. Oktober 1990 wurde die Vereinigung der beiden deutschen Staaten vollzogen. |remark Wenn Sie noch mehr über deutsche Geschichte wissen wollen, dann empfehlen wir Ihnen im Internet www.deutschegeschichten.de und www.dhm.de/lemo. [.match] [%A28a] [!Textarbeit Suchen Sie zu den Verben das passende Nomen mit Artikel.] === [%◇]ausreisen == die Ausreise[@example] === [%1] verhandeln == die Verhandlung === [%2] protestieren == der Protest === [%3] unterstützen == die Unterstützung === [%4] demonstrieren == die Demonstration === [%5] flüchten == die Flucht === [%6] bevormunden == die Bevormundung === [%7] wählen == die Wahl === [%8] regieren == die Regierung === [%9] sich ereignen == das Ereignis === [.match-solution-grouped] [%A28b] [!Textarbeit Welche Nomen passen zu den Erklärungen? Ordnen Sie zu.] === 1. die offizielle diplomatische Vertretung eines Staates == die Botschaft === 2. etwas, das man jemandem nach einem Streit oder einer Verhandlung gibt oder erlaubt == das Zugeständnis === 3. das Recht, Informationen frei zu sammeln und zu verbreiten == die Pressefreiheit === 4. das Verfahren, bei dem Vertreter für ein politisches Amt bestimmt werden == die Wahl === 5. Linie, die zwei benachbarte Länder/Staaten voneinander trennt == die Grenze === 6. der Eintrag im Reisepass, mit dem erlaubt wird, in einen anderen Staat zu reisen == das Visum === [.multiple-choice-text:bitmark--] [%A29a] [!„Es wächst zusammen, was zusammengehört.“ Lesen Sie den Text. Welche Sätze passen in die Lücken 1 bis 6? Ein Satz passt nicht.] **Eine Einheit?** Sehen sich die Ost- und Westdeutschen nach drei Jahrzehnten Wiedervereinigung nun als eine Einheit? Diese Frage stellen sich die Politiker jedes Jahr am 3. Oktober, wenn der Jahrestag der deutschen Wiedervereinigung gefeiert wird. [%1][-Im Vergleich zu 2011 ist das aber ein deutlicher Fortschritt.][-Heute sind viele Menschen im Osten mit ihrer Umwelt zufrieden.][+Und jedes Jahr sind die Antworten ernüchternd.][-Die Folge sind verwahrloste und verwaiste Orte.][-Die Erfolge nach der Wiedervereinigung sind enorm.][-Auch einige ostdeutsche Großstädte zählen zu den Gewinnern.][-Aber es geht in kleinen Schritten in die richtige Richtung.] Nach einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa scheint sich Willy Brandts berühmter Satz: „Es wächst zusammen, was zusammengehört“, den er kurz nach dem Mauerfall geäußert hat, nicht so einfach in die Realität umsetzen zu lassen. [%2][-Im Vergleich zu 2011 ist das aber ein deutlicher Fortschritt.][-Heute sind viele Menschen im Osten mit ihrer Umwelt zufrieden.][-Und jedes Jahr sind die Antworten ernüchternd.][-Die Folge sind verwahrloste und verwaiste Orte.][-Die Erfolge nach der Wiedervereinigung sind enorm.][-Auch einige ostdeutsche Großstädte zählen zu den Gewinnern.][+Aber es geht in kleinen Schritten in die richtige Richtung.] Immerhin sagt nun schon jeder Zweite, die beiden Teile Deutschlands seien sich nähergekommen. Das bedeutet aber auch, die Hälfte der Deutschen sieht das nicht so, in den ostdeutschen Bundesländern sind es sogar 55 Prozent. [%3][+Im Vergleich zu 2011 ist das aber ein deutlicher Fortschritt.][-Heute sind viele Menschen im Osten mit ihrer Umwelt zufrieden.][-Und jedes Jahr sind die Antworten ernüchternd.][-Die Folge sind verwahrloste und verwaiste Orte.][-Die Erfolge nach der Wiedervereinigung sind enorm.][-Auch einige ostdeutsche Großstädte zählen zu den Gewinnern.][-Aber es geht in kleinen Schritten in die richtige Richtung.] Damals gaben 67 Prozent der Ostdeutschen an, dass es immer noch deutliche Unterschiede zwischen den alten und den neuen Bundesländern gebe. Große Differenzen sehen die Bürger vor allem bei der Verteilung des Wohlstands. Ein Beispiel dafür ist die Tatsache, dass nur sechs der 500 reichsten Deutschen in den neuen Bundesländern leben. Viele Regionen im Westen profitierten von der guten wirtschaftlichen Entwicklung. [%4][-Im Vergleich zu 2011 ist das aber ein deutlicher Fortschritt.][-Heute sind viele Menschen im Osten mit ihrer Umwelt zufrieden.][-Und jedes Jahr sind die Antworten ernüchternd.][-Die Folge sind verwahrloste und verwaiste Orte.][-Die Erfolge nach der Wiedervereinigung sind enorm.][+Auch einige ostdeutsche Großstädte zählen zu den Gewinnern.][-Aber es geht in kleinen Schritten in die richtige Richtung.] Verlierer sind die ländlichen Gebiete im Osten des Landes, die von überdurchschnittlich hoher Arbeitslosigkeit und der Abwanderung junger Familien geprägt sind. [%5][-Im Vergleich zu 2011 ist das aber ein deutlicher Fortschritt.][-Heute sind viele Menschen im Osten mit ihrer Umwelt zufrieden.][-Und jedes Jahr sind die Antworten ernüchternd.][+Die Folge sind verwahrloste und verwaiste Orte.][-Die Erfolge nach der Wiedervereinigung sind enorm.][-Auch einige ostdeutsche Großstädte zählen zu den Gewinnern.][-Aber es geht in kleinen Schritten in die richtige Richtung.] Einen positiven Effekt hatte die Wiedervereinigung auf die Umwelt in Ostdeutschland. Weil die Führung in der DDR die Chemieindustrie förderte und sich gleichzeitig nicht um die ökologischen Aspekte kümmerte, litten die Menschen und die Landschaft jahrzehntelang unter Giften und Abgasen. [%6][-Im Vergleich zu 2011 ist das aber ein deutlicher Fortschritt.][+Heute sind viele Menschen im Osten mit ihrer Umwelt zufrieden.][-Und jedes Jahr sind die Antworten ernüchternd.][-Die Folge sind verwahrloste und verwaiste Orte.][-Die Erfolge nach der Wiedervereinigung sind enorm.][-Auch einige ostdeutsche Großstädte zählen zu den Gewinnern.][-Aber es geht in kleinen Schritten in die richtige Richtung.] Hoffnung für die Zukunft geben auch die jungen Leute, die immerhin zu 67 Prozent den Einheitsgedanken bejahen. [@reference: Nach: Badische Zeitung, 2.10.2017] [.match] [%A29b] [!„Es wächst zusammen, was zusammengehört.“ Welches Verb passt? Ordnen Sie zu.] === [%1]sich als eine Einheit == [%c]sehen[@example] === [%2]sich eine Frage == [%g]stellen === [%3]etwas in die Realität == [%f]umsetzen === [%4]unter Giften und Abgasen == [%d]leiden === [%5]einen positiven Effekt == [%a]haben === [%6]zu den Gewinnern == [%b]zählen === [%7]sich nicht um ökologische Aspekte == [%e]kümmern === [.essay] [%A30a] [!Veränderungen beschreiben Beschreiben Sie die folgenden Umfrageergebnisse.] ||add images-not found|| [.essay:bitmark++] [%A30b] [!Veränderungen beschreiben Beschreiben Sie, was sich in Ihrem Heimatland in den letzten Jahren verbessert oder verschlechtert hat. Nennen Sie Beispiele.] ◇ Arbeitsmöglichkeiten ◇ Sicherheit des Arbeitsplatzes ◇ Verhältnis der Bevölkerung zur Regierung ◇ der Schutz der Umwelt ◇ der Zustand von Straßen und Gebäuden ◇ die Verkehrssituation ◇ die Wohnbedingungen ◇ die Gesundheitsversorgung ◇ die Entwicklungschancen für junge Leute ◇ das Bildungssystem ◇ die Sicherheit der Bürger ◇ das Angebot an Waren und Dienstleistungen ◇ die Kaufkraft der Bevölkerung (Gehälter/Preise für Waren) |remark:Eine Entwicklung beschreiben ◇ ... hat sich verbessert/hat eine positive Entwicklung genommen/hat sich in eine positive Richtung entwickelt. ◇ Eine erfreuliche Tendenz ist ... zu verzeichnen. ◇ In/Bei ... gibt es Fortschritte. ◇ ... ist gleich geblieben/hat stagniert. ◇ Es ist noch keine Tendenz sichtbar/absehbar. ◇ ... hat sich verschlechtert/entwickelt sich in eine negative Richtung/weist negative Tendenzen auf. ◇ Ein Rückschritt ist erkennbar bei ... ◇ Die Lage ist besonders gut/denkbar schlecht ... [.assignment:bitmark--] [%A31a] [!Über eine Information sprechen Lesen Sie die folgende Information] **Steigendes politisches Interesse bei Jugendlichen** Die neue __Shell__ Jugendstudie belegt ein ansteigendes politisches Interesse bei Jugendlichen in Deutschland. Während sich im Jahr 2002 nur 30 Prozent der Jugendlichen als politisch interessiert bezeichneten, ist der Prozentsatz im Jahr 2015 auf 41 Prozent angestiegen. Das bedeutet aber auch, dass die Anzahl der politisch desinteressierten Jugendlichen mit 59 Prozent noch immer eine deutliche Mehrheit bildet. Die Politikverdrossenheit erklären die Studienautoren vor allem mit dem geringen Vertrauen gegenüber Parteien und Politikern. Der Aussage „Politiker kümmern sich nicht darum, was Leute wie ich denken“ stimmen sogar 69 Prozent der Jugendlichen zwischen 15 und 25 Jahren zu. [.essay:bitmark--] [%A31b] [!Über eine Information sprechen Geben Sie Thema und Inhalt des Artikels wieder. Nehmen Sie persönlich Stellung zu den folgenden Punkten. Sprechen Sie ungefähr drei Minuten.] 1. Welche Ursachen könnte das wieder ansteigende Interesse von Jugendlichen an Politik in Deutschland haben? 2. Wie ist das Interesse an Politik in Ihrem Heimatland im Allgemeinen und bei Jugendlichen? 3. Sollte man sich Ihrer Meinung nach für Politik interessieren? **Steigendes politisches Interesse bei Jugendlichen** Die neue __Shell__ Jugendstudie belegt ein ansteigendes politisches Interesse bei Jugendlichen in Deutschland. Während sich im Jahr 2002 nur 30 Prozent der Jugendlichen als politisch interessiert bezeichneten, ist der Prozentsatz im Jahr 2015 auf 41 Prozent angestiegen. Das bedeutet aber auch, dass die Anzahl der politisch desinteressierten Jugendlichen mit 59 Prozent noch immer eine deutliche Mehrheit bildet. Die Politikverdrossenheit erklären die Studienautoren vor allem mit dem geringen Vertrauen gegenüber Parteien und Politikern. Der Aussage „Politiker kümmern sich nicht darum, was Leute wie ich denken“ stimmen sogar 69 Prozent der Jugendlichen zwischen 15 und 25 Jahren zu. ||change instr to written? || [.cloze-solution-grouped:bitmark++&image] [%A32a] [&image:https://docs.bitbook.education/bit-books/schubert/schubert_erkundungen_b2/web-resources/images/065-1b.png][@caption: Willy Brandt: Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland von 1969 bis 1974] [!Geschichtskenntnisse Ergänzen Sie in dem Text die fehlenden Nomen.] **Als Willy Brandt die DDR regierte ...** Eine Studie kommt zu dem [_Schluss][@example]: Die [_Kenntnisse][%1] von westdeutschen Schülern über die ehemalige DDR sind oft erschreckend. Über zwei Jahrzehnte nach der deutschen Wiedervereinigung weist das Wissen über die ehemalige DDR bei einer [_Untersuchung][%2] unter Schülern in Nordrhein-Westfalen erhebliche [_Lücken][%3] auf. Auf die Frage, von wem 1961 die Berliner Mauer errichtet wurde, antwortete ein Teil der Schüler: von den Alliierten. Nur drei von zehn Schülern waren in der [_Lage][%4], den Mauerbau exakt zu beschreiben. Doch das Entsetzen der Wissenschaftler fand kein Ende, denn bei der Einordnung berühmter [_Persönlichkeiten][%5] hielten zwei Drittel der Befragten den ehemaligen Bundeskanzler Ludwig Erhard für einen Politiker der DDR. Eine [_Minderheit][%6] behauptete sogar, die Bundeskanzler Willy Brandt und Konrad Adenauer seien Politiker der DDR gewesen. Die [_Hälfte][%7] der Befragten wusste nicht, dass die Regierung in der DDR nicht frei gewählt wurde. Von den Schulen sei nun gefordert, sagt der Historiker Prof. Schröder, der deutschen Zeitgeschichte einen größeren [_Stellenwert][%8] beizumessen und sich viel intensiver mit dem [_Thema][%9] DDR auseinanderzusetzen. |remark **Lesetipp**: G. Schöllgen: Willy Brandt – Eine Biographie. Propyläen-Verlag Berlin [.essay:bitmark--] [%A32b] [!Geschichtskenntnisse Fassen Sie den Text in drei bis vier Sätzen zusammen.] **Als Willy Brandt die DDR regierte ...** Eine Studie kommt zu dem Schluss: Die Kenntnisse von westdeutschen Schülern über die ehemalige DDR sind oft erschreckend. Über zwei Jahrzehnte nach der deutschen Wiedervereinigung weist das Wissen über die ehemalige DDR bei einer Untersuchung unter Schülern in Nordrhein-Westfalen erhebliche Lücken auf. Auf die Frage, von wem 1961 die Berliner Mauer errichtet wurde, antwortete ein Teil der Schüler: von den Alliierten. Nur drei von zehn Schülern waren in der Lage, den Mauerbau exakt zu beschreiben. Doch das Entsetzen der Wissenschaftler fand kein Ende, denn bei der Einordnung berühmter Persönlichkeiten hielten zwei Drittel der Befragten den ehemaligen Bundeskanzler Ludwig Erhard für einen Politiker der DDR. Eine Minderheit behauptete sogar, die Bundeskanzler Willy Brandt und Konrad Adenauer seien Politiker der DDR gewesen. Die Hälfte der Befragten wusste nicht, dass die Regierung in der DDR nicht frei gewählt wurde. Von den Schulen sei nun gefordert, sagt der Historiker Prof. Schröder, der deutschen Zeitgeschichte einen größeren Stellenwert beizumessen und sich viel intensiver mit dem Thema DDR auseinanderzusetzen. [.interview] [%A32c] [!Geschichtskenntnisse Berichten Sie.] === 1. Haben Sie sich in Ihrer Schulzeit für Geschichte interessiert?[@shortAnswer] === 2. Wie beurteilen Sie Ihren Geschichtsunterricht in der Schule?[@shortAnswer] === [.assignment:bitmark--] [%A33] [!Lesen Sie zum Schluss noch ein paar Lebensweisheiten von klugen Leuten. Sagen Sie Ihre Meinung dazu. ] Je öfter sich ein Politiker widerspricht, desto größer ist er. __(Friedrich Dürrenmatt)__ Es wird niemals so viel gelogen wie vor der Wahl, während des Krieges und nach der Jagd. __(Otto von Bismarck)__ Die Weltgeschichte ist die Summe dessen, was vermeidbar gewesen wäre. __(Konrad Adenauer)__ In der Politik ist es wie in der Mathematik. Alles, was nicht ganz richtig ist, ist falsch. __(Edward Kennedy)__ Je weniger die Leute davon wis- sen, wie Würste und Gesetze gemacht werden, desto besser schlafen sie. __(Otto von Bismarck)__ [.chapter] [##Teil B] [.article:bitmark--] Die Texte und Aufgaben in diesem **fakultativen Teil B** stellen ein Angebot für Lerner und Lerngruppen dar, die ihre sprachlichen Fähigkeiten zusätzlich erweitern möchten. [.chapter] [###Kriminalität] [@leave.subject:Kriminalität] [.essay:bitmark--&image] [%B1] [!Lesen Sie den folgenden Text und beschreiben Sie die Grafik.] ||add image- not found|| **Die gefährlichsten Städte Deutschlands** Weltweit haben sich die Menschen in Berlin verliebt. Die Hauptstadt an der Spree gilt als cool und äußerst attraktiv – auch für Verbrecher. Der Stadtstaat Berlin führt nämlich die Kriminalitätsrangliste der Bundesländer an. Im Großstadtvergleich sind nur Frankfurt/Main und Köln unsicherer. Das geht aus der neuen Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) hervor. Die Kriminalität in Deutschland bleibt laut Statistik auf einem hohen Niveau. Vor allem Eigentumsdelikte wie Wohnungseinbrüche, Auto- und Taschendiebstähle nehmen deutlich zu. Vergleicht man die Bundesländer miteinander, schneiden die Stadtstaaten wie Berlin, Hamburg und Bremen schlecht ab. Das ist kein überraschendes Ergebnis, sondern vielmehr seit Jahren bestehende Kriminalitätsverteilung. In Städten lebt es sich gefährlicher als auf dem Land. Vergleicht man die Städte mit mehr als 200 000 Einwohnern miteinander, liegt Berlin auf Platz drei der Verbrecherhochburgen. Die gefährlichste Stadt ist wie schon in den Vorjahren Frankfurt mit 16 000 Verbrechen je 100 000 Einwohner. In München wurden im vorigen Jahr nur knapp 7 400 Straftaten gezählt, das ist weniger als die Hälfte. Besonders besorgniserregend ist der bundesweite Trend zu mehr Eigentumsdelikten. Diebstähle machen inzwischen einen Anteil von 40 Prozent an den Gesamtfällen aus. Deutlich angezogen haben Taschendiebstahl und Wohnungseinbruchsdiebstahl. Alarmierend ist dabei, dass es im letzten Jahr einerseits deutlich mehr Diebstähle als in den vergangenen 15 Jahren gab und dass andererseits die Aufklärungsquote ihren schlechtesten Wert seit Mitte der 1990er-Jahre erreichte. Mehr als 80 Prozent der Diebe bleiben unerkannt. Die Polizeistatistik beleuchtet aber nicht nur die Deliktfelder, sondern auch die Täter. Bemerkenswert ist dabei die Tatsache, dass die sogenannten „grauen Ganoven“ ein Problem geworden sind. Der demografische Wandel spiegelt sich auch in der Kriminalstatistik wider. Mit der alternden Gesellschaft wächst die Zahl der älteren Straftäter. Fachleute sprechen von „Ü-60-Gangstern“, also rüstigen Senioren, die über 60 Jahre alt sind. Die Altersgruppe stellt inzwischen 7,4 Prozent aller Tatverdächtigen, also gut 150 000 Personen. Davon waren fast 48 000 zwischen 70 und 80 Jahre alt. [@reference: Das sind die gefährlichsten Städte Deutschlands. DIE WELT online, 2.6.2014 (Manuel Bewarder/Martin Lutz) In: https://www.welt.de/politik/] [.assignment&article:bitmark--] [%B2a] [!Textarbeit und Wortschatz Geben Sie den Inhalt des Textes mündlich wieder.] Was sagt die Kriminalitätsstatistik über: 1. Orte 2. Delikte 3. Tätergruppen [?Beispielsätze 1. Die Stadt mit den meisten Verbrechen ist Frankfurt am Main, gefolgt von Köln und Berlin. In München gibt es nur halb so viele Straftaten. Im Vergleich der einzelnen Bundesländer schneiden die Stadtstaaten wie Berlin, Hamburg und Bremen schlecht ab. Berlin gilt als gefährlichster Stadtstaat. Insgesamt ist es in der Stadt gefährlicher als auf dem Land. 2. Vor allem die Eigentumsdelikte wie Wohnungseinbrüche, Auto- und Taschen- diebstähle nehmen deutlich zu. Der bundesweite Trend zu mehr Diebstählen ist besorgniserregend. Leider bleiben mehr als 80 Prozent der Diebe unerkannt. 3. Die Polizeistatistik verzeichnet eine Zunahme der sogenannten „grauen Ganoven“, das heißt, die Zahl der älteren Straftäter ist auf 7,4 Prozent aller Tatverdächtigen angewachsen. Fachleute sprechen von „Ü-60-Gangstern“.] [&article: **Die gefährlichsten Städte Deutschlands** Weltweit haben sich die Menschen in Berlin verliebt. Die Hauptstadt an der Spree gilt als cool und äußerst attraktiv – auch für Verbrecher. Der Stadtstaat Berlin führt nämlich die Kriminalitätsrangliste der Bundesländer an. Im Großstadtvergleich sind nur Frankfurt/Main und Köln unsicherer. Das geht aus der neuen Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) hervor. Die Kriminalität in Deutschland bleibt laut Statistik auf einem hohen Niveau. Vor allem Eigentumsdelikte wie Wohnungseinbrüche, Auto- und Taschendiebstähle nehmen deutlich zu. Vergleicht man die Bundesländer miteinander, schneiden die Stadtstaaten wie Berlin, Hamburg und Bremen schlecht ab. Das ist kein überraschendes Ergebnis, sondern vielmehr seit Jahren bestehende Kriminalitätsverteilung. In Städten lebt es sich gefährlicher als auf dem Land. Vergleicht man die Städte mit mehr als 200 000 Einwohnern miteinander, liegt Berlin auf Platz drei der Verbrecherhochburgen. Die gefährlichste Stadt ist wie schon in den Vorjahren Frankfurt mit 16 000 Verbrechen je 100 000 Einwohner. In München wurden im vorigen Jahr nur knapp 7 400 Straftaten gezählt, das ist weniger als die Hälfte. Besonders besorgniserregend ist der bundesweite Trend zu mehr Eigentumsdelikten. Diebstähle machen inzwischen einen Anteil von 40 Prozent an den Gesamtfällen aus. Deutlich angezogen haben Taschendiebstahl und Wohnungseinbruchsdiebstahl. Alarmierend ist dabei, dass es im letzten Jahr einerseits deutlich mehr Diebstähle als in den vergangenen 15 Jahren gab und dass andererseits die Aufklärungsquote ihren schlechtesten Wert seit Mitte der 1990er-Jahre erreichte. Mehr als 80 Prozent der Diebe bleiben unerkannt. Die Polizeistatistik beleuchtet aber nicht nur die Deliktfelder, sondern auch die Täter. Bemerkenswert ist dabei die Tatsache, dass die sogenannten „grauen Ganoven“ ein Problem geworden sind. Der demografische Wandel spiegelt sich auch in der Kriminalstatistik wider. Mit der alternden Gesellschaft wächst die Zahl der älteren Straftäter. Fachleute sprechen von „Ü-60-Gangstern“, also rüstigen Senioren, die über 60 Jahre alt sind. Die Altersgruppe stellt inzwischen 7,4 Prozent aller Tatverdächtigen, also gut 150 000 Personen. Davon waren fast 48 000 zwischen 70 und 80 Jahre alt.] [@reference: Das sind die gefährlichsten Städte Deutschlands. DIE WELT online, 2.6.2014 (Manuel Bewarder/Martin Lutz) In: https://www.welt.de/politik/] [.interview&article:bitmark--] [%B2b] [!Textarbeit und Wortschatz Beantworten Sie die folgenden Fragen.] === [%1] Was hat Sie an den Ergebnissen der Kriminalstatistik überrascht? Was haben Sie erwartet?[@shortAnswer] === [%2] Welche Stadt gilt als die gefährlichste in Ihrem Heimatland? Recherchieren Sie im Internet.[@shortAnswer] === [%3] Welche Tendenzen gibt es in Ihrem Heimatland bezüglich der Delikte und Tätergruppen?[@shortAnswer] === [&article: **Die gefährlichsten Städte Deutschlands** Weltweit haben sich die Menschen in Berlin verliebt. Die Hauptstadt an der Spree gilt als cool und äußerst attraktiv – auch für Verbrecher. Der Stadtstaat Berlin führt nämlich die Kriminalitätsrangliste der Bundesländer an. Im Großstadtvergleich sind nur Frankfurt/Main und Köln unsicherer. Das geht aus der neuen Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) hervor. Die Kriminalität in Deutschland bleibt laut Statistik auf einem hohen Niveau. Vor allem Eigentumsdelikte wie Wohnungseinbrüche, Auto- und Taschendiebstähle nehmen deutlich zu. Vergleicht man die Bundesländer miteinander, schneiden die Stadtstaaten wie Berlin, Hamburg und Bremen schlecht ab. Das ist kein überraschendes Ergebnis, sondern vielmehr seit Jahren bestehende Kriminalitätsverteilung. In Städten lebt es sich gefährlicher als auf dem Land. Vergleicht man die Städte mit mehr als 200 000 Einwohnern miteinander, liegt Berlin auf Platz drei der Verbrecherhochburgen. Die gefährlichste Stadt ist wie schon in den Vorjahren Frankfurt mit 16 000 Verbrechen je 100 000 Einwohner. In München wurden im vorigen Jahr nur knapp 7 400 Straftaten gezählt, das ist weniger als die Hälfte. Besonders besorgniserregend ist der bundesweite Trend zu mehr Eigentumsdelikten. Diebstähle machen inzwischen einen Anteil von 40 Prozent an den Gesamtfällen aus. Deutlich angezogen haben Taschendiebstahl und Wohnungseinbruchsdiebstahl. Alarmierend ist dabei, dass es im letzten Jahr einerseits deutlich mehr Diebstähle als in den vergangenen 15 Jahren gab und dass andererseits die Aufklärungsquote ihren schlechtesten Wert seit Mitte der 1990er-Jahre erreichte. Mehr als 80 Prozent der Diebe bleiben unerkannt. Die Polizeistatistik beleuchtet aber nicht nur die Deliktfelder, sondern auch die Täter. Bemerkenswert ist dabei die Tatsache, dass die sogenannten „grauen Ganoven“ ein Problem geworden sind. Der demografische Wandel spiegelt sich auch in der Kriminalstatistik wider. Mit der alternden Gesellschaft wächst die Zahl der älteren Straftäter. Fachleute sprechen von „Ü-60-Gangstern“, also rüstigen Senioren, die über 60 Jahre alt sind. Die Altersgruppe stellt inzwischen 7,4 Prozent aller Tatverdächtigen, also gut 150 000 Personen. Davon waren fast 48 000 zwischen 70 und 80 Jahre alt.] [@reference: Das sind die gefährlichsten Städte Deutschlands. DIE WELT online, 2.6.2014 (Manuel Bewarder/Martin Lutz) In: https://www.welt.de/politik/] [.mark:bitmark--] [%B2c] [!Textarbeit und Wortschatz Markieren und notieren Sie alle Wörter und Wendungen des Textes, die mit Kriminalität zu tun haben.] Verbrecher, Kriminalitätsrangliste, ... **Die gefährlichsten Städte Deutschlands** Weltweit haben sich die Menschen in Berlin verliebt. Die Hauptstadt an der Spree gilt als cool und äußerst attraktiv – auch für ['Verbrecher][@mark:green]. Der Stadtstaat Berlin führt nämlich die ['Kriminalitätsrangliste][@mark:green] der Bundesländer an. Im Großstadtvergleich sind nur Frankfurt/Main und Köln unsicherer. Das geht aus der neuen ['Polizeilichen Kriminalstatistik][@mark:green] (PKS) hervor. ['Die Kriminalität][@mark:green] in Deutschland bleibt laut Statistik auf einem hohen Niveau. Vor allem ['Eigentumsdelikte wie Wohnungseinbrüche][@mark:green], ['Auto- und Taschendiebstähle][@mark:green] nehmen deutlich zu. Vergleicht man die Bundesländer miteinander, schneiden die Stadtstaaten wie Berlin, Hamburg und Bremen schlecht ab. Das ist kein überraschendes Ergebnis, sondern vielmehr seit Jahren bestehende ['Kriminalitätsverteilung][@mark:green]. In Städten lebt es sich gefährlicher als auf dem Land. Vergleicht man die Städte mit mehr als 200 000 Einwohnern miteinander, liegt Berlin auf Platz drei der ['Verbrecherhochburgen][@mark:green]. Die gefährlichste Stadt ist wie schon in den Vorjahren Frankfurt mit 16 000 ['Verbrechen][@mark:green] je 100 000 Einwohner. In München wurden im vorigen Jahr nur knapp 7 400 ['Straftaten][@mark:green] gezählt, das ist weniger als die Hälfte. Besonders besorgniserregend ist der bundesweite Trend zu mehr Eigentumsdelikten. ['Diebstähle][@mark:green] machen inzwischen einen Anteil von 40 Prozent an den Gesamtfällen aus. Deutlich angezogen haben ['Taschendiebstahl][@mark:green] und ['Wohnungseinbruchsdiebstahl][@mark:green]. Alarmierend ist dabei, dass es im letzten Jahr einerseits deutlich mehr Diebstähle als in den vergangenen 15 Jahren gab und dass andererseits die ['Aufklärungsquote][@mark:green] ihren schlechtesten Wert seit Mitte der 1990er-Jahre erreichte. Mehr als 80 Prozent der ['Diebe][@mark:green] bleiben unerkannt. Die ['Polizeistatistik][@mark:green] beleuchtet aber nicht nur die ['Deliktfelder][@mark:green], sondern auch ['die Täter][@mark:green]. Bemerkenswert ist dabei die Tatsache, dass ['die sogenannten „grauen Ganoven“][@mark:green] ein Problem geworden sind. Der demografische Wandel spiegelt sich auch in der Kriminalstatistik wider. Mit der alternden Gesellschaft wächst die Zahl der ['älteren Straftäter][@mark:green]. Fachleute sprechen von ['„Ü-60-Gangstern“][@mark:green], also rüstigen Senioren, die über 60 Jahre alt sind. Die Altersgruppe stellt inzwischen 7,4 Prozent aller ['Tatverdächtigen][@mark:green], also gut 150 000 Personen. Davon waren fast 48 000 zwischen 70 und 80 Jahre alt. || not found - die Gruppe der Täter|| [.match:bitmark--] [%B2d] [!Textarbeit und Wortschatz Bilden Sie aus den vorgegebenen Wörtern Sätze. Achten Sie auf eventuell fehlende Präpositionen, den richtigen Kasus und die angegebene Zeitform.] === [%◇] die neue Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) – hervorgehen, dass – der Stadtstaat Berlin – die Kriminalitätsrangliste der Bundesländer – anführen __(Präsens)__ == Aus der neuen Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) geht hervor, dass der Stadtstaat Berlin die Kriminalitätsrangliste der Bundesländer anführt.][@example][@longAnswer] === [%1] die Kriminalität – Deutschland – Statistik – ein hohes Niveau – bleiben __(Präsens)__ == Die Kriminalität in Deutschland bleibt laut Statistik/nach der Statistik auf einem hohen Niveau. === [%2] die gefährlichste Stadt – wie schon – Vorjahre – Frankfurt – ist __(Präsens)__ == Die gefährlichste Stadt ist wie schon in den Vorjahren Frankfurt. === [%3] vor allem die Eigentumsdelikte – deutlich – zunehmen __(Perfekt)__ == Vor allem die Eigentumsdelikte haben deutlich zugenommen. === [%4] Städte – man – generell gefährlicher – leben – Land __(Präsens)__ == In Städten lebt man generell gefährlicher als auf dem Land. === [%5] der bundesweite Trend – mehr Eigentumsdelikte – besonders besorgniserregend sein __(Präsens)__ == Der bundesweite Trend zu mehr Eigentumsdelikten ist besonders besorgniserregend. === [%6] die Aufklärungsquote – der schlechteste Wert – Mitte der 1990er-Jahre – erreichen (Präteritum) == Die Aufklärungsquote erreichte den schlechtesten Wert seit Mitte der 1990er-Jahre. === [%7] interessanterweise – die Zahl der älteren Straftäter – steigen __(Perfekt)__ == Interessanterweise ist die Zahl der älteren Straftäter gestiegen. === [%8] Fachleute – „Ü-60-Gangster“ – sprechen __(Präsens)__ == Fachleute sprechen von „Ü-60-Gangstern“. === [.cloze:bitmark--] [%B3] [!Ergänzen Sie die fehlenden Verben in der Anzeige.] __Strafanzeige gegen unbekannt__ Gestern wurde mir auf dem S-Bahnhof Schöneweide meine Brieftasche [_entwendet][_gestohlen] und ich möchte Ihnen kurz den Tathergang [_schildern][_beschreiben]. Ich [_kaufte] mir am Schalter um 12.45 Uhr eine Fahrkarte, die ich zusammen mit meiner Brieftasche in meine Handtasche [_steckte]. Anschließend [_verschloss] ich die Handtasche mit dem Reißverschluss. Beim Einsteigen in die S-Bahn (12.53 Uhr) [_stieß][_rempelte] mich plötzlich jemand von hinten an. Als ich mich umdrehte, sah ich eine Person mit einer gelben Jacke zum Ausgang [_rennen][_laufen][_hasten][_eilen]. Weitere Angaben zu dieser Person kann ich leider nicht [_machen]. Als der Schaffner [_kam], ich, dass meine Brieftasche [_fehlte]. Die Brieftasche [_enthielt]: meinen Führerschein, meine Autozulassungspapiere für einen Suzuki Swift 2.0 B-LA3470, meine Versicherungskarte, 253 Euro in bar, meine EC-Karte und eine Kreditkarte (Visa). [.interview:bitmark--] [%B4] [!Überlegen Sie sich einen Vorfall und erstatten Sie selbst Strafanzeige gegen unbekannt.] (Vorname, Nachname) (Straße, Hausnummer) (Postleitzahl, Ort) (Telefonnummer) An die Staatsanwaltschaft (Straße, Hausnummer) (Postleitzahl, Ort) (Ort, Datum) __Strafanzeige gegen unbekannt__ === Sehr geehrte Damen und Herren, folgenden Vorfall möchte ich zur Anzeige bringen: === Bitte nehmen Sie die Ermittlungen auf und teilen Sie mir das Aktenzeichen mit, unter dem der Vorgang bearbeitet wird. Mit freundlichen Grüßen === [!(Vorname, Nachname)][@shortAnswer] ||it doesn\t show up right, interview slot between text lines|| === [.assignment:bitmark++&image] [%B5] [&image:https://docs.bitbook.education/bit-books/schubert/schubert_erkundungen_b2/web-resources/images/businessman_holding_euros_uid-sw-dunkler.jpg] [!Kriminalität in Wirtschaft und Politik Lesen Sie den folgenden Text.] **Korruption – alltägliches Geschäft im Schatten** Politik und Korruption – zu diesem Thema fallen vielen nur Sprüche ein wie: „Wenn einer dir etwas in die rechte Tasche steckt, so halte ihm auch die linke hin.“ Und in der Tat: Deutschen Firmen und Politikern wurde es nicht schwer gemacht, denn bis vor einigen Jahren konnten Firmen ==Bestechungsgelder==(@note:Bestechungsgelder = Gelder, die ausgegeben werden, um sich auf rechtswidrigem Wege einen Vorteil zu verschaffen) sogar steuerlich absetzen: „Zur Erlangung eines dienstlichen Geheimnisses habe ich 150 Euro an einen Mitarbeiter der Kommunalverwaltung Potsdam gezahlt. Ich bitte um ==steuerliche Berücksichtigung==(@note:steuerliche Berücksichtigung finden/etwas steuerlich absetzen = den ausgegebenen Betrag ganz oder teilweise von der Steuer/dem Staat zurückerstattet bekommen).“ Diese fingierte Erklärung schickte die Organisation __Transparency International (TI)__, die den weltweiten Kampf gegen die Korruption angetreten hat, an das Finanzamt. Die Finanzbeamten berücksichtigten die Ausgaben unter „sonstige Werbekosten“. Korruption ist Missbrauch von Macht zu privatem Nutzen, so lautet die Definition von TI, sie untergräbt ====(@note:die gesellschaftliche Integrität untergraben = zerstören) die gesellschaftliche Integrität und verstärkt die Armut. Großaufträge würden nicht wegen des besten Preis-Leistungs-Verhältnisses vergeben, sondern nach der Höhe der Bestechungsgelder. Laut Bundeskriminalamt gelten als Schwerpunkte der Korruption in Deutschland: die Vergabe öffentlicher Aufträge und im Bereich der Leistungsverwaltung die Erteilung von Arbeits-, Aufenthalts- oder Fahrerlaubnissen. Bei der Bewertung des Phänomens Korruption ist aber nicht allein der materielle Schaden entscheidend. Schlimmer ist, dass die Bevölkerung allmählich das Vertrauen in die staatliche Verwaltung verliert. Der ehemalige Präsident des Bundeskriminalamtes verwies vor Kurzem auf die Höhe der Dunkelziffer in diesem Deliktbereich. „Zu jedem Korrumpierten gehört auch ein Korrumpierender, das heißt, bei der Korruption gibt es nur Täter, keine unmittelbaren Opfer. Die Ermittler stoßen daher meist auf eine Mauer des Schweigens.“ Mit einem Gesetz zur „Informationsfreiheit“ bemüht sich die Regierung in Berlin, mehr Transparenz in die Arbeit der Behörden zu bringen. Bürger erhalten damit einen Zugang zu allen amtlichen Informationen. Das Modell des „gläsernen Staates“ kann ein Anfang zur stärkeren Bekämpfung der Korruption sein. [@reference: Korruption. Rheinische Post, 18.8.2001] [.interview:bitmark++] [%B6a] [!Textarbeit Geben Sie den Inhalt des Textes zu den folgenden Punkten mit eigenen Worten wieder:] === [%1]die Schwerpunkte der Korruption in Deutschland[@shortAnswer] [$Als Schwerpunkte der Korruption werden die Vergabe von öffentlichen Aufträgen und die Erteilung von Arbeits-, Fahr- und Aufenthaltserlaubnissen genannt.] === [%2] die Situation der Polizei[@shortAnswer] [$Die Ermittler haben es schwer, weil es eigentlich keine Opfer gibt, sondern nur Täter. Es will keiner aussagen. Alle schweigen.] === [%3] die Folgen für den Staat[@shortAnswer] [$Der Staat erleidet einen Vertrauensverlust in/ bei der Bevölkerung.] === [%4] die Bemühungen der Regierun[@shortAnswer] [$Den Bürgern soll es ermöglicht werden, amtliche Informationen zu erhalten. Damit werden Vorgänge wie z. B. Ausschreibungen öffentlich. (o. Ä.)] === **Korruption – alltägliches Geschäft im Schatten** Politik und Korruption – zu diesem Thema fallen vielen nur Sprüche ein wie: „Wenn einer dir etwas in die rechte Tasche steckt, so halte ihm auch die linke hin.“ Und in der Tat: Deutschen Firmen und Politikern wurde es nicht schwer gemacht, denn bis vor einigen Jahren konnten Firmen ==Bestechungsgelder==(@note:Bestechungsgelder = Gelder, die ausgegeben werden, um sich auf rechtswidrigem Wege einen Vorteil zu verschaffen) sogar steuerlich absetzen: „Zur Erlangung eines dienstlichen Geheimnisses habe ich 150 Euro an einen Mitarbeiter der Kommunalverwaltung Potsdam gezahlt. Ich bitte um ==steuerliche Berücksichtigung==(@note:steuerliche Berücksichtigung finden/etwas steuerlich absetzen = den ausgegebenen Betrag ganz oder teilweise von der Steuer/dem Staat zurückerstattet bekommen).“ Diese fingierte Erklärung schickte die Organisation __Transparency International (TI)__, die den weltweiten Kampf gegen die Korruption angetreten hat, an das Finanzamt. Die Finanzbeamten berücksichtigten die Ausgaben unter „sonstige Werbekosten“. Korruption ist Missbrauch von Macht zu privatem Nutzen, so lautet die Definition von TI, sie untergräbt ====(@note:die gesellschaftliche Integrität untergraben = zerstören) die gesellschaftliche Integrität und verstärkt die Armut. Großaufträge würden nicht wegen des besten Preis-Leistungs-Verhältnisses vergeben, sondern nach der Höhe der Bestechungsgelder. Laut Bundeskriminalamt gelten als Schwerpunkte der Korruption in Deutschland: die Vergabe öffentlicher Aufträge und im Bereich der Leistungsverwaltung die Erteilung von Arbeits-, Aufenthalts- oder Fahrerlaubnissen. Bei der Bewertung des Phänomens Korruption ist aber nicht allein der materielle Schaden entscheidend. Schlimmer ist, dass die Bevölkerung allmählich das Vertrauen in die staatliche Verwaltung verliert. Der ehemalige Präsident des Bundeskriminalamtes verwies vor Kurzem auf die Höhe der Dunkelziffer in diesem Deliktbereich. „Zu jedem Korrumpierten gehört auch ein Korrumpierender, das heißt, bei der Korruption gibt es nur Täter, keine unmittelbaren Opfer. Die Ermittler stoßen daher meist auf eine Mauer des Schweigens.“ Mit einem Gesetz zur „Informationsfreiheit“ bemüht sich die Regierung in Berlin, mehr Transparenz in die Arbeit der Behörden zu bringen. Bürger erhalten damit einen Zugang zu allen amtlichen Informationen. Das Modell des „gläsernen Staates“ kann ein Anfang zur stärkeren Bekämpfung der Korruption sein. [@reference: Korruption. Rheinische Post, 18.8.2001] [.cloze] [%B6b] [!Textarbeit Ergänzen Sie die fehlenden Präpositionen.] 1. Korruption ist Missbrauch [_von] Macht [_zu] privatem Nutzen. 2. Großaufträge würden nicht [_wegen][_aufgrund] des besten Preis-Leistungs-Verhältnisses vergeben. 3. [_Laut] Bundeskriminalamt gilt die Vergabe öffentlicher Aufträge [_als] Schwerpunkt der Korruption. 4. Die Bevölkerung verliert allmählich das Vertrauen [_in] die staatliche Verwaltung. 5. Der ehemalige Präsident des Bundeskriminalamtes verwies [_vor] Kurzem [_auf] die Höhe der Dunkelziffer [_in] diesem Deliktbereich. 6. Die Ermittler stoßen meist [_auf] eine Mauer des Schweigens. 7. In Berlin bemüht sich die Regierung [_um] mehr Transparenz [_bei] den Behörden. ||b7 missing|| [.assignment] [%B8] [!Gruppenarbeit: Stellen Sie sich vor, Sie wären in einer Kommission, die einen Maßnahmeplan gegen Korruption erstellen müsste. Erarbeiten Sie in Gruppen oder einzeln Vorschläge zur Bekämpfung der Korruption und präsentieren Sie diese anschließend im Plenum.] [.chapter][▼kapitel6c] [##Teil C] [.chapter] [###Konjunktiv I: Indirekte Rede] [@grammar:Konjunktiv I: Indirekte Rede] [.article:bitmark--] **Weitergabe von Informationen:** Aussagen von anderen Personen werden im offiziellen Sprachgebrauch, z. B. in den Nachrichten oder in anderen offiziellen Berichten, im **Konjunktiv** I wiedergegeben. Fast jedes fünfte Kind in Deutschland **habe** psychische Probleme. Von den Tätern **fehle** jede Spur. ||add tables|| ➔ Wenn der **Konjunktiv I** mit dem **Indikativ** identisch ist, wird er durch den **Konjunktiv II** ersetzt. Die am häufigsten verwendeten Formen sind: 3. Person Singular und 3. Person Plural. **Vergangenheit** Der Minister sagte: „Ich war in Frankreich und habe mit dem Außenminister gesprochen.“ Der Minister sagte, er **sei** in Frankreich **gewesen** und **habe** mit dem Außenminister **gesprochen**. ➔ Konjunktiv I von __haben/sein__ + Partizip II **Einleitungen** Die Wiedergabe von Meinungen und Äußerungen wird in der Regel eingeleitet mit ◇ Verben wie: meinen – sagen – antworten – fragen – erwidern – betonen – mitteilen Herr/Frau X meinte ... ◇ Wendungen wie: der Auffassung sein – der Meinung sein – der Ansicht sein Herr/Frau X war der Auffassung, dass ... **Perspektivenwechsel** Der Bundeskanzler sagte: „**Ich** werde die hohe Arbeitslosigkeit bekämpfen.“ ➔ Der Bundeskanzler sagte, **er** werde die hohe Arbeitslosigkeit bekämpfen. **Verwendung in der Umgangssprache** In der Umgangssprache, im täglichen Leben entscheiden sich viele entweder für den **Indikativ** oder den **Konjunktiv II**: Paul hat gesagt, er **kommt** nicht/dass er nicht **kommt**. (Indikativ) Susi sagte, sie **müsste** die Zahlen noch mal überprüfen. (Konjunktiv II) [.match:bitmark--] [%C1a] [!Geben Sie die Äußerungen der Personen in der indirekten Rede wieder. Verwenden Sie dabei die richtige Konjunktivform und achten Sie, wenn nötig, auf den Perspektivenwechsel. Gegenwart] === [%◇] Der Regierungssprecher: „Die Regierung sieht optimistisch in die Zukunft.“ == [$Der Regierungssprecher sagte, die Regierung __sehe__ optimistisch in die Zukunft.][@example] === [%1] Der Hauptkommissar: „Der Täter befindet sich mit großer Wahrscheinlichkeit noch in der Stadt.“ == [$Der Hauptkommissar sagte, der Täter befinde sich mit großer Wahrscheinlichkeit noch in der Stadt.] === [%2] Der Oppositionsführer im Bundestag: „Ich halte die Entscheidung der Regierung für falsch.“ == [$Der Oppositionsführer sagte im Bundestag, er halte die Entscheidung der Regierung für falsch.] === [%3] Der Außenminister: „Die Bundesregierung verhandelt nicht mit Terroristen.“ == [$Der Außenminister sagte, die Bundesregierung verhandle nicht mit Terroristen.] === [%4] Der Umweltminister: „Das Verhalten der Bevölkerung muss sich ändern.“ == [$Der Umweltminister sagte, das Verhalten der Bevölkerung müsse sich ändern.] === [%5] Ein Demonstrant: „Das Demonstrationsrecht ist ein Bürgerrecht.“ == [$Ein Demonstrant sagte, das Demonstrationsrecht sei ein Bürgerrecht.] === [%6] Die Gesundheitsministerin: „Die Arbeit an der Gesundheitsreform macht niemandem Spaß, aber sie ist notwendig.“ == [$Die Gesundheitsministerin sagte, die Arbeit an der Gesundheitsreform mache niemandem Spaß, aber sie sei notwendig.] === [%7] Der Arbeitsminister: „Auch die Wirtschaft muss einen Beitrag zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit leisten.“ == [$Der Arbeitsminister sagte, auch die Wirtschaft müsse einen Beitrag zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit leisten.] === [%8] Der Wirtschaftsminister: „Ich kann dazu keine Aussage machen.“ == [$Der Wirtschaftsminister sagte, er könne dazu keine Aussage machen.] === [.match:bitmark--] [%C1b] [!Geben Sie die Äußerungen der Personen in der indirekten Rede wieder. Verwenden Sie dabei die richtige Konjunktivform und achten Sie, wenn nötig, auf den Perspektivenwechsel. Vergangenheit] === [%◇] Der Regierungssprecher: „Die Regierung hat die Entwicklung zu optimistisch eingeschätzt.“ == Der Regierungssprecher sagte, die Regierung __habe__ die Entwicklung zu optimistisch eingeschätzt.[@example] === [%1] Der Hauptkommissar: „Der Täter ist vermutlich schon ins Ausland geflohen.“ == [$Der Hauptkommissar sagte, der Täter sei vermutlich schon ins Ausland geflohen.] === [%2] Der Oppositionsführer im Bundestag: „Die Bundesregierung hat bis jetzt jede Menge falsche Entscheidungen getroffen.“ == [$Der Oppositionsführer sagte im Bundestag, die Bundesregierung habe bis jetzt jede Menge falsche Entscheidungen getroffen.] === [%3] Der Außenminister: „Die Beziehungen zu Liechtenstein waren schon immer sehr gut.“ == [$Der Außenminister sagte, die Beziehungen zu Liechtenstein seien schon immer sehr gut gewesen.] === [%4] Der Umweltminister: „Der CO2 -Ausstoß hat sich in den letzten Jahren weiter erhöht.“ == [$Der Umweltminister sagte, der CO2 -Ausstoß habe sich in den letzten Jahren weiter erhöht.] === [%5] Ein Demonstrant: „Die Polizei ist mit brutaler Gewalt gegen die Demonstranten vorgegangen.“ == [$Ein Demonstrant sagte, die Polizei sei mit brutaler Gewalt gegen die Demonstranten vorgegangen.] === [%6] Die Gesundheitsministerin: „Die Arbeit an der Gesundheitsreform ist jetzt beendet.“ == [$Die Gesundheitsministerin sagte, die Arbeit an der Gesundheitsreform sei jetzt beendet.] === [%7] Der Arbeitsminister: „Auch die Wirtschaft hat einen Beitrag zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit geleistet.“ == [$Der Arbeitsminister sagte, auch die Wirtschaft habe einen Beitrag zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit geleistet.] === [%8] Der Wirtschaftsminister: „Ich habe meine Meinung dazu schon gesagt.“ == [$Der Wirtschaftsminister sagte, er habe seine Meinung dazu schon gesagt.] === [.cloze:bitmark--] [%C2] [!Ergänzen Sie bei den folgenden Nachrichten die Verben im Konjunktiv I bzw. Konjunktiv II.] **Katastrophenalarm in Sachsen und Bayern** Nach heftigen Regenfällen wurden viele Ortschaften überschwemmt. In einigen Gebieten herrscht der Ausnahmezustand. Die CDU-Politikerin Franka M. meinte heute zu ZDF-Reportern, dass man angesichts der häufigen Unwetter und ihrer katastrophalen Folgen über die Auswirkungen der Umweltveränderungen auf das Klima nachdenken [_müsse][!müssen][@example]. Die Aufgabe der Politik [_sei][!sein][%1] es, sich darüber Gedanken zu machen, wo man z. B. Strom sparen [_könne][!können][%2]. Eine große Verantwortung [_liege][!liegen][%3] bei der Bauindus- trie. Wenn man zum Beispiel bei neuen Gebäuden eine bessere Isolierung [_einbaue][!einbauen][%4], [_lasse][!lassen] [%5] sich ein Teil der Heizkosten sparen. Das wiederum [_führe][!führen] [%6] zu einem geringeren Verbrauch von Heizöl. Der Umweltminister äußerte sich vor Ort ebenfalls zu den Überschwemmungen. Die verantwortlichen Politiker [_hätten][!haben][%7] in den letzten Jahren vieles unternommen, um den CO2-Ausstoß in Deutschland zu reduzieren. Das allein [_reiche][%8] aber noch nicht [_aus][!ausreichen][%8]. Der Bundespräsident versicherte den Opfern, dass die Regierung alles Erdenkliche [_tue][!tun][%9], um schnelle Hilfe zu leisten. Ein Teil der Armee [_stehe][%10] für Aufräumungsarbeiten [_bereit][!bereitstehen][%10]. Die Regierung [_richte][%11] ein Spendenkonto [_ein][!einrichten][%11], von dem aus unbürokratische finanzielle Hilfe möglich ist. [.interview:bitmark--] [%C3] [!Einige Politiker haben beruflich gutgeschriebene Flugmeilen für private Zwecke genutzt und sollen bei einer Pressekonferenz Rede und Antwort stehen. Geben Sie die folgenden Aussagen in der indirekten Rede wieder.] === [%1] Herr A: „Ich __weiß__ nicht, wie diese Informationen die Presse erreicht haben. Da __muss__ es doch bei der Lufthansa eine undichte Stelle geben.“ __Herr A meinte zu Beginn der Pressekonferenz, dass er nicht wisse, wie diese Informati- onen die Presse erreicht hätten. Da__[@shortAnswer] [$müsse es doch bei der Lufthansa eine undichte Stelle geben.] === [%2] Herr B: „Man __muss__ jetzt erst mal überprüfen, ob es überhaupt mit den Gesetzen __übereinstimmt__, solche Details aus dem Leben von Politikern zu veröffentlichen.“ __Herr B war der Ansicht, dass__[@shortAnswer] [$dass man jetzt erst mal überprüfen müsse, ob es überhaupt mit den Gesetzen übereinstimme, solche Details aus dem Leben von Politikern zu veröffentlichen.] === [%3] Herr C: „Ich __werde__ in jedem Fall Strafantrag gegen die Zeitung stellen!“ __Herr C rief erregt, er__[@shortAnswer] [$er werde in jedem Fall Strafantrag gegen die Zeitung stellen.] === [%4] Zwischenruf eines Journalisten: „Zur Diskussion __steht__ aber das unkorrekte Verhalten der Politiker, nicht das Verhalten der Zeitung!“ __Ein Journalist rief dazwischen, dass__[@shortAnswer] [$dass aber das unkorrekte Verhalten der Politiker zur Diskussion stehe, nicht das Verhalten der Zeitung.] === [%5] Frau D: „Ich __bin__ für eine vollständige Untersuchung des Falls durch den Bundestag.“ __Frau D versuchte die Situation zu entspannen. Sie erklärte, sie__[@shortAnswer] [$sie sei für eine vollständige Untersuchung des Falls durch den Bundestag.] === [%6] Herr F: „Ich __habe__ im Dienst erworbene Flugmeilen privat genutzt. Ich __werde__ von allen meinen politischen Ämtern zurücktreten.“ __Darauf bekannte der Politiker F, dass er und nannte seine Konsequenzen: Er__[@shortAnswer] [$dass er im Dienst erworbene Flugmeilen privat genutzt habe, und nannte seine Konsequenzen: Er werde von allen seinen politischen Ämtern zurücktreten.] === [%7] Herr A: „Das __ist__ die falsche Reaktion des Kollegen F! Das __ist__ keine kluge Entscheidung!“ __Herr A zeigte sich schockiert. Nach seiner Auffassung__[@shortAnswer] [$Nach seiner Auffassung sei das die falsche Reaktion von Kollegen F. Das sei keine kluge Entscheidung.] === [%8] Herr B: „Nicht alle Politiker, die mal einen ganz kleinen Fehler begangen __haben, können__ zurücktreten!“ __Herr B unterstützte Kollegen A. Er meinte auch, dass__[@shortAnswer] [$dass nicht alle Politiker, die mal einen ganz kleinen Fehler begangen hätten, zurücktreten könnten.] === [%9] Herr F: „Ein Politiker __soll__ sich zu seinem Fehlverhalten bekennen und daraus die Konsequenzen ziehen. Das __ist__ seine moralische Pflicht.“ __Herr F verteidigte sich. Nach seiner Ansicht__[@shortAnswer] [$Nach seiner Ansicht solle sich ein Politiker zu seinem Fehlver- halten bekennen und daraus die Konsequenzen ziehen. Das sei seine moralische Pflicht.] === [%10] Frage eines Journalisten: „__Muss__ dann der ganze Bundestag zurücktreten?“ __An dieser Stelle fragte ein Journalist Herrn F, ob__[@shortAnswer] [$ob dann der ganze Bundestag zurücktreten müsse.] === [.chapter] [###__Sollen__ zur Weitergabe von Informationen] [.article:bitmark--] Mit dem Modalverb __sollen__ wird ein Sachverhalt wiedergegeben, den man irgendwo gehört hat. Über genauere Informationen verfügt man aber nicht. **Gegenwart:** Klaus **soll** ein guter Tänzer **sein**. Ein Unbekannter **soll** 55 Millionen Euro für das Bild **bieten**. **Vergangenheit:** Klaus **soll** ein guter Tänzer **gewesen sein**. Ein Unbekannter **soll** 55 Millionen Euro für das Bild **geboten haben**. Synonym können verwendet werden: ich habe gehört ◇ jemand hat erzählt ◇ es heißt ◇ angeblich ◇ in den Nachrichten haben sie gesagt ◇ in der Zeitung stand [.interview:bitmark--] [%C4] [!Was ich alles weiß ... Formen Sie die folgenden Sätze um. Bilden Sie Sätze mit __sollen__. Achten Sie auf die Zeitformen.] === [%◇] Meine Nachbarin hat mir erzählt, dass Frau Müller ihren Mann verlassen hat.[@shortAnswer] [@example: Frau Müller soll ihren Mann verlassen haben.] === [%1] Von einer anderen Bekannten habe ich erfahren, dass Frau Müller im Urlaub einen anderen Mann kennengelernt hat.[@shortAnswer] [$Frau Müller soll im Urlaub einen anderen Mann kennengelernt haben.] === [%2] Von Frau Schulze weiß ich, dass unsere Sparkassenfiliale an der Ecke geschlossen wird.[@shortAnswer] [$Unsere Sparkassenfiliale an der Ecke soll geschlossen werden.] === [%3] In der Zeitung habe ich dann gelesen, dass alle kleinen Filialen, die nicht mehr rentabel sind, zugemacht werden.(Schade!)[@shortAnswer] [$Alle kleinen Filialen, die nicht mehr rentabel sind, sollen zugemacht werden.] === [%4] Heute haben sie in den Nachrichten gesagt, dass die Preise für Zigaretten wieder angehoben werden.[@shortAnswer] [$Die Preise für Zigaretten sollen wieder angehoben werden.] === [%5] In einem Boulevardmagazin stand, dass die Prinzessin unter Essstörungen gelitten hat.[@shortAnswer] [$Die Prinzessin soll unter Essstörungen gelitten haben.] === [%6] Angeblich hat sie ihre Krankheit jetzt überwunden.[@shortAnswer] [$Sie soll ihre Krankheit jetzt überwunden haben.] === [%7] Es gibt das Gerücht, dass Oberbürgermeister K. 500 000 Euro von einem ihm bekannten Unternehmer angenommen hat.[@shortAnswer] [$Oberbürgermeister K. soll 500 000 Euro von einem ihm bekannten Unternehmer angenommen haben.] === [%8] In Journalistenkreisen wurde bekannt, dass der Bundestagsabgeordnete früher Informant des Staatssicherheitsdienstes der DDR war.[@shortAnswer] [$Der Bundestagsabgeordnete soll früher Informant des Staatssicherheitsdienstes der DDR gewesen sein.] === [%9] Es heißt, die Bundesagentur für Arbeit habe im großen Stil Statistiken gefälscht. Das sei dem Ministerium bekannt gewesen.[@shortAnswer] [$Die Bundesagentur für Arbeit soll im großen Stil Statistiken gefälscht haben und das soll dem Ministerium bekannt gewesen sein.] === [.cloze-instruction-grouped] [%C5] [!Verben, die Sprechhandlungen beschreiben Man kann die direkte Rede auch anders wiedergeben. Beschreiben Sie die folgenden Sprechhandlungen mit einem Verb im Präteritum.] Er sagte: [%◇]„Ja, Herr Schulze, das stimmt.“ [_Er gab Herrn Schulze recht.][!recht geben][@example] [%1]„Nein, Frau Müller, das kann nicht sein.“ [_Er widersprach Frau Müller.][!widersprechen] [%2]„Wie komme ich am schnellsten zum Bahnhof?“ [_Er erkundigte sich nach dem schnellsten Weg zum Bahnhof.][!sich erkundigen] [%3]„Soll ich dir helfen, Maria?“ [_Er bot Maria seine Hilfe an.][!anbieten] [%4]„Sie wird eine große Zukunft haben.“ [_Er sagte ihr eine große Zukunft voraus.][!voraussagen] [%5]„Ich bin mir nicht sicher, ob die Angaben stimmen.“ [_Sie zweifelte daran, ob die Angaben stimmen.] [_Sie zweifelte an der Richtigkeit der Angaben.][!zweifeln] [%6]„Du hast mir doch versprochen, dass du nicht mehr rauchst.“ [_Er erinnerte sie/ihn an ihr/sein Versprechen.][!erinnern] [%7]„Ja, ich arbeite gerne an diesem Projekt mit.“ [_Er sagte seine Mitarbeit zu.][!zusagen] [%8]„Paul, du hast dich heute in der Sitzung falsch verhalten.“ [_Er kritisierte Pauls Verhalten in der Sitzung.][!kritisieren] [%9]„Wenn ich doch nur im Lotto gewinnen würde!“ [_Er träumte von einem Lottogewinn.][!träumen] [%10]„Ach übrigens, Gabi, ich soll dich herzlich von Dr. Novald grüßen.“ [_Er richtete Gabi Grüße von Dr. Novald aus.][!ausrichten] [%11]„Dieses Konzert war ein unvergessliches Erlebnis.“ [_Er schwärmte von dem Konzert.][!schwärmen] [%12]„Ich werde auf keinen Fall mit dem Riesenrad fahren.“ [_Er weigerte sich, mit dem Riesenrad zu fahren.][!sich weigern] ||not the best bit|| [.cloze-instruction-grouped:bitmark--] [%C6] [!Das Verb __sehen__ Ergänzen Sie die Verben mit __-sehen__ in der richtigen Form.] ◇ Ich habe ihre Hausaufgaben leider noch nicht [_nachgesehen][!nachsehen][@example]. 1. Ich glaube, sie hat es nur auf sein Geld [_abgesehen][!absehen]. 2. Sie ist 1,90 Meter groß! Man kann sie wirklich nicht [_übersehen][!übersehen]! 3. Diesmal werden wir von einer Anzeige noch [_absehen][!absehen], das nächste Mal nicht mehr. 4. Morgen wollen wir uns das neue Haus [_ansehen][!ansehen]. 5. Hast du dich schon nach einem neuen Arbeitsplatz [_umgesehen][!umsehen]? 6. Tut mir leid, den Fehler habe ich völlig [_übersehen][!übersehen]. 7. Jetzt müssen wir aber [_zusehen][!zusehen], dass wir den Zug noch erreichen. 8. Immer diese Grausamkeiten in den Nachrichten. Ich mag da gar nicht mehr [_hinsehen][!hinsehen]. 9. Kannst du mal [_nachsehen][!nachsehen], wer gerade geklingelt hat? 10. Im Kino läuft ein toller Film. Den müssen wir uns unbedingt [_ansehen][!ansehen]. 11. Die Mutter [_sieht] ihrem Sohn fast alle Unarten [_nach][!nachsehen]. 12. Die Bürger sind gefordert, bei Rechtsradikalismus nicht [_wegzusehen][!wegsehen]. 13. Man [_sieht] ihm [_an][!ansehen], dass er traurig ist. [.chapter] [###Nomen-Verb-Verbindungen] [@grammar:Nomen-Verb-Verbindungen] [.article:bitmark--] Das Hotel **wird** noch **gebaut**. Das Hotel **befindet sich** noch **im Bau**. Die Verhandlungen **wurden** erfolgreich **abgeschlossen**. Die Verhandlungen **wurden** zu einem **Abschluss gebracht**. Beim offiziellen, formelleren Sprachgebrauch, z. B. in der Sprache der Wissenschaft, der Ämter oder der Politik, werden gerne Kombinationen aus einem Nomen und einem Verb verwendet: __sich im Bau befinden/etwas zum Abschluss bringen__. Diese Verbindungen geben der Sprache einen offizielleren Charakter. [.cloze] [%C7] [!Mit welchem Verb werden diese Nomen gebraucht? Finden Sie das passende Verb.] 1.[_stellen][@example] jemandem eine Frage einen Antrag etwas in Aussicht Ansprüche 2.[_nehmen] von jemandem Abschied etwas in Anspruch etwas in Angriff auf jemanden/etwas Rücksicht etwas zur Kenntnis auf jemanden/etwas Einfluss auf etwas Bezug 3.[_tun] jemandem einen Gefallen jemandem etwas Gutes 4.[_treffen] eine Entscheidung Maßnahmen Vorbereitungen eine Verabredung 5.[_machen] einen Vorschlag jemandem Hoffnung jemandem einen Vorwurf 6.[_ziehen] den Kürzeren etwas in Betracht etwas in Erwägung 7.[_stehen] zur Diskussion unter Druck mit jemandem in Verbindung 8.[_bringen] jemanden zum Lachen etwas zur Sprache etwas in Erfahrung 9.[_kommen] zu einem Ergebnis zu einer Einigung zur Sprache [.cloze:bitmark--] [%C8] [!Ergänzen Sie die fehlenden Verben in der richtigen Form.] ||adapt instruction, show more than the verbs?|| ◇ stellen ◇ nehmen ◇ tun ◇ treffen ◇ machen ◇ ziehen ◇ stehen ◇ bringen ◇ kommen ◇ Ein Clown hat die Aufgabe, Leute zum Lachen zu [_bringen][@example]. 1. Wir haben jetzt so lange darüber diskutiert. Jetzt müssen wir endlich eine Entscheidung [_treffen]. 2. Könntest du mir mal einen Gefallen [_tun]? 3. Wir möchten auf Ihren letzten Brief Bezug [_nehmen]. 4. Aufgrund ihrer guten Leistungen wurde Frau Kröller eine Beförderung in Aussicht [_gestellt]. 5. Alle Vorbereitungen zum Start der Maschine sind [_getroffen] worden. 6. Könntest du mal in Erfahrung [_bringen], wie viel das Gerät beim __Media Markt__ kostet? 7. Bevor man für ein Stipendium infrage [_kommt], muss man einen Antrag [_stellen]. 8. Bei dem Gespräch der Außenminister sind auch Sicherheitsfragen zur Sprache [_gekommen]. 9. Um wirtschaftlicher zu arbeiten, [_ziehen] wir auch eine Preiserhöhung in Betracht. 10. Beim Kampf mit so einem mächtigen Gegner könntest du den Kürzeren [_ziehen]. 11. Nach dem dritten Unfall in diesem Tunnel muss der Stadtrat endlich Maßnahmen zur Erhöhung der Sicherheit [_treffen][_ergreifen]. 12. Ich kann zwar im Moment nicht so schnell laufen, ihr braucht aber auf mich keine Rücksicht zu [_nehmen]. 13. Und wie geht es jetzt weiter? Habt ihr eine Verabredung [_getroffen]? 14. Tausende Menschen [_nahmen][_nehmen] heute von dem verstorbenen Politiker und Staatsmann Abschied. [.chapter] [###Präpositionen] [@grammar:Präpositionen] [.cloze:bitmark--] [%C9] [!Ergänzen Sie die fehlenden Präpositionen und die Artikelendungen, wenn nötig.] 1. [_-] 1989 fiel [_in] Berlin die Mauer. 2. [_In] dies[_em] wichtigen Herbst überschlugen sich die Ereignisse. 3. Bereits [_im] Sommer 1989 kam es [_zu] einer Massenflucht [_von] DDR-Bürgern [_über] d[_ie] traditionellen DDR-Urlaubsländer Ungarn und Tschechoslowakei. 4. Die Ungarn bauten die Befestigungen [_an] ihr[_er] Grenze [_zu][_nach] Österreich ab. 5. Die Botschaftsflüchtlinge durften [_nach] langen Verhandlungen [_mit] d[_em] Zug direkt [_in] d[_ie] Bundesrepublik ausreisen. 6.[_In] d[_er] DDR konstituierten sich Oppositionsgruppen, die [_für] ein[_e] Demokratisierung der DDR und [_gegen] d[_ie] Manipulationen der letzten Kommunalwahlen kämpften. 7. [_In] Leipzig gingen die Teilnehmer [_am] montäglichen Friedensgebet [_in] d[_er] Nikolaikirche [_auf] die Straße. 8. Sie protestierten [_mit] d[_dem] Ruf „Wir sind das Volk“ [_gegen] die Bevormundung des Staates. 9. [_An] dies[_en] Montagsdemonstrationen nahmen [_-] Ende Oktober bereits 300 000 Menschen teil. 10. Der damalige Staats- und Parteichef Erich Honecker, der [_mit] Gewalt [_gegen] die Demonstranten vorgehen wollte, verlor die Unterstützung [_in] d[_en] eigenen Reihen. 11. [_Am] 9. November 1989 erklärte ein Pressesprecher [_auf] einer Pressekonferenz die Reisefreiheit [_von] DDR-Bürgern [_ohne] Visumszwang. 12. [_Am] selben Abend strömten Tausende [_von] DDR-Bürgern [_an] die Grenzübergänge [_nach] Westberlin. 13. [_Um] 23.14 Uhr kapitulierte die DDR-Grenzpolizei [_vor] d[_em] Ansturm der Massen. 14. [_-] Anfang Dezember wurde die DDR-Führung [_von] d[_er] eigenen Parteibasis entmachtet. 15. __Der Runde Tisch__ beschloss die sofortige Auflösung des Ministeriums [_für] Staatssicherheit und freie Wahlen [_für] d[_as]Frühjahr 1990. ||- solutions|| [.chapter] [##Teil D] [.chapter] [###Rückblick] [.article:bitmark++] [%D1] [!Hier finden Sie wichtigen Wortschatz des Kapitels.] **Neues aus aller Welt** ◇ der Nachrichtensprecher/die Nachrichtensprecherin ◇ das Fernsehprogramm/das Radioprogramm/die Nachrichtensendung/die Regionalnachrichten/das Tagesgeschehen ◇ Nachrichten sehen/hören/lesen ◇ den Nachrichten aufmerksam folgen ◇ Informationen verpassen ◇ einen Bericht lesen/vorlesen/vorstellen/schreiben ◇ Objektivität ist ein erstrebenswertes Ziel. ◇ bestimmte Themen auswählen/behandeln ◇ eine Entscheidung treffen ◇ die Kameraaufnahme/der Kameramann ◇ Die Themenauswahl hängt von subjektiven Entscheidungen ab. ◇ die Aufarbeitung des Materials ◇ die Nachrichtenforschung ◇ die wichtigsten Voraussetzungen für eine Nachricht: Aktualität, Überraschung, Bekanntheit, Personalisierung, Spannung, Kuriosität, Nähe und Identifikation ◇ gegen moralische Normen verstoßen/von der Norm abweichen ◇ Neuigkeiten brauchen einen Wiedererkennungswert. **Den Tätern auf der Spur – Fernsehkrimis** ◇ Ein Schuss fällt. ◇ Das Blaulicht blinkt. ◇ den Tatort untersuchen ◇ den Täter finden/überführen ◇ ein Verbrechen verüben/begehen ◇ den Fall/das Verbrechen/den Mord/den Totschlag restlos aufklären/lösen ◇ Die Mordkommission/Der Ermittler/Der Kommissar fahnden/ermitteln/sind dem Täter auf der Spur. ◇ Beweise sammeln/beschaffen ◇ das Bedürfnis nach Gerechtigkeit befriedigen ◇ die DNA-Analyse auswerten ◇ Dienstschluss haben ◇ rund um die Uhr zur Verfügung stehen ◇ zur Einsicht/zum Ziel kommen ◇ einen Beitrag zur Aufklärung von Verbrechen leisten ◇ den Verbrecher/den Täter/den Dieb/den Mörder verhaften ◇ das Geständnis/ein Geständnis ablegen/machen ◇ die Tat gestehen ◇ die Einschaltquote ◇ Wert auf Spannung legen ◇ Neugier erregen/wecken **Politik** ◇ etwas passiert/ereignet sich ◇ Ereignisse überschlagen sich ◇ die Massenflucht von DDR-Bürgern ◇ die Botschaft eines Landes, der Botschafter ◇ Grenzbefestigungen abbauen ◇ Verhandlungen führen ◇ gegen die Bevormundung des Staates protestieren ◇ mit Gewalt gegen Demonstranten vorgehen ◇ vor dem Ansturm der Massen kapitulieren ◇ Etwas verändert/verschlechtert/verbessert sich. ◇ positive/negative Tendenzen aufweisen ◇ Es gibt Fortschritte/Rückschritte. ◇ die Politikverdrossenheit ◇ Das politische Engagement/Interesse/Desinteresse sinkt/steigt/bleibt gleich. **Kriminalität** ◇ die Kriminalitätsrangliste anführen ◇ die gefährlichste Stadt/das gefährlichste Bundesland/ eine Verbrechenshochburg sein ◇ aus der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) hervorgehen ◇ in Städten gefährlicher leben als auf dem Land ◇ im Vergleich gut/schlecht abschneiden ◇ Eigentumsdelikte nehmen zu/steigen an./Es gibt einen Trend zu mehr Eigentumsdelikten. ◇ Die Aufklärungsquote erreichte den schlechtesten Wert seit ... ◇ Diebe bleiben unerkannt. ◇ Die Zahl der älteren Straftäter steigt. ◇ von „Ü-60-Gangstern“ sprechen ◇ Strafanzeige (bei der Polizei) erstatten ◇ den Kampf gegen die Korruption antreten ◇ Macht missbrauchen ◇ Bestechungsgelder zahlen/annehmen ◇ das Vertrauen in die staatliche Verwaltung verlieren ◇ auf die hohe Dunkelziffer verweisen/eine hohe Dunkelziffer aufweisen ◇ auf eine Mauer des Schweigens stoßen ◇ sich um mehr Transparenz bemühen ◇ das Bundeskriminalamt [.self-assessment:bitmark--] [%D2] [!Evaluation Überprüfen Sie sich selbst.] === Ich kann Nachrichten in allen Formen verstehen, zusammenfassen und weitergeben. [•gut ] [•nicht so gut] === Ich kann über Nachrichtensendungen in meinem Heimatland und meine eigenen Gewohnheiten berichten und Vor- und Nachteile der verschiedenen Nachrichtenmedien darstellen. [•gut ] [•nicht so gut] === Ich kann Meinungen, Gehörtes und Gesagtes in einer neutralen Form wiedergeben. [•gut ] [•nicht so gut] === Ich kann Artikel über Kriminalfilme im Fernsehen und Kriminalität verstehen und zusammenfassen. [•gut ] [•nicht so gut] === Ich kann Berichte über geschichtliche Ereignisse verstehen und über politische und gesellschaftliche Entwicklungen in meinem Heimatland berichten. [•gut ] [•nicht so gut] === Ich kann Texte zum Thema Kriminalität und Korruption verstehen und über die Kriminalität in meinem Heimatland berichten. __(fakultativ)__ [•gut ] [•nicht so gut] === Ich kann eine schriftliche Strafanzeige gegen unbekannt erstatten. __(fakultativ)__ [•gut ] [•nicht so gut] ===