[.chapter] [%8] [#Gesundheit und Umwelt] [.article&image] Kraftwerk [&image:https://docs.bitbook.education/bit-books/schubert/schubert_erkundungen_b2/web-resources/images/pict0012-umwelt2-sw.jpg] [.chapter] [##Teil A] [.chapter] [###Gesundes Leben] [@leave.subject:Gesundes Leben] [@leave.context:personal] [.interview:bitmark--&image] [%A1a] [!Was könnte man alles für seine Gesundheit tun? Sammeln Sie sechs bis zehn Ideen.] [&image:https://docs.bitbook.education/bit-books/schubert/schubert_erkundungen_b2/web-resources/images/woman_getting_a_massage_uid_2-sw.png] [&image:https://docs.bitbook.education/bit-books/schubert/schubert_erkundungen_b2/web-resources/images/stethoscope_uid_13.png] === [!ausreichend schlafen, ...] === [.interview] [%A1b] [!Was tun Sie für Ihre Gesundheit? Berichten Sie.] === === [.essay:bitmark++] [%A2a] [!Strukturierung eines Vortrages] Sie sollen einen Vortrag zum Thema __Gesundes Leben__ vorbereiten. Erarbeiten Sie in Zweier- oder Dreiergruppen eine Struktur für den Vortrag. Nutzen Sie dazu unter anderem die angegebenen Redemittel. Ergänzen Sie dann inhaltliche Stichpunkte. Eine Vertreterin oder ein Vertreter der Gruppe hält den Vortrag im Plenum. |remark:Einleitung **Einleitung** ◇ Ich möchte heute über ... sprechen. ◇ Das Thema meines heutigen Vortrages ist ... ◇ Ich interessiere mich für das Thema .../beschäftige mich mit dem Thema ... schon sehr lange. |remark:Hauptteil **Hauptteil** ◇ Schon seit einigen Jahren .../Wenn man sich die Entwicklung genauer ansieht, muss man feststellen, ... ◇ Studien haben bewiesen, .../Experten weisen immer wieder darauf hin, ... ◇ Meiner Meinung nach .../Ich bin der Ansicht, dass ... ◇ Ich habe die Erfahrung gemacht, ... |remark:Schluss **Schluss** ◇ Das erfordert ein Umdenken. ◇ Wir sollten .../ Ich kann nur empfehlen, ... ◇ Abschließend möchte ich noch betonen, ... [.assignment:bitmark++] [%A2b] [! Strukturierung eines Vortrages Eine Vertreterin oder ein Vertreter der Gruppe hält den Vortrag im Plenum.] Erarbeiten Sie zunächst in Zweier- oder Dreiergruppen eine Struktur für den Vortrag. Nutzen Sie dazu unter anderem die angegebenen Redemittel. Ergänzen Sie dann inhaltliche Stichpunkte. Dann soll eine Vertreterin oder ein Vertreter der Gruppe den Vortrag im Plenum halten. |remark:Einleitung **Einleitung** ◇ Ich möchte heute über ... sprechen. ◇ Das Thema meines heutigen Vortrages ist ... ◇ Ich interessiere mich für das Thema .../beschäftige mich mit dem Thema ... schon sehr lange. |remark:Hauptteil **Hauptteil** ◇ Schon seit einigen Jahren .../Wenn man sich die Entwicklung genauer ansieht, muss man feststellen, ... ◇ Studien haben bewiesen, .../Experten weisen immer wieder darauf hin, ... ◇ Meiner Meinung nach .../Ich bin der Ansicht, dass ... ◇ Ich habe die Erfahrung gemacht, ... |remark:Schluss **Schluss** ◇ Das erfordert ein Umdenken. ◇ Wir sollten .../ Ich kann nur empfehlen, ... ◇ Abschließend möchte ich noch betonen, ... [.cloze-solution-grouped&image] [%A3] [!Wie gesund leben wir? Lesen Sie den Text und ergänzen Sie die fehlenden Nomen.] [&image:https://docs.bitbook.education/bit-books/schubert/schubert_erkundungen_b2/web-resources/images/burger_essen.png] Bluthochdruck, Übergewicht, mangelnde Bewegung, Rauchen, falsche Ernährung und übermäßiger Alkoholkonsum: Das sind die sechs wichtigsten [_Risikofaktoren][@example], die fast alle Zivilisationskrankheiten beeinflussen. Dazu gehören [_Erkrankungen][%1] des Herzens, Krebs, Schlaganfall und Diabetes. Nach vielen [_Untersuchungen][%2] ist wissenschaftlich belegt: Durch eine bewusste [_Lebensweise][%3] lassen sich viele Krankheiten verhindern. Die Fakten sprechen also für sich: Jeder sollte sich gesund und ausgewogen ernähren, ausreichend bewegen, [_Übergewicht][%4] vermeiden, auf Blutdruck und Cholesterinwerte achten, auf Nikotin und [_Alkohol][%5] verzichten. Das schützt nicht nur vor Gefäßkrankheiten, sondern auch vor Krebs: Allein durch die [_Veränderung][%6] des Lebensstils und regelmäßige Arztbesuche könnte die Anzahl der Krebserkrankungen um bis zu zwei Drittel sinken, sagen Experten. Obwohl diese Regeln so einfach klingen, fällt ihre [_Umsetzung][%7] vielen Menschen schwer. Fast jeder zweite Deutsche wiegt einige Kilos zu viel und sitzt im [_Durchschnitt][%8] während seines Arbeitslebens 80 000 Stunden im Büro – das sind mehr als neun Jahre. 30 Prozent der deutschen Erwachsenen sind körperlich kaum aktiv. [.interview:bitmark++&image] [%A4a] [!Textarbeit Beantworten Sie die Fragen zum Text.] [&image:https://docs.bitbook.education/bit-books/schubert/schubert_erkundungen_b2/web-resources/images/p1000713_-_gesundheit.png] Wie gesund leben wir? |remark Bluthochdruck, Übergewicht, mangelnde Bewegung, Rauchen, falsche Ernährung und übermäßiger Alkoholkonsum: Das sind die sechs wichtigsten Risikofaktoren, die fast alle Zivilisationskrankheiten beeinflussen. Dazu gehören Erkrankungen des Herzens, Krebs, Schlaganfall und Diabetes. Nach vielen Untersuchungen ist wissenschaftlich belegt: Durch eine bewusste Lebensweise lassen sich viele Krankheiten verhindern. Die Fakten sprechen also für sich: Jeder sollte sich gesund und ausgewogen ernähren, ausreichend bewegen, Übergewicht vermeiden, auf Blutdruck und Cholesterinwerte achten, auf Nikotin und Alkohol verzichten. Das schützt nicht nur vor Gefäßkrankheiten, sondern auch vor Krebs: Allein durch die Veränderung des Lebensstils und regelmäßige Arztbesuche könnte die Anzahl der Krebserkrankungen um bis zu zwei Drittel sinken, sagen Experten. Obwohl diese Regeln so einfach klingen, fällt ihre Umsetzung vielen Menschen schwer. Fast jeder zweite Deutsche wiegt einige Kilos zu viel und sitzt im Durchschnitt während seines Arbeitslebens 80 000 Stunden im Büro – das sind mehr als neun Jahre. 30 Prozent der deutschen Erwachsenen sind körperlich kaum aktiv. === 1. Nennen Sie einige wichtige Risikofaktoren, die Krankheiten auslösen können.[@shortAnswer] === 2. Was sind Zivilisationskrankheiten? Nennen Sie Beispiele.[@shortAnswer] === 3. Lassen sich Zivilisationskrankheiten vermeiden? Wenn ja, wie?[@shortAnswer] === 4. Was wird über das Körpergewicht der Deutschen im Text gesagt?[@shortAnswer] === 5. Bewegen sich die deutschen Erwachsenen genug?[@shortAnswer] === [.interview] [%A4b] [!Bilden Sie mit den Stichpunkten Sätze. Achten Sie auf den Satzbau und eventuell fehlende Präpositionen.] === [%1]Bluthochdruck + mangelnde Bewegung – Risikofaktoren – unsere Gesundheit – gehören[@shortAnswer] [$Bluthochdruck und mangelnde Bewegung gehören zu den Risikofaktoren für unsere Gesundheit.] === [%2]Krankheiten – bewusste Lebensweise – verhindern – lassen[@shortAnswer] [$Krankheiten lassen sich durch bewusste Lebensweise verhindern.] === [%3]Nikotin + Alkohol – man – verzichten – sollen[@shortAnswer] [$Man sollte auf Nikotin und Alkohol verzichten.] === [%4]man – seine Cholesterinwerte – auch – achten – sollen[@shortAnswer] [$Man sollte auch auf seine Cholesterinwerte achten.] === [%5]Zahl, Krebserkrankungen – regelmäßige Arztbesuche – senken – können[@shortAnswer] [$Regelmäßige Arztbesuche können die Zahl der Krebserkrankungen senken.] === [%6]viele Menschen – Umsetzung, Regeln – schwerfallen[@shortAnswer] [$Vielen Menschen fällt die Umsetzung der Regeln schwer.] === [%7]Hälfte, Deutsche – Durchschnitt – Arbeitsleben – 80 000 Stunden – Büro – sitzen[@shortAnswer] [$Die Hälfte der Deutschen sitzt im Durchschnitt während des Arbeitslebens 80 000 Stunden im Büro.] === [%8]30 Prozent, deutsche Erwachsene – keine ausreichende Bewegung – haben[@shortAnswer] [$30 Prozent der deutschen Erwachsenen haben keine ausreichende Bewegung.] === [.interview:bitmark--&image] [%A5] [!Ordnen Sie die vorgegebenen Wörter und Wendungen den Überschriften „gesunde“ bzw. „ungesunde Lebensweise“ zu und ergänzen Sie die Liste mit eigenen Angaben.] [&image:https://docs.bitbook.education/bit-books/schubert/schubert_erkundungen_b2/web-resources/images/menschen_11441.png] zu viel naschen ◇ abwechslungsreiche Kost ◇ maßlos essen ◇ im Naturkostladen einkaufen ◇ täglich mehrere kleine Mahlzeiten zu sich nehmen ◇ frische Zutaten verwenden ◇ zu wenig schlafen ◇ täglich in die Imbissstube gehen ◇ rauchen ◇ Obst statt Sahnetorte essen ◇ beim Kochen auf Vitamine und Nahrungsvielfalt achten ◇ sich wenig bewegen ◇ große Portionen verdrücken ◇ regelmäßig Sport treiben ◇ zu viel Alkohol trinken ◇ sich selbst unter Druck setzen === **gesunde Lebensweise**[@shortAnswer] [$abwechslungsreiche Kost – im Naturkostladen einkaufen – täglich mehrere kleine Mahlzeiten zu sich nehmen – frische Zutaten verwenden – Obst statt Sahnetorte essen – beim Kochen auf Vitamine und Nahrungsvielfalt achten – regelmäßig Sport treiben] === **ungesunde Lebensweise**[@shortAnswer] [$zu viel naschen – maßlos essen – zu wenig schlafen – täglich in die Imbissstube gehen – rauchen – sich wenig bewegen – große Portionen verdrücken – zu viel Alkohol trinken – sich selbst unter Druck setzen] === [.assignment:bitmark++] [%A6a] [!Unerwartete Folgen: Konzessiangaben Lesen Sie die folgenden Beispielsätze.] |image:https://docs.bitbook.education/bit-books/schubert/schubert_erkundungen_b2/web-resources/images/fast-food.png| |image:https://docs.bitbook.education/bit-books/schubert/schubert_erkundungen_b2/web-resources/images/gesund_1.png| **Konzessivangaben** • **Obwohl** diese Regeln so einfach __klingen__, fällt ihre Umsetzung vielen Menschen schwer. ➔ Subjunktionen • Diese Regeln klingen so einfach, **trotzdem/dennoch** __fällt__ ihre Umsetzung vielen Menschen schwer. Diese Regeln klingen so einfach, ihre Umsetzung __fällt__ vielen Menschen **trotzdem/dennoch** schwer. ➔ Konjunktionaladverbien • Diese Regeln klingen **zwar** einfach, **aber** ihre Umsetzung __fällt__ vielen Menschen schwer. ➔ Konjunktion [.match:bitmark--] [%A6b] [!Bilden Sie Sätze wie im Beispiel.] === [%◇]Bewegung ist gut für die Gesundheit. – Viele Menschen sitzen nur im Büro. == a)__Obwohl__ Bewegung gut für die Gesundheit ist, sitzen viele Menschen nur im Büro.[@example][@longAnswer] === == b) Bewegung ist gut für die Gesundheit, __trotzdem/dennoch__ sitzen viele Menschen nur im Büro.[@example][@longAnswer] === == c) Bewegung ist zwar gut für die Gesundheit, __aber__ viele Menschen sitzen nur im Büro.[@example][@longAnswer] === [%1]Die negativen Folgen für die Gesundheit sind bewiesen. – Manche Leute können nicht auf Zigaretten verzichten. [!a)] == Obwohl die negativen Folgen für die Gesundheit bewiesen sind, können manche Leute nicht auf Zigaretten verzichten. === [!b)] == Die negativen Folgen für die Gesundheit sind bewiesen, dennoch können manche Leute nicht auf Zigaretten verzichten. === [!c)] == Die negativen Folgen für die Gesundheit sind zwar bewiesen, aber manche Leute können nicht auf Zigaretten verzichten. === [%2]Fast Food enthält viel Fett. – Es ist bei Kindern sehr beliebt. [!a)] == Obwohl Fast Food viel Fett enthält, ist es bei Kindern sehr beliebt. === [!b)] == Fast Food enthält viel Fett, trotzdem ist es bei Kindern sehr beliebt. === [!c)] == Fast Food enthält zwar viel Fett, aber es ist bei Kindern sehr beliebt. === [%3]Viele Leute werden durch ungesunde Lebensweise krank. – Sie ändern ihren Lebensstil nicht. [!a)] == Obwohl viele Leute durch ungesunde Lebensweise krank werden, ändern sie ihren Lebensstil nicht. === [!b)] == Viele Leute werden durch ungesunde Lebensweise krank, dennoch ändern sie ihren Lebensstil nicht. === [!c)] == Viele Leute werden durch ungesunde Lebensweise zwar krank, aber sie ändern ihren Lebensstil nicht. === [%4]Martina arbeitet täglich bis zu zehn Stunden. – Sie kocht jeden Abend mit frischen Zutaten. [!a)] == Obwohl Martina täglich bis zu zehn Stunden arbeitet, kocht sie jeden Abend mit frischen Zutaten. === [!b)] == Martina arbeitet täglich bis zu zehn Stunden, trotzdem kocht sie jeden Abend mit frischen Zutaten. === [!c)] == Martina arbeitet zwar täglich bis zu zehn Stunden, aber sie kocht jeden Abend mit frischen Zutaten. === [.internal-link] [!Zusatzübungen zu Konzessivangaben ➔ Teil C][►kapitel8c] [.chapter] [###Gesundheitliche Probleme] [@leave.subject:Gesundheitliche Probleme] [@leave.context:personal] [.interview:bitmark--] [%A7] [!Interview: Gesundheit Fragen Sie zwei Gesprächspartnerinnen oder Gesprächspartner, machen Sie sich Notizen und berichten Sie.] === **Name**[@shortAnswer] === Haben Sie Ihrer Meinung nach einen guten Hausarzt?[@shortAnswer] === Vor welchem Arzt haben Sie Angst?[@shortAnswer] === Welches Arzneimittel haben Sie immer zu Hause?[@shortAnswer] === Interessieren Sie sich für sogenannte __Medizinische Ratgeber__ in den Medien? Wenn ja, für welche?[@shortAnswer] === Haben Sie selbst schon mal jemandem einen medizinischen Rat gegeben? Wenn ja, welchen?[@shortAnswer] === Haben Sie schon einmal eine alternative Heilmethode ausprobiert?[@shortAnswer] === **Name**[@shortAnswer] === Haben Sie Ihrer Meinung nach einen guten Hausarzt?[@shortAnswer] === Vor welchem Arzt haben Sie Angst?[@shortAnswer] === Welches Arzneimittel haben Sie immer zu Hause?[@shortAnswer] === Interessieren Sie sich für sogenannte __Medizinische Ratgeber__ in den Medien? Wenn ja, für welche?[@shortAnswer] === Haben Sie selbst schon mal jemandem einen medizinischen Rat gegeben? Wenn ja, welchen?[@shortAnswer] === Haben Sie schon einmal eine alternative Heilmethode ausprobiert?[@shortAnswer] === [.assignment:bitmark--&image] [%A8] [!Auch berühmte Menschen werden krank. Lesen Sie den folgenden Text.] [&image:https://docs.bitbook.education/bit-books/schubert/schubert_erkundungen_b2/web-resources/images/marcel_proust_1900.jpg] [&article: **Das Leiden des Marcel Proust** Während seine Schriften von Logik und Präzision, von heiterer Gelassenheit und bisweilen sogar Weisheit zeugen, führte er ein von entsetzlichem physischen und psychischen Leid geprägtes Leben. Zwar würde mancher sicherlich gern eine Proustsche Haltung zum Leben einnehmen, doch kein vernünftiger Mensch würde wohl im Ernst so leben wollen wie Proust“, schrieb Alain de Botton in einem Buch über Marcel Proust. Hier ist ein kleiner Auszug aus einer langen Liste seiner Leiden: **Asthma**: Erste Anfälle mit zehn, weiter bis an sein Lebensende. Sie sind außerordentlich heftig und dauern bis zu einer Stunde bis zu zehnmal täglich. Da die meisten tagsüber auftreten, wird Proust zum Nachtmenschen; er geht um sieben Uhr morgens zu Bett und steht zwischen vier und fünf Uhr nachmittags auf. Es ist ihm nahezu unmöglich, das Haus zu verlassen, vor allem im Sommer, und wenn, dann nur im Schutze einer verdunkelten Droschke. Die Fenster und Vorhänge in seiner Wohnung sind Tag und Nacht geschlossen, er sieht weder Sonne noch atmet er frische Luft oder treibt Sport. **Empfindliche Haut**: Er verträgt weder Seife noch Creme oder Parfüm. Er wäscht sich mit feingewebten feuchten Handtüchern und tupft sich mit frischem Leinen trocken [%ein normaler Waschvorgang erfordert etwa zwanzig Handtücher, die auf Prousts ausdrückliche Anweisung in die einzige Pariser Wäscherei gebracht werden, die hautfreundliches Waschpulver benutzt). Er gelangt zu dem Schluss, dass ältere Kleider für ihn besser seien als neue und hängt sehr an alten Schuhen und Taschentüchern. **Kälte**: Er friert ständig. Selbst im Hochsommer geht er nur in Mantel und mit vier Pullovern aus dem Haus. Wenn er eine Soiree besucht, behält er seinen Pelzmantel an. Trotzdem sind seine Hände eiskalt, wie seine Gastgeber erstaunt feststellen. Aus Angst vor einer Rauchvergiftung lässt er sein Zimmer nur notdürftig beheizen und hält sich mittels Wärmflaschen und Wollpullovern warm. Deshalb ist er oft erkältet, und ihm läuft ständig die Nase. Am Ende eines Briefes an Reynaldo Hahn klagt er, dass er sich beim Schreiben achtunddreißigmal die Nase habe putzen müssen. Der Brief ist drei Seiten lang. **Höhenangst**: Als er nach einem Besuch bei seinem Onkel in Versailles nach Paris zurückkehrt, wird Proust von Unwohlsein befallen und ist nicht mehr in der Lage, die Treppen zu seiner Wohnung hinaufzusteigen. In einem Brief an seinen Onkel führt er dies später auf den Höhenunterschied zurück, der ihm zu schaffen gemacht habe. Versailles liegt dreiundachtzig Meter höher als Paris. **Betten**: In sein Bett ist er ganz vernarrt, er verbringt die meiste Zeit darin und macht es zu Schreibtisch und Arbeitszimmer in einem. Dient ihm das Bett als Schutz gegen die Grausamkeit der Welt? „Wenn man Kummer hat, tut es so wohl, in die Wärme seines Bettes zu sinken, ja selbst den Kopf unter die Decke zu stecken, um sich dort bar jeder Anstrengung und jeden Widerstands ganz dem Klagen hinzugeben, ächzend wie Zweige im Herbstwind.“ [@reference: Die Leiden des Marcel Proust. Aus: A. de Botton: Wie Proust Ihr Leben verändern kann. Fischer Taschenbuch Verlag, Frankfurt/M. 2000] [.match:bitmark++&image] [%A9a] [!Textarbeit Welche Folgen hatten für Marcel Proust:] [&image:https://docs.bitbook.education/bit-books/schubert/schubert_erkundungen_b2/web-resources/images/asthmaspray.png] === ◇ sein Asthma == [$Proust leidet tagsüber unter heftigen Asthmaanfällen, bis zu zehnmal am Tag. Dadurch wird er zum Nachtmenschen. Er verlässt kaum noch das Haus, meidet Licht, Sonne und Sport. ] === ◇ seine empfindliche Haut == [$Proust verträgt keine Seife, keine Creme, kein Parfüm. Er trocknet sich nur mit Handtüchern ab, die in einer besonderen Wäscherei gewaschen werden. Er trägt nur alte Kleider und Schuhe, weil er meint, die seien besser für ihn. ] === ◇ sein ständiges Frieren == [$Proust geht nur warm angezogen (mit Mantel und vier Pullovern) aus dem Haus. Auch in Räumen behält er seinen Mantel an. Er hat immer kalte Hände. Da er trotz Kälte seine Wohnung nur notdürftig beheizt, ist er oft erkältet. ] === ◇ seine Höhenangst == [$Er empfindet ein starkes Unwohlsein, nachdem er seinen Onkel in Versailles besucht hatte, was nur 83 Meter höher liegt als Paris. ] === ◇ seine Vorliebe für sein Bett == [$Er verbringt die meiste Zeit im Bett, er arbeitet auch darin.] === Lesen Sie den folgenden Text: |remark **Das Leiden des Marcel Proust** Während seine Schriften von Logik und Präzision, von heiterer Gelassenheit und bisweilen sogar Weisheit zeugen, führte er ein von entsetzlichem physischen und psychischen Leid geprägtes Leben. Zwar würde mancher sicherlich gern eine Proustsche Haltung zum Leben einnehmen, doch kein vernünftiger Mensch würde wohl im Ernst so leben wollen wie Proust“, schrieb Alain de Botton in einem Buch über Marcel Proust. Hier ist ein kleiner Auszug aus einer langen Liste seiner Leiden: **Asthma**: Erste Anfälle mit zehn, weiter bis an sein Lebensende. Sie sind außerordentlich heftig und dauern bis zu einer Stunde bis zu zehnmal täglich. Da die meisten tagsüber auftreten, wird Proust zum Nachtmenschen; er geht um sieben Uhr morgens zu Bett und steht zwischen vier und fünf Uhr nachmittags auf. Es ist ihm nahezu unmöglich, das Haus zu verlassen, vor allem im Sommer, und wenn, dann nur im Schutze einer verdunkelten Droschke. Die Fenster und Vorhänge in seiner Wohnung sind Tag und Nacht geschlossen, er sieht weder Sonne noch atmet er frische Luft oder treibt Sport. **Empfindliche Haut**: Er verträgt weder Seife noch Creme oder Parfüm. Er wäscht sich mit feingewebten feuchten Handtüchern und tupft sich mit frischem Leinen trocken (ein normaler Waschvorgang erfordert etwa zwanzig Handtücher, die auf Prousts ausdrückliche Anweisung in die einzige Pariser Wäscherei gebracht werden, die hautfreundliches Waschpulver benutzt). Er gelangt zu dem Schluss, dass ältere Kleider für ihn besser seien als neue und hängt sehr an alten Schuhen und Taschentüchern. **Kälte**: Er friert ständig. Selbst im Hochsommer geht er nur in Mantel und mit vier Pullovern aus dem Haus. Wenn er eine Soiree besucht, behält er seinen Pelzmantel an. Trotzdem sind seine Hände eiskalt, wie seine Gastgeber erstaunt feststellen. Aus Angst vor einer Rauchvergiftung lässt er sein Zimmer nur notdürftig beheizen und hält sich mittels Wärmflaschen und Wollpullovern warm. Deshalb ist er oft erkältet, und ihm läuft ständig die Nase. Am Ende eines Briefes an Reynaldo Hahn klagt er, dass er sich beim Schreiben achtunddreißigmal die Nase habe putzen müssen. Der Brief ist drei Seiten lang. **Höhenangst**: Als er nach einem Besuch bei seinem Onkel in Versailles nach Paris zurückkehrt, wird Proust von Unwohlsein befallen und ist nicht mehr in der Lage, die Treppen zu seiner Wohnung hinaufzusteigen. In einem Brief an seinen Onkel führt er dies später auf den Höhenunterschied zurück, der ihm zu schaffen gemacht habe. Versailles liegt dreiundachtzig Meter höher als Paris. **Betten**: In sein Bett ist er ganz vernarrt, er verbringt die meiste Zeit darin und macht es zu Schreibtisch und Arbeitszimmer in einem. Dient ihm das Bett als Schutz gegen die Grausamkeit der Welt? „Wenn man Kummer hat, tut es so wohl, in die Wärme seines Bettes zu sinken, ja selbst den Kopf unter die Decke zu stecken, um sich dort bar jeder Anstrengung und jeden Widerstands ganz dem Klagen hinzugeben, ächzend wie Zweige im Herbstwind.“ [.match-solution-grouped] [%A9b] [!Ordnen Sie die passenden Verben zu.] === [%1]unter Asthmaanfällen == leiden === [%2]keinen Sport == treiben === [%3]die Vorhänge == schließen === [%4]sich mit frischem Leinen == trocken tupfen === [%5]hautfreundliches Waschpulver == benutzen === [%6]an alten Schuhen == hängen === [%7]nur im Mantel aus dem Haus == gehen === [%8]sein Zimmer notdürftig == beheizen === [%9]sich mehrmals die Nase == putzen === [%10]Unwohlsein auf den Höhenunterschied == zurückführen === [%11]seine Zeit im Bett == verbringen === [%12]den Kopf unter die Decke == stecken === [%13]sich ganz dem Klagen == hingeben === [.interview&image] [%A10a] [&image:https://docs.bitbook.education/bit-books/schubert/schubert_erkundungen_b2/web-resources/images/gesund.png] [!Berichten Sie. Was tun Sie, wenn Sie sich krank fühlen, z. B. ...] === ◇ bei einer Erkältung (Husten, Schnupfen)?[@shortAnswer] === ◇ bei einer fiebrigen Grippe?[@shortAnswer] === ◇ bei Kopfschmerzen?[@shortAnswer] === ◇ bei Rücken- oder Nackenschmerzen?[@shortAnswer] === ◇ bei Muskelkater?[@shortAnswer] === Kennen Sie ein altes Hausmittel, das Sie weiterempfehlen können? ◇ bei Kopfschmerzen? Beispiel: Bei Kopfschmerzen hilft es, wenn man heißes Wasser trinkt. [.cloze-solution-grouped:bitmark--&image] [%A11] [!Hausrezepte Ergänzen Sie in dem Text die fehlenden Nomen.] [&image:https://docs.bitbook.education/bit-books/schubert/schubert_erkundungen_b2/web-resources/images/krank-neu.png] **Omas Hausmittel** Alte Hausmittel erfreuen sich immer größerer [_Beliebtheit][%1]. Auch die Forschung hat die alten [_Heilmethoden][%2] wiederentdeckt. So werden überlieferte Hausmittel jetzt medizinisch überprüft und ausgewertet. So manche Geheimtipps unserer Mütter und Großmütter gegen Erkältungen sind inzwischen auch in der [_Schulmedizin][%3] eingeführt. Es gibt unzählige Hausmittel gegen Grippe, Erkältungen und [_Schmerzen][%4]. Gegen Fieber zum Beispiel helfen Wadenwickel. Man taucht zwei Tücher in lauwarmes [_Wasser][%5], wringt sie aus und wickelt sie um die Waden. Darüber kommt ein dickes Frotteehandtuch. Das Ganze lässt man zehn bis fünfzehn [_Minuten][%6] kühlen. Anschließend werden die Tücher erneut nass gemacht und der Vorgang wird dreimal wiederholt. Bei Ohrenschmerzen kann man eine Zwiebel in [_Würfel][%7] hacken und in ein Taschentuch legen. Die Zwiebel wird etwas zerdrückt, bis sich der Saft im Tuch festsetzt, das Tuch wird dann etwa 30 Minuten auf das kranke Ohr gelegt. Bei Schnupfen und Husten sollte man ein Kamillendampfbad machen. Dabei werden getrocknete [_Kamillenblüten][%8] in eine Schüssel gegeben und mit kochendem Wasser übergossen. Unter einem Badehandtuch kann man dann die heißen [_Dämpfe][%9] inhalieren. [.interview&image] [%A12] [!Beschreiben Sie die nebenstehende Grafik.] [&image:https://docs.bitbook.education/bit-books/schubert/schubert_erkundungen_b2/web-resources/images/smiling_doctor_holding_clipboard_uid_2.png] [&image:https://docs.bitbook.education/bit-books/schubert/schubert_erkundungen_b2/web-resources/images/glo-011538_sz.png] === === [.essay] [%A13] [!Berichten Sie mündlich oder schriftlich.] Wie ist die ärztliche Versorgung in Ihrem Heimatland? ◇ Zu wem geht man, wenn man ein gesundheitliches Problem hat? ◇ Wo ist man krankenversichert? ◇ Gibt es Wartezeiten für Operationen oder wenn man einen Termin bei einem Spezialisten haben möchte? ◇ Gibt es Unterschiede zwischen Stadt und Land? Mit wem (außer dem Arzt) spricht man in Ihrem Heimatland über Krankheiten? Welchen Stellenwert haben in Ihrem Heimatland und für Sie persönlich alternative Heilmethoden (Akupunktur, homöopathische Heilmethoden usw.)? [.chapter] [###Gesunde Ernährung] [@leave.context:personal] [@leave.subject:Gesunde Ernährung] [.interview&image] [%A14] [!Berichten Sie.] [&image:https://docs.bitbook.education/bit-books/schubert/schubert_erkundungen_b2/web-resources/images/seite_215.png] === Ernähren Sie sich gesund? Wenn ja, wie? Wenn nein, warum nicht?[@shortAnswer] === Was sind Ihrer Meinung nach gesunde Lebensmittel? Welche Lebensmittel sollte man wenig oder gar nicht essen?[@shortAnswer] === [.interview:bitmark--&image] [%A15] [!Lesen Sie den Text. Infomieren Sie sich vor dem Lesen über die Bedeutung der Wörter __"gesättigte und ungesättigte Fettsäuren"__ und __"Herzinfarkt"__:] === **Bedeutung folgender Wörter:** gesättigte/ungesättigte Fettsäuren:[@shortAnswer] === Herzinfarkt:[@shortAnswer] === [&image:https://docs.bitbook.education/bit-books/schubert/schubert_erkundungen_b2/web-resources/images/apfel-foto-sw.png] **Gesunde Ernährung** Unsere Essgewohnheiten sind manchmal merkwürdig, ja beinahe absurd. Damit wir diese Absurdität begreifen, sollten wir uns folgende Fragen stellen: Was wäre, wenn eine wissenschaftliche Studie mit sicheren Daten beweisen würde, dass Hamburger und Pommes frites gesünder wären als Salat mit Olivenöl und Putenbrust? Wie würden wir als gesundheitsbewusste Esser reagieren? Würden wir unsere Gewohnheiten aufgeben und statt eines Salates zum Mittagessen einen Hamburger verspeisen? Was wäre, wenn uns Monat für Monat Zeitungsartikel erklären würden, wie schädlich Olivenöl sei und wie gesund eine Portion Pommes? Würde der Salat dann noch irgendjemandem schmecken? Täglich wählen viele Menschen ihr Essen nach Ernährungsweisheiten, die sie in den Medien gehört oder gelesen haben. Denken wir nur an die Forschungsergebnisse von Ernährungsexperten in den 1960er-Jahren, in denen es hieß, Butter und Eier seien Gift für die Blutgefäße, Margarine hingegen schütze die Menschen vor Herzinfarkt. Inzwischen ist erwiesen, dass der Einfluss von Butter und Eiern auf das Herzinfarktrisiko äußerst gering ist und dass Margarine durch die bei der Herstellung entstehenden Transfettsäuren sogar besonders schädlich ist. Moderne Ernährungskonzepte setzen längst nicht mehr auf das sture Vermeiden von Cholesterin. Eher sollte man tierische Fette reduzieren und mehr ungesättigte Fettsäuren aus Pflanzenölen zu sich nehmen. Doch auch die populäre „Mittelmeerdiät“, die auf dieser Theorie basiert, musste nach genauerer Prüfung revidiert werden. Denn im viel gepriesenen Olivenöl finden sich in erster Linie einfach ungesättigte Fettsäuren, die sich in gezielten Untersuchungen für die Gesundheit des Herzens als bedeutungslos herausstellten. Als wahrhaft herzgesunde Fette wurden dann die mehrfach ungesättigten Fettsäuren, die zum Beispiel in Sonnenblumenöl vorkommen, ins Licht der Öffentlichkeit gerückt. Aber damit ist die Geschichte in Sachen Herz und Fett immer noch nicht zu Ende. Denn nach neuesten Erkenntnissen sind die „Omega-3-Fettsäuren“, die man zum Beispiel im Lachs findet, die beste Medizin gegen Herzinfarkte. Das ist der derzeit gültige Stand der Ernährungswissenschaft. Doch für wie lange? Das Muster ist immer das Gleiche: In einem Jahr wird ein bestimmter Nährstoff als lebensverlängernd entdeckt, im nächsten Jahr wird er nicht mehr erwähnt oder es wird gar das Gegenteil bewiesen. Wer soll da noch den Überblick behalten? Studien zeigen jedoch deutlich, dass Menschen, die sich tendenziell gesund ernähren, länger leben. Und da es keinen Artikel über gesunde Ernährung ohne eine Botschaft gibt, hier die gesicherten Wahrheiten: 1. Essen Sie weniger und bewegen Sie sich mehr – über den Nutzwert sind sich alle Experten einig. 2. Essen Sie reichlich Obst und Gemüse. Das ist ein Ratschlag, über den immer noch weitgehend Einigkeit herrscht. 3. Essen Sie stark verarbeitete Lebensmittel nicht in großen Mengen. Leicht verdauliche Speisen aus Weizenmehl und Zucker können dazu verleiten, zu viel zu essen. 4. Misstrauen Sie industriell hergestellten Lebensmitteln, die mit einzelnen besonders gesunden Inhaltsstoffen werben. Vertrauen Sie althergebrachter und naturbelassener Nahrung – sie hat sich schon länger bewährt und Ihr Körper ist daran angepasst. 5. Nehmen Sie Punkt 1 bis 4 nicht allzu ernst. Achten Sie lieber darauf, was Ihnen persönlich besonders gut bekommt. Folgen Sie Ihren Vorlieben und versuchen Sie, Ihre Körpersignale wie das Sättigungsgefühl wieder wahrzunehmen. Vergessen Sie einzelne Nährstoffe – und genießen Sie einfach Ihre nächste Mahlzeit! [@reference: Hilfe, was soll ich essen? P.M. 6/2007 (Birgit Herden). Credit: B. Herden/PM/Picture Press] [.true-false:bitmark++] [%A16a] [@labelTrue:richtig][@labelFalse:falsch] [!Textarbeit Was empfiehlt der Autor des Textes? Kreuzen Sie an, ob die Aussagen richtig oder falsch sind.] Der Autor empfiehlt, richtig === [-1. sich regelmäßig in den Medien über neue Ergebnisse der Ernährungsforschung zu informieren.] === [-2. auf Butter und Eier beim Essen zu verzichten.] === [+3. sich mehr zu bewegen und weniger zu essen.] === [-4. sich in seiner Ernährung an den neuesten Forschungsergebnissen zu orientieren.] === [-5. keinen Alkohol zu trinken und nicht zu rauchen.] === [+6. beim Essen auf den eigenen Körper zu hören.] === [+7. ökologisch hergestellte Produkte zu bevorzugen.] === [+8. sich über das Essen nicht so viele Gedanken zu machen.] === **Gesunde Ernährung** |remark:Gesunde Ernährung Unsere Essgewohnheiten sind manchmal merkwürdig, ja beinahe absurd. Damit wir diese Absurdität begreifen, sollten wir uns folgende Fragen stellen: Was wäre, wenn eine wissenschaftliche Studie mit sicheren Daten beweisen würde, dass Hamburger und Pommes frites gesünder wären als Salat mit Olivenöl und Putenbrust? Wie würden wir als gesundheitsbewusste Esser reagieren? Würden wir unsere Gewohnheiten aufgeben und statt eines Salates zum Mittagessen einen Hamburger verspeisen? Was wäre, wenn uns Monat für Monat Zeitungsartikel erklären würden, wie schädlich Olivenöl sei und wie gesund eine Portion Pommes? Würde der Salat dann noch irgendjemandem schmecken? Täglich wählen viele Menschen ihr Essen nach Ernährungsweisheiten, die sie in den Medien gehört oder gelesen haben. Denken wir nur an die Forschungsergebnisse von Ernährungsexperten in den 1960er-Jahren, in denen es hieß, Butter und Eier seien Gift für die Blutgefäße, Margarine hingegen schütze die Menschen vor Herzinfarkt. Inzwischen ist erwiesen, dass der Einfluss von Butter und Eiern auf das Herzinfarktrisiko äußerst gering ist und dass Margarine durch die bei der Herstellung entstehenden Transfettsäuren sogar besonders schädlich ist. Moderne Ernährungskonzepte setzen längst nicht mehr auf das sture Vermeiden von Cholesterin. Eher sollte man tierische Fette reduzieren und mehr ungesättigte Fettsäuren aus Pflanzenölen zu sich nehmen. Doch auch die populäre „Mittelmeerdiät“, die auf dieser Theorie basiert, musste nach genauerer Prüfung revidiert werden. Denn im viel gepriesenen Olivenöl finden sich in erster Linie einfach ungesättigte Fettsäuren, die sich in gezielten Untersuchungen für die Gesundheit des Herzens als bedeutungslos herausstellten. Als wahrhaft herzgesunde Fette wurden dann die mehrfach ungesättigten Fettsäuren, die zum Beispiel in Sonnenblumenöl vorkommen, ins Licht der Öffentlichkeit gerückt. Aber damit ist die Geschichte in Sachen Herz und Fett immer noch nicht zu Ende. Denn nach neuesten Erkenntnissen sind die „Omega-3-Fettsäuren“, die man zum Beispiel im Lachs findet, die beste Medizin gegen Herzinfarkte. Das ist der derzeit gültige Stand der Ernährungswissenschaft. Doch für wie lange? Das Muster ist immer das Gleiche: In einem Jahr wird ein bestimmter Nährstoff als lebensverlängernd entdeckt, im nächsten Jahr wird er nicht mehr erwähnt oder es wird gar das Gegenteil bewiesen. Wer soll da noch den Überblick behalten? Studien zeigen jedoch deutlich, dass Menschen, die sich tendenziell gesund ernähren, länger leben. Und da es keinen Artikel über gesunde Ernährung ohne eine Botschaft gibt, hier die gesicherten Wahrheiten: 1. Essen Sie weniger und bewegen Sie sich mehr – über den Nutzwert sind sich alle Experten einig. 2. Essen Sie reichlich Obst und Gemüse. Das ist ein Ratschlag, über den immer noch weitgehend Einigkeit herrscht. 3. Essen Sie stark verarbeitete Lebensmittel nicht in großen Mengen. Leicht verdauliche Speisen aus Weizenmehl und Zucker können dazu verleiten, zu viel zu essen. 4. Misstrauen Sie industriell hergestellten Lebensmitteln, die mit einzelnen besonders gesunden Inhaltsstoffen werben. Vertrauen Sie althergebrachter und naturbelassener Nahrung – sie hat sich schon länger bewährt und Ihr Körper ist daran angepasst. 5. Nehmen Sie Punkt 1 bis 4 nicht allzu ernst. Achten Sie lieber darauf, was Ihnen persönlich besonders gut bekommt. Folgen Sie Ihren Vorlieben und versuchen Sie, Ihre Körpersignale wie das Sättigungsgefühl wieder wahrzunehmen. Vergessen Sie einzelne Nährstoffe – und genießen Sie einfach Ihre nächste Mahlzeit! [@reference: Hilfe, was soll ich essen? P.M. 6/2007 (Birgit Herden). Credit: B. Herden/PM/Picture Press] [.essay:bitmark++] [%A16b] [!Lesen Sie den Text Was empfehlen Sie? Formulieren Sie fünf Empfehlungen.] x |remark:Gesunde Ernährung **Gesunde Ernährung** Unsere Essgewohnheiten sind manchmal merkwürdig, ja beinahe absurd. Damit wir diese Absurdität begreifen, sollten wir uns folgende Fragen stellen: Was wäre, wenn eine wissenschaftliche Studie mit sicheren Daten beweisen würde, dass Hamburger und Pommes frites gesünder wären als Salat mit Olivenöl und Putenbrust? Wie würden wir als gesundheitsbewusste Esser reagieren? Würden wir unsere Gewohnheiten aufgeben und statt eines Salates zum Mittagessen einen Hamburger verspeisen? Was wäre, wenn uns Monat für Monat Zeitungsartikel erklären würden, wie schädlich Olivenöl sei und wie gesund eine Portion Pommes? Würde der Salat dann noch irgendjemandem schmecken? Täglich wählen viele Menschen ihr Essen nach Ernährungsweisheiten, die sie in den Medien gehört oder gelesen haben. Denken wir nur an die Forschungsergebnisse von Ernährungsexperten in den 1960er-Jahren, in denen es hieß, Butter und Eier seien Gift für die Blutgefäße, Margarine hingegen schütze die Menschen vor Herzinfarkt. Inzwischen ist erwiesen, dass der Einfluss von Butter und Eiern auf das Herzinfarktrisiko äußerst gering ist und dass Margarine durch die bei der Herstellung entstehenden Transfettsäuren sogar besonders schädlich ist. Moderne Ernährungskonzepte setzen längst nicht mehr auf das sture Vermeiden von Cholesterin. Eher sollte man tierische Fette reduzieren und mehr ungesättigte Fettsäuren aus Pflanzenölen zu sich nehmen. Doch auch die populäre „Mittelmeerdiät“, die auf dieser Theorie basiert, musste nach genauerer Prüfung revidiert werden. Denn im viel gepriesenen Olivenöl finden sich in erster Linie einfach ungesättigte Fettsäuren, die sich in gezielten Untersuchungen für die Gesundheit des Herzens als bedeutungslos herausstellten. Als wahrhaft herzgesunde Fette wurden dann die mehrfach ungesättigten Fettsäuren, die zum Beispiel in Sonnenblumenöl vorkommen, ins Licht der Öffentlichkeit gerückt. Aber damit ist die Geschichte in Sachen Herz und Fett immer noch nicht zu Ende. Denn nach neuesten Erkenntnissen sind die „Omega-3-Fettsäuren“, die man zum Beispiel im Lachs findet, die beste Medizin gegen Herzinfarkte. Das ist der derzeit gültige Stand der Ernährungswissenschaft. Doch für wie lange? Das Muster ist immer das Gleiche: In einem Jahr wird ein bestimmter Nährstoff als lebensverlängernd entdeckt, im nächsten Jahr wird er nicht mehr erwähnt oder es wird gar das Gegenteil bewiesen. Wer soll da noch den Überblick behalten? Studien zeigen jedoch deutlich, dass Menschen, die sich tendenziell gesund ernähren, länger leben. Und da es keinen Artikel über gesunde Ernährung ohne eine Botschaft gibt, hier die gesicherten Wahrheiten: 1. Essen Sie weniger und bewegen Sie sich mehr – über den Nutzwert sind sich alle Experten einig. 2. Essen Sie reichlich Obst und Gemüse. Das ist ein Ratschlag, über den immer noch weitgehend Einigkeit herrscht. 3. Essen Sie stark verarbeitete Lebensmittel nicht in großen Mengen. Leicht verdauliche Speisen aus Weizenmehl und Zucker können dazu verleiten, zu viel zu essen. 4. Misstrauen Sie industriell hergestellten Lebensmitteln, die mit einzelnen besonders gesunden Inhaltsstoffen werben. Vertrauen Sie althergebrachter und naturbelassener Nahrung – sie hat sich schon länger bewährt und Ihr Körper ist daran angepasst. 5. Nehmen Sie Punkt 1 bis 4 nicht allzu ernst. Achten Sie lieber darauf, was Ihnen persönlich besonders gut bekommt. Folgen Sie Ihren Vorlieben und versuchen Sie, Ihre Körpersignale wie das Sättigungsgefühl wieder wahrzunehmen. Vergessen Sie einzelne Nährstoffe – und genießen Sie einfach Ihre nächste Mahlzeit! [@reference: Hilfe, was soll ich essen? P.M. 6/2007 (Birgit Herden). Credit: B. Herden/PM/Picture Press] [.multiple-choice:bitmark--] [%A16c] [!Welche Erklärung passt? Kreuzen Sie an.] === 1. viel __gepriesenes__ Olivenöl [+a)empfohlenes] [-b)untersuchtes] === 2. in __gezielten__ Untersuchungen [+a)systematischen] [-b)zufälligen] === 3. __in erster Linie__ [-a)als erstes] [+b)hauptsächlich] === 4. __gesicherte__ Wahrheiten [-a)gespeicherte] [+b)bewiesene] === 5. __althergebrachte__ Nahrung [+a)ursprüngliche] [-b)alte] === [.cloze] [%A17a] [!Erweiterte Partizipien Wie werden die Nomen im Text beschrieben?] Lebensmittel, die stark verarbeitet wurden: [_stark verarbeitete] Lebensmittel Lebensmittel, die industriell hergestellt wurden: [_industriell hergestellte] Lebensmittel Transfettsäuren, die bei der Herstellung entstanden sind: [_bei der Herstellung entstehende] Transfettsäuren Die von Ihnen notierten Attribute sind Partizipialattribute, die durch verschiedene Angaben erweitert wurden. Solche Attribute finden wir hauptsächlich in der Schriftsprache. [.cloze] [%A17b] [!Erweiterte Partizipien Ergänzen Sie das erweitere Partizipialattribut wie im Beispiel.] ◇ Das Arzneimittel wurde vielfach getestet. Das ist [_ein vielfach getestetes][@example] Arzneimittel. 1. Das Essen wurde schon dreimal warm gemacht. Das ist schon [_dreimal warm gemachtes] Essen. 2. Das Olivenöl wurde kalt gepresst. Das ist [_ein kalt gepresstes] Olivenöl. 3. Das Fleisch wurde nur kurz gebraten. Das ist [_ein nur kurz gebratenes] Fleisch. 4. Die Lebensweise wurde grundlegend geändert. Das ist eine [_grundlegend geänderte] Lebensweise. 5. Die Lebensmittel wurden mit Chemikalien behandelt. Das sind [_mit Chemikalien behandelte] Lebensmittel. 6. Das Gemüse wurde besonders schonend verarbeitet. Das ist [_ein besonders schonend verarbeitetes] Gemüse. 7. Diese Fischarten sind vom Aussterben bedroht. Das sind [_vom Aussterben bedrohte] Fischarten. [.internal-link] [!Zusatzübungen zu erweiterten Partizipien ➔ Teil C][►kapitel8c1] [.assignment:bitmark++] [%A18] [!Gesunde Ernährung: PRO und KONTRA Üben Sie zu zweit.] 1. Überlegen Sie sich zuerst, wer die Rolle des Fürsprechers übernimmt und wer sich gegen eine gesunde Ernährung ausspricht. 2. Sammeln Sie für Ihre Rolle Argumente. 3. Führen Sie ein Streitgespräch mit Ihrer Nachbarin/Ihrem Nachbarn. Vielleicht kann Ihre Gesprächspartnerin/Ihr Gesprächspartner Sie mit ihren/seinen Argumenten überzeugen? |remark PRO-KONTRA-Argumentation |remark:PRO PRO ◇ ... spricht für .../Dafür spricht, dass ... ◇ Ein wichtiges Argument für ... ist ... ◇ Vorteile sind ... ◇ Ich befürworte ..., weil ... |remark:KONTRA KONTRA ◇ ... spricht gegen .../Dagegen spricht, dass ... ◇ Ein wichtiges Argument gegen ... ist ... ◇ Nachteile sind ... ◇ Ich lehne ... ab, weil ... |remark:Für beide Seiten zu verwenden Für beide Seiten zu verwenden ◇ Ich bin der Meinung/Ansicht, dass ... ◇ Meiner Einschätzung nach ... ◇ Ich vertrete den Standpunkt, dass ... ◇ ... überzeugt mich (nicht). ◇ Das führt zu der Frage, ... |remark:Fragen Fragen ◇ Was halten Sie/hältst du von ...? ◇ Wie beurteilen Sie/beurteilst du ...? ◇ Was sind die wichtigsten Gründe für ...? ◇ Wäre es nicht besser, wenn ...? [.assignment:bitmark--] [%A19a] [!Pro und Kontra: __einerseits – andererseits__ und __zwar – aber__ Lesen Sie die folgen Beispielsätze.] ◇ **Einerseits** möchte Marie gern abnehmen, **andererseits** kann sie auf Schokolade nicht verzichten. ◇ Marie möchte **zwar** gern abnehmen, **aber** sie kann auf Schokolade nicht verzichten. [.match:bitmark--&image] [%A19b] [! Pro und Kontra: __einerseits – andererseits__ und __zwar – aber__ Bilden Sie Sätze mit __einerseits – andererseits__ oder __zwar – aber__.] [&image:https://docs.bitbook.education/bit-books/schubert/schubert_erkundungen_b2/web-resources/images/auto-automobil-fahrzeug-39501__pixabay_wwwpexels_sw.png] === [%1]Otto hat kein Geld. – Er fährt ein teures Auto. == [$Otto hat zwar kein Geld, aber er fährt ein teures Auto.] === [%2]Das Projekt kostet viel Arbeit. – Die Mühe lohnt sich. == [$Einerseits kostet das Projekt viel Arbeit, andererseits lohnt sich die Mühe.] === [%3]Die Menschen sollen sich mehr bewegen. – Sie verbringen immer mehr Zeit im Büro. == [$Einerseits sollen sich die Menschen mehr bewegen, andererseits verbringen sie immer mehr Zeit im Büro.] === [%4]Bioprodukte sind teurer. – Sie schmecken oft besser. == [$Bioprodukte sind zwar teurer, aber sie schmecken oft besser.] === [%5]Michael gefällt seine jetzige Tätigkeit. – Er sucht eine Stelle mit besseren Karrieremöglichkeiten. == [$Michael gefällt zwar seine jetzige Tätigkeit, aber er sucht eine Stelle mit besseren Karrieremöglichkeiten.] === [%6]Unsere Produkte sind sehr preiswert. – Sie erfüllen hohe Qualitätsmaßstäbe. == [$Einerseits sind unsere Produkte sehr preiswert, andererseits erfüllen sie hohe Qualitätsmaßstäbe.] === [.assignment] [%A20] [! Essgewohnheiten in Ihrem Heimatland Halten Sie einen Vortrag von ca. drei Minuten über Essgewohnheiten in Ihrem Heimatland. Stellen Sie dabei auch ein typisches Gericht vor.] [.chapter] [###Essen und Umwelt] [@leave.subject:Essen und Umwelt] [.assignment:bitmark--&image] [%A21a] [!Lebensmittel und ihre Preise Lesen Sie den folgenden Text.] [&image:https://docs.bitbook.education/bit-books/schubert/schubert_erkundungen_b2/web-resources/images/seite_218_-_2.jpg] **Meere überfischt** Wundern Sie sich darüber, wenn im Supermarkt das eine oder andere Lebensmittel etwas teurer wird oder gar nicht mehr da ist? Wissen Sie, woran das liegen könnte? Normalerweise machen wir uns darüber keine Gedanken, aber eigentlich sollten bei uns die Alarmglocken läuten. Denn hinter so manchen Preiserhöhungen verbergen sich die Folgen des Klimawandels und des jahrelangen Raubbaus an der Natur. Diese Zerstörung fordert, im wahrsten Sinne des Wortes, ihren Preis. Nehmen wir zum Beispiel das Meer. Fisch ist gesund, doch leider ist nicht genug für alle da. Wussten Sie, dass 75 Prozent der Fischarten gegenwärtig vom Aussterben bedroht sind? Nach Angaben von Greenpeace dürften wir eigentlich nur noch vier Fischarten essen: Karpfen, Hering, Seelachs und Makrele. Alle anderen Fischbestände sind so überfischt, dass niemand weiß, ob sie sich überhaupt wieder regenerieren werden. Und je seltener ein Fisch ist, desto höhere Preise kann man damit erzielen und desto skrupelloser wird er gejagt. Die meisten Fischarten werden auf diese Weise früher oder später nicht mehr zu bezahlen sein. [.cloze:bitmark--] [%A21b] [!Im Folgenden finden Sie einige Beispiele, die den Einfluss von bestimmten äußeren Umständen auf den Preis eines Lebensmittels beschreiben. Raten Sie, um welche Lebensmittel bzw. Tiere es sich handelt. (Achtung: Es geht nicht nur um Fische.)] **1. 500 Dollar pro Kilo** Dieser Fisch gehört fest zur japanischen Identität und hat in Sushi-Häppchen als leichte Lifestyle-Mahlzeit den gesamten Globus erobert. Inzwischen übersteigt die Nachfrage das natürliche Angebot. Besonders kostbare Arten der Gattung werden schon jetzt mit Preisen von bis zu 500 Dollar pro Kilo gehandelt. Sushi-Köche denken nun über Alternativen nach. Die weniger edlen Sorten dieses Fisches gibt es auch in Dosen. __Es geht um [_Thunfisch]__ **2. Süße Verlockung** Die Deutschen sind süchtig danach – doch das süße Laster wird in Zukunft deutlich teurer. Der wichtigste Grund ist, dass der Rohstoff dafür knapp wird. Den größten Anteil des weltweit gehandelten Rohstoffs produziert die von Krisen geplagte Elfenbeinküste. Infolge des Bürgerkrieges liegen viele Plantagen brach, die Erträge sind deutlich zurückgegangen. Außerdem ist die Ware im Vergleich zu früher von schlechterer Qualität. Gleichzeitig haben Länder wie Indien und China die süße Verlockung entdeckt – der Markt wächst dort um 20 Prozent im Jahr. Um einem Engpass zuvorzukommen, hat die EU vor einigen Jahren erlaubt, das Produkt mit einem Anteil anderer Fette zu strecken. __Es geht um [_Schokolade][_Kakao]__ **3. Das mysteriöse Sterben** Man sagt diesen Tieren nach, dass sie sehr fleißig sind. Etwa ein Drittel der gesamten Lebensmittelproduktion hängt direkt oder indirekt von ihnen ab, die meisten Obst- und Gemüsesorten werden von ihnen bestäubt. Jetzt stehen die Wissenschaftler vor einem Rätsel: Ganze Völkerstämme der Tiere sind innerhalb kürzester Zeit gestorben. In den USA verschwanden 70 Prozent des gesamten Tierbestandes, auch in Spanien, Polen und Deutschland wurde das mysteriöse Sterben beobachtet. Die Folgen sind schon jetzt spürbar: Der Preis für einige Lebensmittel hat sich in den USA verdreifacht. __Es geht um [_Bienen]__ **4. In 20 Jahren ist Schluss** Man bezeichnet ihn als „das schwarze Gold“ und mit ihm lassen sich riesige Gewinne erzielen. Der Fisch, um dessen Eier es sich handelt, ist in der freien Natur so gut wie ausgestorben. Der Preis pro Kilo beträgt bis zu 6 000 Euro. Man züchtet ihn auch in Aquakulturen, doch echte Feinschmecker halten davon nichts. Experten haben errechnet, dass es die Delikatesse aus dem Meer in 20 Jahren nicht mehr geben wird. __Es geht um [_Kaviar][_Stör]__ [.true-false:bitmark++] [%A22a] [!Textarbeit Steht das in den Texten? Kreuzen Sie an: richtig oder falsch.] xxx |remark **Meere überfischt** Wundern Sie sich darüber, wenn im Supermarkt das eine oder andere Lebensmittel etwas teurer wird oder gar nicht mehr da ist? Wissen Sie, woran das liegen könnte? Normalerweise machen wir uns darüber keine Gedanken, aber eigentlich sollten bei uns die Alarmglocken läuten. Denn hinter so manchen Preiserhöhungen verbergen sich die Folgen des Klimawandels und des jahrelangen Raubbaus an der Natur. Diese Zerstörung fordert, im wahrsten Sinne des Wortes, ihren Preis. Nehmen wir zum Beispiel das Meer. Fisch ist gesund, doch leider ist nicht genug für alle da. Wussten Sie, dass 75 Prozent der Fischarten gegenwärtig vom Aussterben bedroht sind? Nach Angaben von Greenpeace dürften wir eigentlich nur noch vier Fischarten essen: Karpfen, Hering, Seelachs und Makrele. Alle anderen Fischbestände sind so überfischt, dass niemand weiß, ob sie sich überhaupt wieder regenerieren werden. Und je seltener ein Fisch ist, desto höhere Preise kann man damit erzielen und desto skrupelloser wird er gejagt. Die meisten Fischarten werden auf diese Weise früher oder später nicht mehr zu bezahlen sein. |remark **500 Dollar pro Kilo** Dieser Fisch gehört fest zur japanischen Identität und hat in Sushi-Häppchen als leichte Lifestyle-Mahlzeit den gesamten Globus erobert. Inzwischen übersteigt die Nachfrage das natürliche Angebot. Besonders kostbare Arten der Gattung werden schon jetzt mit Preisen von bis zu 500 Dollar pro Kilo gehandelt. Sushi-Köche denken nun über Alternativen nach. Die weniger edlen Sorten dieses Fisches gibt es auch in Dosen. **Süße Verlockung** Die Deutschen sind süchtig danach – doch das süße Laster wird in Zukunft deutlich teurer. Der wichtigste Grund ist, dass der Rohstoff dafür knapp wird. Den größten Anteil des weltweit gehandelten Rohstoffs produziert die von Krisen geplagte Elfenbeinküste. Infolge des Bürgerkrieges liegen viele Plantagen brach, die Erträge sind deutlich zurückgegangen. Außerdem ist die Ware im Vergleich zu früher von schlechterer Qualität. Gleichzeitig haben Länder wie Indien und China die süße Verlockung entdeckt – der Markt wächst dort um 20 Prozent im Jahr. Um einem Engpass zuvorzukommen, hat die EU vor einigen Jahren erlaubt, das Produkt mit einem Anteil anderer Fette zu strecken. **Das mysteriöse Sterben** Man sagt diesen Tieren nach, dass sie sehr fleißig sind. Etwa ein Drittel der gesamten Lebensmittelproduktion hängt direkt oder indirekt von ihnen ab, die meisten Obst- und Gemüsesorten werden von ihnen bestäubt. Jetzt stehen die Wissenschaftler vor einem Rätsel: Ganze Völkerstämme der Tiere sind innerhalb kürzester Zeit gestorben. In den USA verschwanden 70 Prozent des gesamten Tierbestandes, auch in Spanien, Polen und Deutschland wurde das mysteriöse Sterben beobachtet. Die Folgen sind schon jetzt spürbar: Der Preis für einige Lebensmittel hat sich in den USA verdreifacht. **In 20 Jahren ist Schluss** Man bezeichnet ihn als „das schwarze Gold“ und mit ihm lassen sich riesige Gewinne erzielen. Der Fisch, um dessen Eier es sich handelt, ist in der freien Natur so gut wie ausgestorben. Der Preis pro Kilo beträgt bis zu 6 000 Euro. Man züchtet ihn auch in Aquakulturen, doch echte Feinschmecker halten davon nichts. Experten haben errechnet, dass es die Delikatesse aus dem Meer in 20 Jahren nicht mehr geben wird. [@labelTrue:richtig][@labelFalse:falsch] === [+1. Je seltener ein Fisch ist, desto begehrter ist er.] === [-2. Feinschmecker stellen sich langsam auf Ersatzprodukte um, die z. B. in Fischfarmen erzeugt werden.] === [+3. Auch politische Krisen können Einfluss auf den Lebensmittelmarkt haben.] === [+4. Die EU hat zur Stabilität des Marktes für die „süße Verlockung“ vor einigen Jahren das Gesetz geändert.] === [-5. Wissenschaftler haben das Rätsel des Insektensterbens gelöst.] === [.interview:bitmark++] [%A22b] [!Textarbeit Lesen und berichten Sie.] xxx |remark **Meere überfischt** Wundern Sie sich darüber, wenn im Supermarkt das eine oder andere Lebensmittel etwas teurer wird oder gar nicht mehr da ist? Wissen Sie, woran das liegen könnte? Normalerweise machen wir uns darüber keine Gedanken, aber eigentlich sollten bei uns die Alarmglocken läuten. Denn hinter so manchen Preiserhöhungen verbergen sich die Folgen des Klimawandels und des jahrelangen Raubbaus an der Natur. Diese Zerstörung fordert, im wahrsten Sinne des Wortes, ihren Preis. Nehmen wir zum Beispiel das Meer. Fisch ist gesund, doch leider ist nicht genug für alle da. Wussten Sie, dass 75 Prozent der Fischarten gegenwärtig vom Aussterben bedroht sind? Nach Angaben von Greenpeace dürften wir eigentlich nur noch vier Fischarten essen: Karpfen, Hering, Seelachs und Makrele. Alle anderen Fischbestände sind so überfischt, dass niemand weiß, ob sie sich überhaupt wieder regenerieren werden. Und je seltener ein Fisch ist, desto höhere Preise kann man damit erzielen und desto skrupelloser wird er gejagt. Die meisten Fischarten werden auf diese Weise früher oder später nicht mehr zu bezahlen sein. |remark **500 Dollar pro Kilo** Dieser Fisch gehört fest zur japanischen Identität und hat in Sushi-Häppchen als leichte Lifestyle-Mahlzeit den gesamten Globus erobert. Inzwischen übersteigt die Nachfrage das natürliche Angebot. Besonders kostbare Arten der Gattung werden schon jetzt mit Preisen von bis zu 500 Dollar pro Kilo gehandelt. Sushi-Köche denken nun über Alternativen nach. Die weniger edlen Sorten dieses Fisches gibt es auch in Dosen. **Süße Verlockung** Die Deutschen sind süchtig danach – doch das süße Laster wird in Zukunft deutlich teurer. Der wichtigste Grund ist, dass der Rohstoff dafür knapp wird. Den größten Anteil des weltweit gehandelten Rohstoffs produziert die von Krisen geplagte Elfenbeinküste. Infolge des Bürgerkrieges liegen viele Plantagen brach, die Erträge sind deutlich zurückgegangen. Außerdem ist die Ware im Vergleich zu früher von schlechterer Qualität. Gleichzeitig haben Länder wie Indien und China die süße Verlockung entdeckt – der Markt wächst dort um 20 Prozent im Jahr. Um einem Engpass zuvorzukommen, hat die EU vor einigen Jahren erlaubt, das Produkt mit einem Anteil anderer Fette zu strecken. **Das mysteriöse Sterben** Man sagt diesen Tieren nach, dass sie sehr fleißig sind. Etwa ein Drittel der gesamten Lebensmittelproduktion hängt direkt oder indirekt von ihnen ab, die meisten Obst- und Gemüsesorten werden von ihnen bestäubt. Jetzt stehen die Wissenschaftler vor einem Rätsel: Ganze Völkerstämme der Tiere sind innerhalb kürzester Zeit gestorben. In den USA verschwanden 70 Prozent des gesamten Tierbestandes, auch in Spanien, Polen und Deutschland wurde das mysteriöse Sterben beobachtet. Die Folgen sind schon jetzt spürbar: Der Preis für einige Lebensmittel hat sich in den USA verdreifacht. **In 20 Jahren ist Schluss** Man bezeichnet ihn als „das schwarze Gold“ und mit ihm lassen sich riesige Gewinne erzielen. Der Fisch, um dessen Eier es sich handelt, ist in der freien Natur so gut wie ausgestorben. Der Preis pro Kilo beträgt bis zu 6 000 Euro. Man züchtet ihn auch in Aquakulturen, doch echte Feinschmecker halten davon nichts. Experten haben errechnet, dass es die Delikatesse aus dem Meer in 20 Jahren nicht mehr geben wird. === Welche Aussagen in den Texten haben Sie überrascht? === Welchen Fisch essen Sie gern? === Wie könnte man die bedrohten Fischarten Ihrer Meinung nach retten? === |note: **500 Dollar pro Kilo** Dieser Fisch gehört fest zur japanischen Identität und hat in Sushi-Häppchen als leichte Lifestyle-Mahlzeit den gesamten Globus erobert. Inzwischen übersteigt die Nachfrage das natürliche Angebot. Besonders kostbare Arten der Gattung werden schon jetzt mit Preisen von bis zu 500 Dollar pro Kilo gehandelt. Sushi-Köche denken nun über Alternativen nach. Die weniger edlen Sorten dieses Fisches gibt es auch in Dosen. **Süße Verlockung** Die Deutschen sind süchtig danach – doch das süße Laster wird in Zukunft deutlich teurer. Der wichtigste Grund ist, dass der Rohstoff dafür knapp wird. Den größten Anteil des weltweit gehandelten Rohstoffs produziert die von Krisen geplagte Elfenbeinküste. Infolge des Bürgerkrieges liegen viele Plantagen brach, die Erträge sind deutlich zurückgegangen. Außerdem ist die Ware im Vergleich zu früher von schlechterer Qualität. Gleichzeitig haben Länder wie Indien und China die süße Verlockung entdeckt – der Markt wächst dort um 20 Prozent im Jahr. Um einem Engpass zuvorzukommen, hat die EU vor einigen Jahren erlaubt, das Produkt mit einem Anteil anderer Fette zu strecken. **Das mysteriöse Sterben** Man sagt diesen Tieren nach, dass sie sehr fleißig sind. Etwa ein Drittel der gesamten Lebensmittelproduktion hängt direkt oder indirekt von ihnen ab, die meisten Obst- und Gemüsesorten werden von ihnen bestäubt. Jetzt stehen die Wissenschaftler vor einem Rätsel: Ganze Völkerstämme der Tiere sind innerhalb kürzester Zeit gestorben. In den USA verschwanden 70 Prozent des gesamten Tierbestandes, auch in Spanien, Polen und Deutschland wurde das mysteriöse Sterben beobachtet. Die Folgen sind schon jetzt spürbar: Der Preis für einige Lebensmittel hat sich in den USA verdreifacht. **In 20 Jahren ist Schluss** Man bezeichnet ihn als „das schwarze Gold“ und mit ihm lassen sich riesige Gewinne erzielen. Der Fisch, um dessen Eier es sich handelt, ist in der freien Natur so gut wie ausgestorben. Der Preis pro Kilo beträgt bis zu 6 000 Euro. Man züchtet ihn auch in Aquakulturen, doch echte Feinschmecker halten davon nichts. Experten haben errechnet, dass es die Delikatesse aus dem Meer in 20 Jahren nicht mehr geben wird. [.interview:bitmark--] [%A22c] [!Erklären Sie die hervorgehobenen Wörter und Wendungen mit eigenen Worten.] === 1. Eigentlich sollten __bei uns die Alarmglocken läuten__.[@shortAnswer] [?sollten wir wachsam/aufmerksam sein] === 2. Diese Zerstörung __fordert ihren Preis__.[@shortAnswer] [?hat Folgen] === 3. __Die Fischbestände sind überfischt__.[@shortAnswer] [?Es wurden zu viele Fische gefangen.] === [.interview:bitmark--] [%A22d] [!Formen Sie die Sätze um. Verwenden Sie dabei die in Klammern angegebenen Wörter.] === [%◇]Wissen Sie, **woran die Preissteigerung liegen könnte**?__(Grund)__[@shortAnswer] [@example:Wissen Sie, **was der Grund für die Preissteigerung sein könnte**?] === [%1]Normalerweise **machen** wir **uns** darüber **keine Gedanken**.__(nicht nachdenken)__[@shortAnswer] [$Normalerweise denken wir darüber nicht nach.] === [%2]**Hinter** so manchen Preiserhöhungen **verbergen sich** die Folgen des Klimawandels.__(Ursache)__[@shortAnswer] [$Ursache für so manche Preiserhöhungen sind die Folgen des Klimawandels.] === [%3]Fisch ist gesund, doch leider **ist nicht genug für alle da**.__(für alle Menschen reichen)__[@shortAnswer] [$Fisch ist gesund, doch leider reicht er nicht für alle Menschen.] === [%4]**Nach Angaben von** Greenpeace dürften wir eigentlich nur noch vier Fischarten essen.__(laut)__[@shortAnswer] [$Laut Greenpeace dürften wir eigentlich nur noch vier Fischarten essen.] === [%5]Je seltener ein Fisch ist, desto **höhere Preise kann man damit erzielen**.__(teurer werden)__[@shortAnswer] [$Je seltener ein Fisch ist, desto teurer wird er.] === [%6]Die meisten Fischarten **werden** früher oder später **zu unbezahlbaren Delikatessen**.__(nicht mehr bezahlen können)__[@shortAnswer] [$Die meisten Fischarten können wir früher oder später nicht mehr bezahlen.] === [.cloze-instruction-grouped] [%A22e] [!Ergänzen Sie die Verben in der richtigen Form.] 1. Viele Tiere sind vom Aussterben [_bedroht][!bedrohen]. 2. Der Preis hat sich [_verdreifacht][!verdreifachen]. 3. Die meisten Obstbäume werden von diesen Insekten [_bestäubt][!bestäuben]. 4. China und Indien haben die süße Verlockung [_entdeckt][!entdecken]. 5. Besonders kostbare Arten werden mit Kilopreisen von bis zu 500 Euro [_gehandelt][!handeln]. 6. Der Fisch wird in Aquakulturen [_gezüchtet][!züchten]. 7. Der Rohstoff wird in Krisengebieten [_produziert][!produzieren]. [.assignment:bitmark--] [%A23a] [!Zukünftiges ausdrücken mit __werden__ Lesen Sie die Sätze aus Text A21a.] ◇ Die meisten Fischarten **werden** auf diese Weise früher oder später **nicht mehr zu bezahlen sein**. ◇ Die Delikatesse aus dem Meer **wird** es in 20 Jahren **nicht mehr geben**. Was drückt das Verb __werden__ hier aus? [.interview:bitmark--] [%A23b] [!Drücken Sie zukünftige Erwartungen mithilfe von __werden__ zu den folgenden Themen aus.] === [%◇]Verkehrssituation in Ihrer Heimatstadt/Ihrem Heimatland[@shortAnswer] [@example:Die Staus auf den Autobahnen werden zunehmen. Die Preise für die öffentlichen Verkehrsmittel werden steigen.] === [%1]Eisberge in der Antarktis[@shortAnswer] === [%2]Wasserspiegel des Meeres[@shortAnswer] === [%3]Ernährungssituation auf der Erde[@shortAnswer] === [%4]Fast Food[@shortAnswer] === [%5]Raumfahrt[@shortAnswer] === [%6]Lebenserwartung der Menschen[@shortAnswer] === [%7]medizinischer Fortschritt[@shortAnswer] === [%8]Energieversorgung[@shortAnswer] === [%9]Trinkwasser[@shortAnswer] === [%10]Luxus[@shortAnswer] === [.multiple-choice-text:bitmark--] [%A23c] [!Lesen Sie die folgenden Sätze und überlegen Sie, welche Funktion __werden__ hat. Ordnen Sie zu.] 1. Ich werde mich sofort darum kümmern. [-Ausdruck einer Vermutung][-Vollverb][-Hilfsverb für das Passiv][+Ausdruck einer Absicht oder eines Versprechens][-Ausdruck einer Zukunftserwartung] 2. Wo ist Otto? Er wird wohl noch im Büro sein. [+Ausdruck einer Vermutung][-Vollverb][-Hilfsverb für das Passiv][-Ausdruck einer Absicht oder eines Versprechens][-Ausdruck einer Zukunftserwartung] 3. Der Fisch wird gekocht. [-Ausdruck einer Vermutung][-Vollverb][+Hilfsverb für das Passiv][-Ausdruck einer Absicht oder eines Versprechens][-Ausdruck einer Zukunftserwartung] 4. Otto wird Polizist. [-Ausdruck einer Vermutung][+Vollverb][-Hilfsverb für das Passiv][-Ausdruck einer Absicht oder eines Versprechens][-Ausdruck einer Zukunftserwartung] 5. Morgen wird es regnen. [-Ausdruck einer Vermutung][-Vollverb][-Hilfsverb für das Passiv][-Ausdruck einer Absicht oder eines Versprechens][+Ausdruck einer Zukunftserwartung] 6. Maria ist gestern 30 geworden. [-Ausdruck einer Vermutung][+Vollverb][-Hilfsverb für das Passiv][-Ausdruck einer Absicht oder eines Versprechens][-Ausdruck einer Zukunftserwartung] 7. Wir werden dir helfen. [-Ausdruck einer Vermutung][-Vollverb][-Hilfsverb für das Passiv][+Ausdruck einer Absicht oder eines Versprechens][-Ausdruck einer Zukunftserwartung] 8. Der Klimawandel wird weiter voranschreiten. [-Ausdruck einer Vermutung][-Vollverb][-Hilfsverb für das Passiv][-Ausdruck einer Absicht oder eines Versprechens][+Ausdruck einer Zukunftserwartung] [.internal-link] [!Zusatzübungen zur Verwendung von __werden__ ➔ Teil C][►kapitel8c2] [.chapter] [###Umweltprobleme und die Belastung für den Menschen] [@leave.subject:Umweltprobleme und die Belastung für den Menschen] [.essay:bitmark--] [%A24] [!Welche Wörter und Wendungen fallen Ihnen zum Thema __Umweltprobleme__ ein? Erstellen Sie in Kleingruppen ein Assoziogramm.] [.essay&image] [%A25] [!Diskussion Diskutieren Sie in Kleingruppen über Probleme mit der Umwelt im täglichen Leben. Erarbeiten Sie eine Reihenfolge der Umweltbelastungen, die Sie am meisten stören, und präsentieren Sie Ihre Ergebnisse im Plenum.] [&image:https://docs.bitbook.education/bit-books/schubert/schubert_erkundungen_b2/web-resources/images/stau-neu.png] [.essay:bitmark++&image] [%A26a] [!Umfrageergebnis: Bedrohungen für die Menschen Beschreiben Sie die folgende Grafik, die auf einer Umfrage in Österreich zum Thema __Bedrohungen für unseren unmittelbaren Lebensbereich__ beruht. Welche Aussagen haben Sie überrascht? Wie lassen sich einige Ergebnisse erklären? Vergleichen Sie die Angaben mit Ihren Ergebnissen aus Übung A25.] x |remark:Redemittel **Redemittel** ◇ Die größte Angst haben die Österreicher vor ... ◇ Die stärkste Bedrohung für den Menschen geht von ... aus. ◇ ... Prozent der Österreicher fühlen sich bedroht durch/von ... ◇ Als (dritt-)größte Bedrohung/größtes Problem sehen die Menschen in Österreich ... ◇ Des Weiteren fürchten sie ... ◇ ... Prozent sehen in ... einen negativen Einfluss auf die Umwelt/ den Lebensbereich der Menschen. ◇ Das Bedrohungs-/ Angstgefühl in Bezug auf ... ist im Vergleich zu früher gestiegen/ gesunken. [.cloze-instruction-grouped:bitmark--] [%A26b] [!Ergänzen Sie in dem Kommentar zur Grafik die fehlenden Verben in der richtigen Form.] Die Top 3 der Umweltbedrohungen [_waren][@example] 1991 bei einer Befragung in Österreich Luftverschmutzung, Ozonbelastung und Grundwasserverschmutzung. Inzwischen hat die Reaktorkatastrophe von Fukushima deutliche Spuren [_hinterlassen][!hinterlassen][%1]: Kernkraftwerke [_stehen][!stehen][%2] auf Platz 1 der unmittelbaren Bedrohungsszenarien, zwei Drittel [_sehen][!sehen][%3] die Umwelt durch die Ölverschmutzung der Meere in großer Gefahr. Die Luftverschmutzung [_bleibt][!bleiben][%4] nach wie vor ein Gefahrenherd, ebenso [_rückt][!rücken][%5] das Regenwaldsterben ins Zentrum der Ängste. Die Antworten [_zeigen][!zeigen][%6] zudem, dass die Österreicher heute globaler [_denken][!denken][%7] und den unmittelbaren Lebensbereich weiter [_fassen][!fassen][%8] als früher. Obwohl z. B. die Meere nicht zum Lebensraum des Binnenlandes Österreich [_gehören][!gehören][%9], wird angesichts der Erinnerung an hilflose, ölverschmierte Vögel die Ölverschmutzung der Meere inzwischen von 65 Prozent der Österreicher als unmittelbare Bedrohung [_gesehen][!sehen][%10], ähnlich ist es beim Regenwaldsterben mit 55 Prozent. Eine weitere aktuelle Umfrage hat [_ergeben][!ergeben][%11], dass sich jede[%r] Zweite über Umweltgefahren Sorgen [_macht][!machen][%12], 47 Prozent [_fürchten][!fürchten][%13] eine Existenzgefährdung der gesamten Menschheit durch Umweltprobleme. Die Umweltproblematik ist bereits so stark ins Blickfeld [_geraten][!geraten][%14], dass selbst die Finanzkrise sie nicht mehr aus dem Bewusstsein [_verdrängen][!verdrängen][%15] kann: Nur jeder zehnte Österreicher [_meint][!meinen][%16], dass Umweltprobleme zu viel Aufmerksamkeit [_genießen][!genießen][%17]. [@reference: Starke Zunahme der Umweltängste. market INSTITUT, Mai 2012 In: https://www.market.at/de/market-aktuell/] [.multiple-choice-text&image] [%A27a] [&image:https://docs.bitbook.education/bit-books/schubert/schubert_erkundungen_b2/web-resources/images/verschmutzung.png] [!Vertiefen Sie den Wortschatz des Textes A26b. Arbeiten Sie zu zweit. Was kann man miteinander verbinden? Bilden Sie Komposita und nennen Sie auch die Artikel.] [+die][-der][-das][@example] Luft[-Kraftwerk][-Krise][-Szenarium][+Verschmutzung][-Katastrophe][-Herd][-Sterben][-Gefahren][@example] [+die][-der][-das] Reaktor[-Kraftwerk][-Krise][-Szenarium][-Verschmutzung][+Katastrophe][-Herd][-Sterben][-Gefahren] [-die][-der][+das] Kern[+Kraftwerk][-Krise][-Szenarium][-Verschmutzung][-Katastrophe][-Herd][-Sterben][-Gefahren] [-die][-der][+das] Bedrohungs[-Kraftwerk][-Krise][+Szenarium][-Verschmutzung][-Katastrophe][-Herd][-Sterben][-Gefahren] [-die][+der][-das] Gefahren[-Kraftwerk][-Krise][-Szenarium][-Verschmutzung][-Katastrophe][+Herd][-Sterben][-Gefahren] [-die][-der][+das] Regenwald[-Kraftwerk][-Krise][-Szenarium][-Verschmutzung][-Katastrophe][-Herd][+Sterben][-Gefahren] [+die][-der][-das] Umwelt[-Kraftwerk][-Krise][-Szenarium][-Verschmutzung][-Katastrophe][-Herd][-Sterben][+Gefahren] [+die][-der][-das] Finanz[-Kraftwerk][+Krise][-Szenarium][-Verschmutzung][-Katastrophe][-Herd][-Sterben][-Gefahren] [.match-solution-grouped] [!Ordnen Sie die passenden Verben zu.] [%A27b] === [%1]Aufmerksamkeit == [%b]genießen[@example] === [%2]etwas aus dem Bewusstsein == [%g]verdrängen === [%3]ins Blickfeld == [%e]geraten === [%4]eine Existenzgefährdung == [%d]fürchten === [%5]deutliche Spuren == [%a]hinterlassen === [%6]ins Zentrum der Ängste == [%h]rücken === [%7]etwas als unmittelbare Bedrohung == [%c]sehen === [%8]sich Sorgen == [%f]machen === [.interview:bitmark++] [%A27c] [!Formulieren Sie aus folgenden Wörtern und Wendungen fünf Sätze.] x |remark die Luftverschmutzung, die Reaktorkatastrophe, das Kernkraftwerk, das Bedrohungsszenarium, der Gefahrenherd, das Regenwaldsterben, die Umweltgefahren, die Finanzkrise |remark Aufmerksamkeit genießen, etwas aus dem Bewusstsein verdrängen, ins Blickfeld geraten, eine Existenzgefährdung fürchten, deutliche Spuren hinterlassen, ins Zentrum der Ängste rücken, etwas als unmittelbare Bedrohung sehen, sich Sorgen machen === 1. Satz[@shortAnswer] === 2. Satz[@shortAnswer] === 3. Satz[@shortAnswer] === 4. Satz[@shortAnswer] === 5. Satz[@shortAnswer] === [?1. Die Luftverschmutzung in den Städten genießt bei den Bürgern besondere Aufmerksamkeit. 2. Die Reaktorkatastrophe in Japan rückte die Atomkraft ins Zentrum der Ängste. 3. Kernkraftwerke werden als unmittelbare Bedrohung gesehen. 4. Das Regenwaldsterben wurde aus dem Bewusstsein verdrängt. 5. Umweltgefahren sind wieder ins Blickfeld der Politik geraten.] [.assignment:bitmark++&image] [%A28a] [!Vorbereitung einer Umweltkonferenz Mündlicher Ausdruck: Fotoauswahl] Sie gehören zum Organisationsteam einer kleinen Umweltkonferenz und sollen die Einladung und andere Konferenzunterlagen mit einem Foto gestalten. Sie haben drei Fotos zur Auswahl. Diskutieren Sie mit Ihrem Nachbarn/ Ihrer Nachbarin, welches Foto Sie für geeignet halten, und begründen Sie Ihre Auswahl. Treffen Sie am Ende eine gemeinsame Entscheidung. |remark:Über Fotos sprechen **Über Fotos sprechen** ◇ Meiner Meinung nach .../ Meines Erachtens ... ◇ Mir gefällt Foto ... am besten. ◇ Foto ... überzeugt mich, weil ... ◇ Inhaltlich/Künstlerisch spricht mich Foto ... am meisten an, denn ... ◇ Ich glaube eher, dass ... ◇ In diesem Punkt habe ich eine ganz andere Meinung. ◇ Ich kann mir nicht vorstellen/Ich bezweifle, dass ... ◇ Dieses Foto setzt des Thema nur unzureichend um./Das Foto trifft das Thema nicht. ◇ Vielleicht können wir uns darauf einigen, dass ... [&image:https://docs.bitbook.education/bit-books/schubert/schubert_erkundungen_b2/web-resources/images/476839_original_r_k_b_by_maret_hosemann_pixelio.de.png] [&image:https://docs.bitbook.education/bit-books/schubert/schubert_erkundungen_b2/web-resources/images/606268_original_r_by_alexander_klaus_pixelio.de.png] [&image:https://docs.bitbook.education/bit-books/schubert/schubert_erkundungen_b2/web-resources/images/730997_original_r_k_by_oliver_mohr_pixelio.de.png] [.essay] [%A28b] [!Vorbereitung einer Umweltkonferenz Schriftlicher Ausdruck: Eine Einladung zur Konferenz schreiben] Einer der Vortragenden hat plötzlich abgesagt. Schreiben Sie eine E-Mail an Dr. Max Lehmann und bitten Sie ihn, kurzfristig einzuspringen. Dr. Lehmann ist Experte für Wasserressourcen und Trinkwasserqualität. Nennen Sie in Ihrer Mail auch Ort, Zeitpunkt und Thema der Konferenz sowie organisatorische Details wie Honorar,Übernachtung usw. [.multiple-choice&imageWithAudio] [%A29a] [!Konferenzbeitrag Sie hören auf der Konferenz einen Beitrag zum Thema Umweltschutz – wo wir heute stehen. Kreuzen Sie beim Hören oder danach an, welche Aussage dem Text entspricht.] [&image:https://docs.bitbook.education/bit-books/schubert/schubert_erkundungen_b2/web-resources/images/umwelt.jpg] [&audio:https://docs.bitbook.education/bit-books/schubert/schubert_erkundungen_b2/web-resources/audio/14_erkundungen_b2_3a.mp3] [@reference: Umweltverschmutzung. Planet Wissen, 4.3.2014 (Melanie Wieland) In: https://www.planet-wissen.de/natur/] === [!1. Die Qualität des Wassers] [+a) hat sich in europäischen Flüssen verbessert.] [-b) ist überall auf der Welt schlecht.] [-c) erfordert dringend neue Gesetze.] === [!2. Sauberes Trinkwasser] [-a) gibt es eigentlich genug. Es wird nur verschwendet.] [+b) ist für viele Millionen Menschen nicht oder nur schwer zugänglich.] [-c) kann durch künstliche Leitungssysteme viele Menschen versorgen.] === [!3. Der größte Problemverursacher für die Luft ist heute] [-a) die Industrie mit ihren qualmenden Schornsteinen.] [-b) noch immer das Verbrennen des Hausmülls.] [+c) der zunehmende Verkehr.] === [!4. Der Boden] [+a) wird durch den Bau neuer Straßen immer mehr geschädigt.] [-b) verliert durch die vielen Baum- und Pflanzenwurzeln Wasser.] [-c) sollte wenn möglich in Bauland umgewandelt werden.] === [.cloze&audio] [%A29b] [!Konferenzbeitrag Hören Sie Teil 1 des Textes noch einmal und ergänzen Sie die fehlenden Informationen.] [&audio:https://docs.bitbook.education/bit-books/schubert/schubert_erkundungen_b2/web-resources/audio/14_erkundungen_b2_3a.mp3] 1. Der ehemalige deutsche Umweltminister Klaus Töpfer wollte mit seiner Aktion beweisen, dass man im Rhein [_baden kann]. 2. Viele europäische Flüsse, darunter der Rhein und die Elbe, sind heute [_sauberer] als früher. 3. So manches Gewässer konnte mit modernen [_Kläranlagen] und dank neuer [_Gesetze] gerettet werden. 4. Aber es gibt immer noch Flüsse und Seen, in denen das Wasser so stark verschmutzt ist, dass sein Genuss [_lebensbedrohlich ist]. 5. Ursachen dafür sind unter anderem wirtschaftliche Zwänge, z. B. die Notwendigkeit, so billig wie möglich zu produzieren, um [_auf dem Weltmarkt mithalten zu können]. 6. Nur ein verschwindend geringer Teil des Wassers auf der Erde kann von Menschen [_verwertet werden][_genutzt werden]. 7. Rund [_783 Millionen Menschen] haben immer noch keinen Zugang zu ausreichend sauberem Trinkwasser. 8. Außerdem schadet die Begradigung von Flüssen [_dem Ökosystem enorm]. 9. Auch die Möglichkeit, Wasser durch künstliche Leitungssysteme zu pumpen und dadurch trockene Böden [_als Ackerland] zu nutzen, hat der Natur erheblich geschadet. [.match] [%A29c] [!Konzessivangaben Verbinden Sie die Sätze mit obwohl und trotzdem. Analysieren Sie zuerst den Satzbau der Beispielsätze und die Funktion der Satzverbindungen. Arbeiten Sie zu zweit.] === [%◇]Die erste internationale Konferenz für Naturschutz fand schon 1913 in Bern statt. Der Zustand der Umwelt hat sich global weiter verschlechtert. a) == Obwohl die erste internationale Konferenz für Naturschutz schon 1913 in Bern stattfand, hat sich der Zustand der Umwelt global weiter verschlechtert.[@example] === b) == Die erste internationale Konferenz für Naturschutz fand schon 1913 in Bern statt, trotzdem hat sich der Zustand der Umwelt global weiter verschlechtert.[@example] === [%1]Wasser ist die Existenzgrundlage für alles Leben auf diesem Planeten. Die Menschen gehen achtlos damit um. a) == Obwohl Wasser die Existenzgrundlage für alles Leben auf diesem Planeten ist, gehen die Menschen achtlos damit um. === b) == Wasser ist die Existenzgrundlage für alles Leben auf diesem Planeten, trotzdem gehen die Menschen achtlos damit um. === [%2]Die Atemluft im Ruhrgebiet ist schon lange nicht mehr kohlschwarz. Von sauberer Luft kann keine Rede sein. a) == Obwohl die Atemluft im Ruhrgebiet schon lange nicht mehr kohlschwarz ist, kann von sauberer Luft keine Rede sein. === b) == Die Atemluft im Ruhrgebiet ist schon lange nicht mehr kohlschwarz, trotzdem kann von sauberer Luft keine Rede sein. === [%3]Die Verbrennung von Haus- und Industriemüll erfolgt in Öfen mit modernen Filteranlagen. Die Umwelt wird nach wie vor verpestet. a) == Obwohl die Verbrennung von Haus- und Industriemüll in Öfen mit modernen Filteranlagen erfolgt, wird die Umwelt nach wie vor verpestet. === b) == Die Verbrennung von Haus- und Industriemüll erfolgt in Öfen mit modernen Filteranlagen, trotzdem wird die Umwelt nach wie vor verpestet. === [%4]Viele Städte ergreifen Maßnahmen zur Eindämmung des Autoverkehrs. Er nimmt immer mehr zu. a) == Obwohl viele Städte Maßnahmen zur Eindämmung des Autoverkehrs ergreifen, nimmt er immer mehr zu. === b) == Viele Städte ergreifen Maßnahmen zur Eindämmung des Autoverkehrs, trotzdem nimmt er immer mehr zu. === [%5]Viele giftige Altlasten und Schwermetalle wurden im Boden bereits beseitigt. Sie stellen noch immer eine große Gefahr dar. a) == Obwohl viele giftige Altlasten und Schwermetalle im Boden bereits beseitigt wurden, stellen sie noch immer eine große Gefahr dar. === b) == Viele giftige Altlasten und Schwermetalle wurden im Boden bereits beseitigt, trotzdem stellen sie noch immer eine große Gefahr dar. === [%6]Es wurden auf Umweltkonferenzen viele Beschlüsse gefasst. Es ist bisher nicht gelungen, die globale Situation zu verbessern. a) == Obwohl auf Umweltkonferenzen viele Beschlüsse gefasst wurden, ist es bisher nicht gelungen, die globale Situation zu verbessern. === b) == Auf Umweltkonferenzen wurden viele Beschlüsse gefasst, trotzdem ist es bisher nicht gelungen, die globale Situation zu verbessern. === Hinweise und Zusatzübungen zu Konzessivangaben ð Teil C Seite 227 ||attachment|| [.essay:bitmark--&image] [%A30] [!Konferenz-Workshop: Situation in den Großstädten ] [&image:https://docs.bitbook.education/bit-books/schubert/schubert_erkundungen_b2/web-resources/images/438208_original_r_by_rike_pixelio.de.png] Die enorme Verschwendung von Ressourcen und die Belastungen der Umwelt in den großen Metropolen werden auf jedem Umweltgipfel diskutiert. Sie stellen eine starke Gefährdung der Gesundheit der in Großstädten lebenden Menschen dar. **Sie sollen in einer Arbeitsgruppe konkrete Vorschläge zur Verbesserung der Situation unterbreiten. Einigen Sie sich auf eine Stadt und arbeiten Sie in Kleingruppen.** Ihre Ziele sind, dass ... ◇ die Pkw-Dichte abnimmt, vor allem in der Innenstadt ◇ es mehr Grünflächen und grüne Gebäude gibt ◇ weniger Müll produziert wird ◇ weniger Energie im öffentlichen und im privaten Bereich verbraucht wird ◇ mehr alternative Energien genutzt werden. Präsentieren Sie am Ende Ihre Ergebnisse im Plenum. **Formulieren Sie Ihre Vorschläge schriftlich in einer E-Mail an den Bürgermeister der Stadt.** [.match] [%A31a] [!Politik und Umwelt Die Betonung der Absicht Der Politiker Fritz Grün möchte bei der nächsten Wahl gewinnen. Er hat vor, seine Konkurrenten mit Wahlversprechen zu Umweltthemen zu übertrumpfen. Übernehmen Sie die Rolle des Politikers und formulieren Sie Absichtserklärungen. Achten Sie auch auf eventuell fehlende Präpositionen und den richtigen Kasus.] Unter meiner Leitung werden wir ... === [%◇]nachhaltige Umweltkonzepte – entwickeln – und – bald – ein Vorbild – das ganze Land – sein == nachhaltige Umweltkonzepte entwickeln und bald ein Vorbild für das ganze Land sein.[@example] === [%1]Projekte – grüne Energietechnologien – 80 Millionen Euro – unterstützen == [$Projekte für grüne Energietechnologien mit 80 Millionen Euro unterstützen.] === [%2]öffentliche Gebäude – Sonnenenergie – versorgen == [$öffentliche Gebäude mit Sonnenenergie versorgen.] === [%3]die Pkw-Dichte – Erhebung einer Innenstadtmaut – verringern == [$die Pkw-Dichte durch die Erhebung einer Innenstadtmaut verringern.] === [%4]die Höchstgeschwindigkeit – innerhalb der Stadt – 30 km/h – begrenzen == [$die Höchstgeschwindigkeit innerhalb der Stadt auf 30 km/h begrenzen.] === [%5]mehr Hausmüll – recyceln == [$mehr Hausmüll recyceln.] === [%6]Plastiktüten – verbieten == [$Plastiktüten verbieten.] === [%7]Gebäudesanierungen – Fördermittel – Verfügung – stellen == [$für Gebäudesanierungen Fördermittel zur Verfügung stellen.] === [%8]eine Hightech-Stadtbahn – bauen – und – damit – das neue Elektrozeitalter – einläuten == [$eine Hightech-Stadtbahn bauen und damit das neue Elektrozeitalter einläuten.] === [%9]herkömmliche Busse – Elektrobusse – komplett ersetzen == [$herkömmliche Busse durch Elektrobusse komplett ersetzen.] === [%10]alle Haltestellen – Ladestationen – Elektroautos – installieren == [$an allen Haltestellen Ladestationen für Elektroautos installieren.] === [%11]Grünflächen – ausbauen – und – dadurch – mehr Frischluftaustausch – sorgen == [$Grünflächen ausbauen und dadurch für mehr Frischluftaustausch sorgen.] === [%12]das fällige Nachtflugverbot – Flughafen – durchsetzen == [$das Nachtflugverbot am/auf dem Flughafen durchsetzen.] === [.match] [%A31b] [!Politik und Umwelt Bilden Sie nominale Ausrücke wie im Beispiel.] === Der Politiker hat vor, ... ◇ nachhaltige Strategien zu entwickeln. Die Stadt plant ... == die Entwicklung nachhaltiger Strategien.[@example] === Der Politiker hat vor, ... [%1]die Luftqualität zu verbessern. Die Stadt plant ... == [$die Verbesserung der Luftqualität.] === Der Politiker hat vor, ... [%2]Stadtflächen zu begrünen. Die Stadt plant ... == [$die Begrünung von Stadtflächen.] === Der Politiker hat vor, ... [%3]die öffentlichen Verkehrsmittel auszubauen. Die Stadt plant ... == [$den Ausbau der öffentlichen Verkehrsmittel.] === Der Politiker hat vor, ... [%4]erneuerbare Energien zu fördern. Die Stadt plant ... == [$die Förderung erneuerbarer Energien.] === Der Politiker hat vor, ... [%5]Gebäudesanierungen finanziell zu unterstützen. Die Stadt plant ... == [$die finanzielle Unterstützung von Gebäudesanierungen.] === Der Politiker hat vor, ... [%6]eine Innenstadtmaut einzuführen. Die Stadt plant ... == [$die Einführung einer Innenstadtmaut.] === Der Politiker hat vor, ... [%7]den allgemeinen Stromverbrauch zu reduzieren. Die Stadt plant ... == [$die Reduzierung des allgemeinen Stromverbrauchs.] === Der Politiker hat vor, ... [%8]Ladestationen für Elektroautos zu installieren. Die Stadt plant ... == [$die Installation von Ladestationen für Elektroautos.] === [.assignment&image] [%A32a] [!Mit Tempo 30 durch die Stadt Lesen Sie die folgende Mitteilung.] [&image:https://docs.bitbook.education/bit-books/schubert/schubert_erkundungen_b2/web-resources/images/auto_fahren.png] Der Verkehrsklub Deutschland und andere Verbände fordern seit Langem eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 km/h in Ortschaften. Das stößt auf Widerstand bei den Automobilklubs, die zähen Verkehr und Stillstand in den Großstädten prophezeien. Erfahrungen in einigen Städten in Großbritannien, die ein Tempolimit von 30 km/h bereits eingeführt haben, zeigen, dass die durchschnittlichen Fahrzeiten nur geringfügig verlängert werden und gemeinsames Langsamfahren sogar den Verkehrsfluss verbessert. Außerdem sinkt die Gefahr schwerer Verkehrsunfälle drastisch. [.interview] [%A32b] [!Mit Tempo 30 durch die Stadt Berichten Sie.] === 1. Wie schnell darf man in Ihrem Heimatland fahren (innerhalb von Ortschaften, auf der Landstraße, auf der Schnellstraße, auf der Autobahn)?[@shortAnswer] === 2. Wie ist die Verkehrssituation für Autos in den Großstädten?[@shortAnswer] === 3. Halten sich die Autofahrer an die Tempovorgaben innerorts und außerhalb von Ortschaften?[@shortAnswer] === 4. Was passiert, wenn man zu schnell fährt? (Hilfe: die Höchstgeschwindigkeit überschreiten, geblitzt werden, erwischt werden, ein Bußgeld zahlen, jemandem wird der Führerschein für eine bestimmte Zeit entzogen)[@shortAnswer] === [.assignment:bitmark++] [%A32c] [!Mit Tempo 30 durch die Stadt PRO-KONTRA-Diskussion Führen Sie eine PRO-und-KONTRA-Diskussion. Eine Person ist für, eine gegen die Einführung eines Tempolimits von 30 km/h innerhalb von Ortschaften.] xxx |remark:PRO-KONTRA-Argumentation PRO-KONTRA-Argumentation |remark **Die eigene Meinung ausdrücken** ◇ Meiner Meinung nach/Meines Erachtens ... ◇ Ich bin davon überzeugt/Ich bin mir sicher, dass ... |remark **Vor- und Nachteile nennen** ◇ Auf der einen Seite/Einerseits kann ich Ihre Argumente nachvollziehen, auf der anderen Seite/andererseits ... ◇ Ein Vorteil ist ..., das gebe ich zu, aber die Nachteile liegen auch auf der Hand/die Nachteile sind nicht zu übersehen: ... |remark **Jemandem widersprechen/Zweifel anmelden** ◇ Ich glaube eher, dass ... ◇ Das sehe ich ganz anders. ◇ Ich kann mir nicht vorstellen, dass ... ◇ Ich befürchte/bezweifle, dass ... ◇ Ihre Argumente können mich nicht ganz/vollständig überzeugen. ◇ Meinen Sie wirklich, dass ...? [.essay] [%A32d] [!Reagieren Sie auf die Forderung des Verkehrsklubs schriftlich oder mündlich.] Schreiben bzw. sagen Sie, ◇ warum Sie sich äußern ◇ welche Vorteile oder Nachteile ein Tempolimit von 30 km/h in der Stadt nach Ihrer Meinung hat ◇ wie die Situation in Ihrem Heimatland ist. [.cloze:bitmark--&image] [%A33] [!Verkehrsprobleme in Großstädten: Der tägliche Stress auf den Straßen Sie lesen in einem Forum über Verkehrsprobleme in Großstädten die Meinung einiger Personen. Welche der Aussagen 1 bis 7 trifft auf die Personen A, B, C oder D zu? Mehrfachnennungen sind möglich.] [&image:https://docs.bitbook.education/bit-books/schubert/schubert_erkundungen_b2/web-resources/images/726694_original_r_k_b_by_rainer_sturm_pixelio.de.jpg] [&image:https://docs.bitbook.education/bit-books/schubert/schubert_erkundungen_b2/web-resources/images/701485_original_r_k_by_alexandra_h._pixelio.de.jpg] [&image:https://docs.bitbook.education/bit-books/schubert/schubert_erkundungen_b2/web-resources/images/660104_original_r_b_by_petra_schmidt_pixelio.de.jpg] [&image:https://docs.bitbook.education/bit-books/schubert/schubert_erkundungen_b2/web-resources/images/501175_original_r_k_b_by_rainer_sturm_pixelio.de.jpg] 1. Wer ist der Meinung, dass die verantwortlichen Politiker etwas tun müssen? Lösung:[_A][_B][_C] 2. Wer beklagt das unkorrekte Verhalten von Verkehrsteilnehmern? Lösung:[_A][_B] 3. Für wen sind moderne digitale Methoden Teil der Lösung? Lösung:[_C][_D] 4. Wer fordert den Ausbau von bestimmten Verkehrswegen? Lösung:[_A][_C] 5. Wer ist für eine stärkere finanzielle Belastung der Autofahrer? Lösung:[_B] 6. Wer meint, dass die Autohersteller zur Lösung der Probleme einen Beitrag leisten können? Lösung:[_D] 7. Für wen ist die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel nicht geeignet? Lösung:[_C] **A. Ella** Wenn ich früh mit meinem Fahrrad zur Arbeit fahre, ärgere ich mich jeden Tag aufs Neue über die Verkehrspolitik der Stadt. Es gibt nur auf einem kleinen Teil meines Weges überhaupt Radwege und selbst die sind oft von parkenden Autos zugestellt. Die Fahrt auf den überfüllten Straßen ist manchmal lebensgefährlich, weil Autofahrer beim Rechtsabbiegen nicht richtig aufpassen und einem die Vorfahrt schneiden. Der Oberbürgermeister hat bei seiner Wahl versprochen, sich um das Verkehrschaos zu kümmern. Das war vor drei Jahren. Für die Fahrradfahrer hat sich seitdem nichts verbessert. Warum hat man bis heute mit einem flächendeckenden Ausbau der Fahrradwege noch nicht begonnen? Ein Netz sicherer Fahrradwege würde dazu führen, dass mehr Menschen vom Auto auf das Fahrrad umsteigen würden und es weniger Unfälle mit Fahrradfahrern gäbe. **B. Klaus** In vielen Bereichen vereinfacht der technische Fortschritt das Leben, nur im Straßenverkehr nicht. Chaos und Frust nehmen jedes Jahr zu. Es gibt immer mehr Autos, die die Straßen vollstopfen, die Stauzeiten werden immer länger. Auch die Aggression der Verkehrsteilnehmer nimmt zu. Polizisten berichten von Autofahrern, die andere Menschen beschimpfen oder verprügeln. Es ist allerhöchste Zeit, dass radikale Maßnahmen ergriffen werden, um die Verkehrssituation zu verbessern. Und das geht meiner Meinung nach nur, wenn es den Autofahrern an den Geldbeutel geht. Eine richtig hohe Maut innerhalb des Stadtrings würde viele Autofahrer dazu bewegen, ihr Auto in der Garage zu lassen und öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen. **C. Andreas** Ich wohne am Stadtrand und muss täglich zu meiner Arbeit in die Innenstadt fahren. Bevor ich zur Arbeit fahre, bringe ich meine beiden Kinder in den Kindergarten. Öffentliche Verkehrsmittel sind für mich keine Option. Deshalb halte ich es für keine gute Idee, Autofahrern mit irgendwelchen Extra-Gebühren noch mehr in die Tasche zu greifen. Wir zahlen doch schon genug Steuern. Warum nehmen die verantwortlichen Politiker nicht unsere Steuergelder und bauen damit die Straßen aus? Ein gutes, modernes Straßennetz und digitale Leitsysteme würden die Staus reduzieren und den Verkehr fließen lassen. **D. Ariane** Auch Autos und Verkehr könnten sich mithilfe der Digitalisierung weiterentwickeln und die teils katastrophalen Verkehrsverhältnisse in den Städten, vor allem in den Innenstädten, könnten sich deutlich verbessern. Autohersteller bieten schon heute digitale Assistenten an, z. B. zur Parkplatzsuche. Nach Schätzungen von Experten verbringen 33 Prozent der Autofahrer in Innenstädten viel Zeit mit der Suche nach einem Parkplatz. Der digitale Assistent zeigt den Autofahrern die Parkmöglichkeiten direkt an. Zudem könnten moderne, digital unterstützte Sharingmodelle wie Carsharing oder Bikesharing das Verkehrsaufkommen reduzieren. Mit einer App könnten die Stadtbewohner denjenigen Transportmodus wählen, der für sie in diesem Moment der richtige ist. [.chapter] [##Teil B] [.chapter] [###Gesunder Schlaf] [@leave.subject:Gesunder Schlaf] [@leave.context:personal] [.article:bitmark--] Die Texte und Aufgaben in diesem **fakultativen Teil B** stellen ein Angebot für Lerner und Lerngruppen dar, die ihre sprachlichen Fähigkeiten zusätzlich erweitern möchten. [.interview] [%B1] [!Interview Führen Sie Blitzinterviews mit zwei Gesprächspartnern. Geben Sie die interessantesten Informationen wieder.] === Name:[@shortAnswer] === Sind Sie ein Frühaufsteher (Lerchentyp) oder ein Nachtmensch (Eulentyp)?[@shortAnswer] === Wie lange schlafen Sie nachts?[@shortAnswer] === Wann stehen die meisten Leute in Ihrem Heimatland auf, wann gehen sie in der Regel ins Bett?[@shortAnswer] === Zu welcher Tageszeit fühlen Sie sich am müdesten bzw. unkonzentriertesten?[@shortAnswer] === Machen Sie mittags ein Schläfchen oder eine Ruhepause? Wenn ja, wie lange?[@shortAnswer] === Name:[@shortAnswer] === Sind Sie ein Frühaufsteher (Lerchentyp) oder ein Nachtmensch (Eulentyp)?[@shortAnswer] === Wie lange schlafen Sie nachts?[@shortAnswer] === Wann stehen die meisten Leute in Ihrem Heimatland auf, wann gehen sie in der Regel ins Bett?[@shortAnswer] === Zu welcher Tageszeit fühlen Sie sich am müdesten bzw. unkonzentriertesten?[@shortAnswer] === Machen Sie mittags ein Schläfchen oder eine Ruhepause? Wenn ja, wie lange?[@shortAnswer] === [.assignment:bitmark--] [%B2] [!Powernapping Lesen Sie den folgenden Text.] **Gesundes Nickerchen** In Spanien oder Lateinamerika heißt es Siesta, in Japan wird es Inemuri genannt. In vielen Ländern ist eine Mittagsruhe Teil der Kultur und gehört sogar als Teil einer längeren Mittagspause zum Arbeitsalltag dazu. In den deutschen Büros dagegen hat das kurze Mittagsschläfchen Hausverbot. Wir brüsten1 uns lieber damit, wie wenig wir schlafen und wie müde wir sind, als uns einfach mal einen Moment der Muße2 zu gönnen – und sei es nur für ein paar Minuten. Dabei macht uns das Nickerchen3 wacher, es verbessert unsere Konzentration und unser Gedächtnis, es hebt die Stimmung und beugt Unfällen vor. Das alles hat die Schlafforschung bereits bewiesen. Bis heute will man in deutschen Unternehmen davon nichts wissen. Zur Mittagszeit schlafende Kollegen gelten nach wie vor als schwach oder faul. Dabei kommt das Nickerchen der Natur des Menschen eigentlich entgegen, weil es das Mittagstief überbrückt. Menschen, die frühmorgens mit Leichtigkeit aus dem Bett springen – „die Lerchen“ – fallen zwischen 12 und 14 Uhr in ein Tief: Der Kreislauf ist instabiler und die Körpertemperatur sinkt. Für Frühaufsteher ist das die ideale Zeit, sich auszuruhen. Danach – zwischen 14 und 16 Uhr – erleben sie ein körperliches Leistungshoch, um zwischen 16 und 18 Uhr wieder in ein Nachmittagstief abzutauchen. Das ist genau der Zeitpunkt, an dem die „Eulen“ – die Abendtypen – ihr Tagestief erreichen. Trotz des Leistungstiefs versuchen die meisten Büroangestellten, weiter zu funktionieren, auch wenn ihre Gedanken abschweifen und sie Löcher in den Bildschirm starren. Diese Einstellung sollte sich ändern, meinen Schlafmediziner. Wenn es keine Möglichkeiten zum Mittagsschläfchen gibt, reiche schon eine kurze Ruhephase, um die Augen zu schließen und Gedanken kreisen zu lassen. Mehrere Studien haben sich mit dem positiven Effekt eines solchen Naps beschäftigt. Gerade mal sechs Minuten Schlaf reichen aus, um das Gedächtnis zu verbessern, das konnte sowohl bei Untersuchungen in Deutschland als auch an amerikanischen Universitäten belegt werden. Fluggesellschaften wie Lufthansa haben den positiven Effekt von Naps schon vor Jahren erkannt: Es gibt sogar eine Napping Policy – eine Dienstvorschrift für das Nickerchen. Verständlicherweise, denn schläfrige Piloten machen Fehler – wie andere müde Menschen auch. Doch einen Fehler im Cockpit bezahlen Menschen schlimmstenfalls mit ihrem Leben. Den Weg ins Büro hat das Nickerchen in Deutschland noch nicht gefunden. In der Schweiz finden sich einige Beispiele, wie etwa der Schokoladenhersteller Toblerone, der Internetdienstleister Google oder das Computerunternehmen IBM. Google in Zürich meint es mit seinen Mitarbeitern besonders gut: Das Unternehmen hat großzügige Ruheräume mit komfortablen Liegen, gedämpftem Licht und Aquarien eingerichtet. Das Schläfchen soll hier nicht nur entspannen, sondern auch die Kreativität beflügeln. 1sich brüsten mit etwas = mit etwas angeben, sich selbst loben 2Muße = innere Ruhe 3Nickerchen = kurzer Schlaf [@reference: Das Büroschläfchen bleibt tabu. DIE ZEIT online, 15.9.2014 (Tina Groll) In: https://www.zeit.de/karriere/] ||fussnoten?|| [.essay:bitmark++&image] [%B3] [!Textarbeit Geben Sie den Inhalt des Textes anhand der folgenden Stichpunkte wieder.] [&image:https://docs.bitbook.education/bit-books/schubert/schubert_erkundungen_b2/web-resources/images/553535_original_r_k_b_by_resi_garen-sch_ffer_pixelio.de.png] 1. positive Effekte des Mittagsschläfchens 2. die Situation in Deutschland 3. die Leistungstiefs während der Arbeitszeit 4. die Meinung der Schlafmediziner 5. Beispiele von Firmen |remark **Gesundes Nickerchen** In Spanien oder Lateinamerika heißt es Siesta, in Japan wird es Inemuri genannt. In vielen Ländern ist eine Mittagsruhe Teil der Kultur und gehört sogar als Teil einer längeren Mittagspause zum Arbeitsalltag dazu. In den deutschen Büros dagegen hat das kurze Mittagsschläfchen Hausverbot. Wir brüsten1 uns lieber damit, wie wenig wir schlafen und wie müde wir sind, als uns einfach mal einen Moment der Muße2 zu gönnen – und sei es nur für ein paar Minuten. Dabei macht uns das Nickerchen3 wacher, es verbessert unsere Konzentration und unser Gedächtnis, es hebt die Stimmung und beugt Unfällen vor. Das alles hat die Schlafforschung bereits bewiesen. Bis heute will man in deutschen Unternehmen davon nichts wissen. Zur Mittagszeit schlafende Kollegen gelten nach wie vor als schwach oder faul. Dabei kommt das Nickerchen der Natur des Menschen eigentlich entgegen, weil es das Mittagstief überbrückt. Menschen, die frühmorgens mit Leichtigkeit aus dem Bett springen – „die Lerchen“ – fallen zwischen 12 und 14 Uhr in ein Tief: Der Kreislauf ist instabiler und die Körpertemperatur sinkt. Für Frühaufsteher ist das die ideale Zeit, sich auszuruhen. Danach – zwischen 14 und 16 Uhr – erleben sie ein körperliches Leistungshoch, um zwischen 16 und 18 Uhr wieder in ein Nachmittagstief abzutauchen. Das ist genau der Zeitpunkt, an dem die „Eulen“ – die Abendtypen – ihr Tagestief erreichen. Trotz des Leistungstiefs versuchen die meisten Büroangestellten, weiter zu funktionieren, auch wenn ihre Gedanken abschweifen und sie Löcher in den Bildschirm starren. Diese Einstellung sollte sich ändern, meinen Schlafmediziner. Wenn es keine Möglichkeiten zum Mittagsschläfchen gibt, reiche schon eine kurze Ruhephase, um die Augen zu schließen und Gedanken kreisen zu lassen. Mehrere Studien haben sich mit dem positiven Effekt eines solchen Naps beschäftigt. Gerade mal sechs Minuten Schlaf reichen aus, um das Gedächtnis zu verbessern, das konnte sowohl bei Untersuchungen in Deutschland als auch an amerikanischen Universitäten belegt werden. Fluggesellschaften wie Lufthansa haben den positiven Effekt von Naps schon vor Jahren erkannt: Es gibt sogar eine Napping Policy – eine Dienstvorschrift für das Nickerchen. Verständlicherweise, denn schläfrige Piloten machen Fehler – wie andere müde Menschen auch. Doch einen Fehler im Cockpit bezahlen Menschen schlimmstenfalls mit ihrem Leben. Den Weg ins Büro hat das Nickerchen in Deutschland noch nicht gefunden. In der Schweiz finden sich einige Beispiele, wie etwa der Schokoladenhersteller Toblerone, der Internetdienstleister Google oder das Computerunternehmen IBM. Google in Zürich meint es mit seinen Mitarbeitern besonders gut: Das Unternehmen hat großzügige Ruheräume mit komfortablen Liegen, gedämpftem Licht und Aquarien eingerichtet. Das Schläfchen soll hier nicht nur entspannen, sondern auch die Kreativität beflügeln. 1sich brüsten mit etwas = mit etwas angeben, sich selbst loben 2Muße = innere Ruhe 3Nickerchen = kurzer Schlaf [@reference: Das Büroschläfchen bleibt tabu. DIE ZEIT online, 15.9.2014 (Tina Groll) In: https://www.zeit.de/karriere/] [?1. Das Mittagsschläfchen hat viele positive Effekte, z. B. verbessert es unsere Konzentration und unser Gedächtnis. Es macht wacher, hebt die Stimmung und beugt Unfällen vor. 2. In Deutschland sieht man das Mittagsschläfchen sehr kritisch. Schlafende Kollegen gelten als schwach oder faul. 3. Frühaufsteher erreichen ihr Tagestief zwischen 12 und 14 Uhr, bei Abendtypen kommt das Tief viel später, erst zwischen 16 und 18 Uhr. 4. Schlafmediziner sind der Meinung, dass schon eine kurze Ruhephase zur Entspannung führen kann. Gerade mal sechs Minuten Schlaf reichen aus, um das Gedächtnis zu verbessern. 5. Einige Firmen wie die Lufthansa, der Schokoladenhersteller Toblerone oder IBM und Google haben die positiven Effekte bereits erkannt. Bei der Lufthansa gibt es sogar eine Napping Policy – eine Dienstvorschrift für das Nickerchen, damit schläfrige Piloten keine Fehler machen.] [.match-solution-grouped] [%B4a] [! Vertiefen Sie den Wortschatz des Textes. Was passt zusammen. Ordnen Sie die richtigen Verben zu] === [%1]die Stimmung == [%b]heben === [%2]als schwach und faul == [%g]gelten === [%3]einen positiven Effekt == [%e]haben === [%4]Fehler == [%c]machen === [%5]etwas mit dem Leben == [%j]bezahlen === [%6]die Kreativität == [%i]beflügeln === [%7]eine These mit einer Studie == [%d]belegen === [%8]Löcher in den Bildschirm == [%h]starren === [%9]die Gedanken == [%a]kreisen lassen === [%10]ein Leistungstief mit dem Mittagsschlaf == [%f]überbrücken === [.match:bitmark--] [%B4b] [!Vertiefen Sie den Wortschatz des Textes. Bilden Sie aus den vorgegebenen Wörtern Sätze. Achten Sie auf eventuell fehlende Präpositionen, den richtigen Kasus und die Hinweise in Klammern.] === [%◇]viele Länder – die Mittagsruhe als Teil einer längeren Mittagspause – Arbeitsalltag – gehören[@example] == In vielen Ländern gehört die Mittagsruhe als Teil einer längeren Mittagspause zum Arbeitsalltag. === [%1]die deutschen Büros – der Mittagsschlaf – ein schlechter Ruf – haben, denn – wer – schlafen, der – nicht – arbeiten == [$In den deutschen Büros genießt der Mittagsschlaf einen schlechten Ruf, denn wer schläft, der arbeitet nicht.] === [%2]Kollegen, – die – Mittagszeit – schlafen, – schwach oder faul – gelten == [$Kollegen, die zur Mittagszeit schlafen, gelten als schwach oder faul.] === [%3]neue Untersuchungen der Schlafforschung – aber – ergeben __(Perfekt)__, – dass – ein kurzer Mittagsschlaf – die Konzentration – verbessern == [$Neue Untersuchungen der Schlafforschung haben aber ergeben, dass ein kurzer Mittagsschlaf die Konzentration verbessert.] === [%4]außerdem – das kurze Nickerchen – die Stimmung – heben – und – Unfälle – vorbeugen == [$Außerdem hebt das kurze Nickerchen die Stimmung und beugt Unfällen vor.] === [%5]die Leistungsfähigkeit vieler Menschen – 12 und 14 Uhr – ein Tiefpunkt – erreichen == [$Die Leistungsfähigkeit vieler Menschen erreicht zwischen 12 und 14 Uhr einen Tiefpunkt.] === [%6]Leistungstief – die meisten Büroangestellten – versuchen, – weiter – funktionieren == [$Trotz/Während des Leistungstiefs/In diesem Leistungstief versuchen die meisten Büroangestellten, weiter zu funktionieren.] === [%7]ihre Gedanken – abschweifen – und – sie – Löcher – der Bildschirm – starren == [$Ihre Gedanken schweifen ab und sie starren Löcher in den Bildschirm.] === [%8]es – aber – besser sein __(Konjunktiv II)__, – wenn – man – 12 und 14 Uhr – eine kurze Ruhephase – sich gönnen __(Konjunktiv II)__ == [$Es wäre aber besser, wenn man sich zwischen 12 und 14 Uhr eine kurze Ruhephase gönnen würde.] === [%9]neue Studien – nur sechs Minuten Schlaf – Steigerung der Gedächtnisleistung – ausreichen == [$Neuen Studien zufolge/Nach neuen Studien reichen nur sechs Minuten Schlaf zur Steigerung der Gedächtnisleistung aus.] === [%10]Fluggesellschaften wie Lufthansa – der positive Effekt des kurzen Schlafs – bereits – erkennen – und – eine Napping Policy – entwickeln __(Perfekt)__ == [$Fluggesellschaften wie Lufthansa haben den positiven Effekt des kurzen Schlafs bereits erkannt und eine Napping Policy entwickelt.] === [.interview] [%B5a] [!Wortschatz: Personen und Nomen rund um den Schlaf Was sind das für Menschen? Beschreiben Sie diese Personen.] === [%1] der Langschläfer[@shortAnswer] [$jemand, der lange schläft] === [%2] der Schlafwandler[@shortAnswer] [$jemand, der im Schlaf wandelt/herumläuft] === [%3] die Schlafmütze[@shortAnswer] [$ein unaufmerksamer/träger Mensch oder jemand, der extrem lange schläft] === [%4] der Schlafgast[@shortAnswer] [$ein Gast, der übernachten möchte] === [%5] der Träumer[@shortAnswer] [$jemand, der etwas realitätsfern wirkt, oft seinen Gedanken nachhängt] === [.match:bitmark--] [%B5b] [!Wortschatz: Personen und Nomen rund um den Schlaf Finden Sie für die folgenden Umschreibungen zusammengesetzte Wörter mit __Schlaf-__.] === [%1]Zeit zum Schlafen[@shortAnswer] == [$die Schlafenszeit] === [%2]Eisenbahnwagen mit Schlafgelegenheit[@shortAnswer] == [$der Schlafwagen] === [%3]Lied zum Einschlafen[@shortAnswer] == [$das Schlaflied] === [%4]Stadt oder Stadtteil ohne Gelegenheit zur Freizeitgestaltung[@shortAnswer] == [$die Schlafstadt] === [%5]deckenähnliche Hülle zum Schlafen, z. B. in Zelten[@shortAnswer] == [$der Schlafsack] === [.cloze-instruction-grouped&image] [%B6] [!Schlafstörungen Lesen Sie den Text und ergänzen Sie die fehlenden Nomen in der richtigen Form. Arbeiten Sie zu zweit.] [&image:https://docs.bitbook.education/bit-books/schubert/schubert_erkundungen_b2/web-resources/images/schlafen-neu.jpg] Viele Menschen leiden unter Schlafstörungen oder [_Schlafmangel][@example]. Das wirkt sich nicht nur negativ auf das allgemeine [_Wohlbefinden][!Wohlbefinden][%1] aus, sondern beeinträchtigt auch unsere Konzentrations-, Reaktions- und [_Leistungsfähigkeit][!Leistungsfähigkeit][%2]. Als einer der ersten Schlafforscher hat William C. Dement an der Universität Stanford 1970 das erste [_Schlafforschungszentrum][!Schlafforschungszentrum][%3] gegründet. Er konnte bereits in den 1970er-Jahren nachweisen, dass das Gehirn versucht, tagsüber zu schlafen, wenn es nachts nicht genug [_Ruhe][!Ruhe][%4] bekommt. Das bedeutet, wer über einen längeren Zeitraum zu wenig schläft, fügt seinem Gehirn nachhaltigen [_Schaden][!Schaden][%5] zu. Außerdem können gesundheitliche Probleme wie Bluthochdruck, Herzerkrankungen und psychische [_Störungen][!Störungen][%6] wie Depressionen auftreten. In der [_Schlafmedizin][!Schlafmedizin][%7] werden 80 verschiedene Formen von Schlafstörungen unterschieden. Diese lassen sich grob in vier Gruppen einteilen: Die erste Gruppe sind die Ein- und Durchschlafstörungen, die zweite Gruppe beinhaltet die Tagesmüdigkeit. Die dritte Gruppe bilden die Störungen im Schlaf-Wach-Rhythmus und zur vierten Gruppe zählen Probleme während des [_Schlafens][!Schlafen][%8], wie das Schlafwandeln, das Zähneknirschen oder [_Albträume][!Albträume][%9]. All diese Arten von Schlafstörungen lassen sich auf unterschiedliche [_Ursachen][!Ursachen][%10] zurückführen und auf unterschiedliche [_Weise][!Weise][%11] behandeln. [.essay:bitmark++] [%B7] [!Der kleine Schlummerhelfer Sie werden gebeten, für die Boulevardzeitschrift „Fit aktuell“ Empfehlungen für Schlaflose zu erarbeiten. Formulieren Sie in Gruppen Tipps und präsentieren Sie Ihre Ergebnisse im Plenum. Verfassen Sie danach einen kurzen Artikel für die Zeitschrift.] ◇ Sie sollten (nicht) ... ◇ Ich empfehle Ihnen ... ◇ Ich würde an Ihrer Stelle ... ◇ Verzichten Sie auf ... ◇ Vermeiden Sie ... ◇ Treiben Sie ... ◇ Gehen Sie ... ◇ Denken Sie (nicht) an ... ◇ Achten Sie auf ... |remark Kaffee ◇ Tee ◇ Alkohol ◇ Nikotin ◇ warme Milch mit Honig ◇ Sport ◇ Spaziergang ◇ Probleme ◇ fernsehen ◇ lesen ◇ laut tickende Uhren ◇ leuchtende Zifferblätter ◇ schweres und scharf gewürztes Essen ◇ Schäfchen zählen ◇ Schlaftabletten nehmen ◇ nachts den Kühlschrank plündern ◇ 14 bis 18 Grad Schlafzimmertemperatur ◇ zu festen Zeiten ins Bett gehen ◇ erst ins Bett gehen, wenn Sie müde sind ◇ unbegrenzt ausschlafen ◇ jeden Morgen zur gleichen Zeit aufstehens... [.chapter][▼kapitel8c] [##Teil C] [.chapter] [###Konzessivangaben] [@grammar:Konzessivangaben] [.article:bitmark--] ◼︎ **Verbalform** Gegengründe **Obwohl** diese Regeln so einfach __klingen__, fällt ihre Umsetzung vielen Menschen schwer. ➔ Subjunktion Unerwartete Folge Diese Regeln klingen so einfach, **trotzdem/dennoch** __fällt__ ihre Umsetzung vielen Menschen schwer. Diese Regeln klingen so einfach, ihre Umsetzung __fällt__ vielen Menschen **trotzdem/dennoch** schwer. ➔ Konjunktionaladverb Diese Regeln klingen **zwar** einfach, **aber** ihre Umsetzung __fällt__ vielen Menschen schwer. ➔ Konjunktion ◇ **Obwohl** diese Regeln so einfach __klingen__, fällt ihre Umsetzung vielen Menschen schwer. ➔ **Obwohl** leitet einen Nebensatz ein, das finite Verb steht an letzter Stelle. ◇ Diese Regeln klingen so einfach, **trotzdem/dennoch** __fällt__ ihre Umsetzung vielen Menschen schwer. Diese Regeln klingen so einfach, ihre Umsetzung __fällt__ vielen Menschen **trotzdem/dennoch** schwer. ➔ Nach **trotzdem/dennoch** (Satzanfang) folgt ein Hauptsatz, das finite Verb steht direkt nach **trotzdem/dennoch**. **Trotzdem** und **dennoch** sind Adverbien und können auch an anderen Stellen des Satzes stehen. ◇ Diese Regeln klingen **zwar** einfach, **aber** ihre Umsetzung __fällt__ vielen Menschen schwer. ➔ Nach **aber** folgt ein Hauptsatz, das finite Verb steht an zweiter Stelle nach **aber**. ◼︎ **Nominalform** Unerwartete Folge **Trotz** der Einfachheit der Regeln fällt vielen Menschen ihre Umsetzung schwer. ➔ Präposition mit dem Genitiv [.match:bitmark--] [%C1] [!Verbinden Sie die beiden Sätze miteinander, indem Sie die in Klammern angegebenen Wörter verwenden.] === [%◇]__Er hatte Hunger__. Er aß beim Abendessen nichts.__(obwohl)__ == [$__Obwohl__ er Hunger hatte, aß er beim Abendessen nichts.][@example] === [%◇]Er hatte Hunger. __Er aß beim Abendessen nichts__.__(trotzdem)__ == [$Er hatte Hunger, __trotzdem__ aß er beim Abendessen nichts. Er hatte Hunger, er aß __trotzdem__ beim Abendessen nichts.][@example] === [%1]__Sie ist Millionärin__. Sie dreht jeden Cent zweimal um. (zwar/aber) == [$Sie ist zwar Millionärin, aber sie dreht jeden Cent zweimal um.] === [%2]Sie ist krank. __Sie geht heute ins Büro__.__(trotzdem)__ == [$Sie ist krank, trotzdem geht sie heute ins Büro.] === [%3]__Viele Menschen könnten mit öffentlichen Verkehrsmitteln fahren__. Sie nehmen das Auto.__(obwohl)__ == [$Obwohl viele Menschen mit öffentlichen Verkehrsmitteln fahren könnten, nehmen sie das Auto.] === [%4]__Sie war pünktlich losgefahren__. Sie kam über eine Stunde zu spät.__(obwohl)__ == [$Sie kam über eine Stunde zu spät, obwohl sie pünktlich losgefahren war.] === [%5]Der Arzt hatte es ihm verboten. __Er rauchte jeden Tag zwei Schachteln Zigaretten__.__(dennoch)__ == [$Der Arzt hatte es ihm verboten, dennoch rauchte er jeden Tag zwei Schachteln Zigaretten.] === [%6]__Das Paket wurde rechtzeitig abgeschickt__. Es ist bis heute nicht angekommen.__(zwar/aber)__ == [$Das Paket wurde zwar rechtzeitig abgeschickt, aber es ist bis heute nicht angekommen.] === [.match:bitmark--] [%C2] [!Bilden Sie Sätze im Präteritum wie im Beispiel.] === [%◇] trotz __(seine Erfolge)__ – er – ein bescheidener Mensch – bleiben == Trotz seiner Erfolge blieb er ein bescheidener Mensch.[@example] === [%1]trotz __(ihre zahlreichen Bewerbungen)__ – sie – noch keine Stelle – finden == [$Trotz ihrer zahlreichen Bewerbungen fand sie noch keine Stelle.] === [%2]trotz __(die vielen Proteste)__ – die alte Kirche – abgerissen werden == [$Trotz der vielen Proteste wurde die alte Kirche abgerissen.] === [%3]trotz __(sein Fleiß)__ – er – durch die Abschlussprüfung – fallen == [$Trotz seines Fleißes fiel er durch die Abschlussprüfung.] === [%4]trotz __(die Warnung – sein Arzt)__ – er – an dem Marathonlauf – teilnehmen == [$Trotz der Warnung seines Arztes nahm er an dem Marathonlauf teil.] === [%5]trotz __(schlechte Arbeitsbedingungen)__ – die Mitarbeiter – das Projekt – erfolgreich – beenden wollen == [$Trotz schlechter Arbeitsbedingungen wollten die Mitarbeiter das Projekt erfolgreich beenden.] === [%6]trotz __(ihre Talentlosigkeit)__ – sie – ein Superstar – werden == [$Trotz ihrer Talentlosigkeit wurde sie ein Superstar.] === [.chapter][▼kapitel8c1] [###Erweiterte Partizipien] [@grammar:Erweiterte Partizipien] [.article:bitmark--] ◼︎ Erweiterte Partizipien werden oft in der Schriftsprache verwendet: ◇ die immer weiter **steigende** Nachfrage Partizip ➔ I ◇ mit Chemikalien **behandelte** Lebensmittel Partizip ➔ II ◼︎ Gerundiv ◇ die zu bewässernden Felder. ➔ zu + Partizip I Die Felder müssen bewässert werden. ➔ Notwendigkeit ◇ Das sind zu lösende Probleme. ➔ zu + Partizip I Die Probleme können gelöst werden. ➔ Möglichkeit ➔ Das Gerundiv wird hauptsächlich in der Schriftsprache verwendet. [.cloze:bitmark--&image] [%C3] [!Bilden Sie Partizipialattribute mit dem Partizip II.] [&image:https://docs.bitbook.education/bit-books/schubert/schubert_erkundungen_b2/web-resources/images/gesch_ft_kommerz_und_handel_958.png] Das sind ... ◇ von mir __gebildete__ Sätze. __(bilden)__ 1. bereits [_genannte][!nennen] Argumente. 2. von Arbeitslosigkeit [_betroffene][!betreffen] Jugendliche. 3. seit Langem [_bewiesene][!beweisen] Tatsachen. 4. im letzten Jahr [_festgesetzte][!festgesetzt] Beiträge. 5. viel [_befahrene][!befahren] Straßen. Das ist/war ... 6. der lang [_ersehnte][!ersehnen] Brief. 7. für den Unterricht [_geeignetes][!eignen] Material. 8. eine von 120 Millionen Menschen [_gesprochene][!sprechen] Sprache. 9. eine nicht [_genutzte][!nutzen] Chance. 10. ein noch nicht [_veröffentlichter][!veröffentlichen] Artikel. [.cloze-instruction-grouped] [%C4] [!Bilden Sie Partizipialattribute mit dem Partizip I und ergänzen Sie die folgenden Sätze. Achten Sie auf die Endungen.] ◇ Die Ratten verlassen das [_sinkende][!sinken][@example] Schiff. 1. Die über unser heutiges Thema [_hinausgehenden][!hinausgehen] Fragen werden auf der nächsten Besprechung diskutiert. 2. Die [_steigende][!steigen] Nachfrage bringt den Betrieb in personelle Schwierigkeiten. 3. Wir haben dieses Jahr nur pünktlich [_zahlende][!zahlen] Kursteilnehmer! 4. Die sich im Moment gut [_entwickelnden][!entwickeln] Handelsbeziehungen zwischen den Nachbarstaaten wirken auch politisch stabilisierend. 5. Dank gut [_funktionierender][!funktionieren] Bremsen konnte bei dem Unfall Schlimmeres verhindert werden. 6. Alle in diesem Bereich [_anfallenden][!anfallen] Arbeiten werden ab jetzt von zwei Mitarbeitern erledigt. 7. Diese Wand ist eine [_tragende][!tragen] Wand, sie kann nicht abgerissen werden. 8. Alle aus diesem Gebiet [_stammenden][!stammen] Pflanzen stehen unter Naturschutz. 9. Das alles [_beherrschende][!beherrschen] Thema der deutschen Politik war in dieser Woche das Verhältnis Deutschlands zu den Vereinigten Staaten. 10. Er ist ein sehr [_zurückhaltender][!zurückhalten] Mensch. 11. Der aus Madagaskar [_stammende][!stammen] Saphir hat einen Marktwert von ca. 500 000 Euro. 12. Gegen Kopfschmerzen gibt es jetzt ein neues, sehr schnell [_wirkendes][!wirken] Medikament. 13. Der für die Aufklärung des Falles [_entscheidende][!entscheiden] Hinweis kam aus der Bevölkerung. 14. Die Musik hat eine [_beruhigende][!beruhigen] Wirkung auf mich. 15. Das ist eine in dieser Region häufig [_auftretende][!auftreten] Krankheit. 16. Die bereits zwei Jahre [_dauernden][!dauern] Konflikte zwischen den unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen sollen in Gesprächen beigelegt werden. [.cloze:bitmark--] [%C5] [!Ergänzen Sie das Gerundiv (__zu__ + Partizip I).] ◇ Die Daten müssen noch gespeichert werden. Das sind: noch [_zu speichernde][@example] Daten. 1. Die Reparaturen müssen noch durchgeführt werden. noch [_durchzuführende] Reparaturen. 2. Die Texte müssen noch überarbeitet werden. noch [_zu überarbeitende] Texte. 3. Die Vorschriften müssen eingehalten werden. [_einzuhaltende] Vorschriften. 4. Die Aufgaben müssen noch erledigt werden. noch [_zu erledigende] Aufgaben. 5. Die Fehler müssen noch korrigiert werden. noch [_zu korrigierende] Fehler. 6. Die E-Mails müssen noch beantwortet werden. noch [_zu beantwortende] E-Mails. [.cloze-instruction-grouped&image] [%C6] [!Ergänzen Sie die fehlenden Partizipien.] [&image:https://docs.bitbook.education/bit-books/schubert/schubert_erkundungen_b2/web-resources/images/tennis_ball_uid.png] Körperliche Belastung ist eine wichtige Voraussetzung für die Erhaltung der Gesundheit. Regelmäßige [_kontrollierte][!kontrollierte][_wohltuende][!wohltuenden][_gesundheitsfördernde][!gesundheitsfördernden][%1] Bewegung und Sport beeinflussen den Alterungsprozess und führen zu einer [_verbesserten][!verbesserten][%2] Immunabwehr. Sport hat außerdem positive Auswirkungen auf das Herz-Kreislauf-System und auf die durch Arbeit [_angespannte][!angespannte][%3] Psyche. Er hilft, Stress und Anspannung abzubauen und sorgt für [_wohltuenden][!wohltuenden][%4] Schlaf. Um der Gesundheit wirklich zu dienen, sollte er richtig dosiert werden und das Alter und den Trainingszustand einer Person berücksichtigen. Zu starke Reize, Höchstleistungen und daraus [_resultierende][!resultierende][%5] Überlastungen sind unbedingt [_zu vermeidende][!zu vermeidende][%6] Risiken. Achten Sie auf die Qualität der Bewegungsform; am besten sind an die Person und die Situation [_angepasste][!angepasste][%7] Übungen. Der in der heutigen Form [_betriebene][!betriebene][%8] Hochleistungssport ist keine Aktivität im Sinne einer [_gesundheitsfördernden][!gesundheitsfördernden][%9] Betätigung! ||multiple possibilities & instruction-grouped?|| [.chapter][▼kapitel8c2] [###Die Funktionen von __werden__] [@grammar:Die Funktionen von werden] [.article:bitmark--] __werden__ als Vollverb Ich **werde** gesund. Paul **wird** Abteilungsleiter. __werden__ als Hilfsverb a) **werden** + Partizip II ➔ Passiv Der Motor **wird eingebaut**. b) **werden** + Infinitiv = Futur I ➔ Absicht/Versprechen Ich **werde** mich darum **kümmern**. ➔ Erwartung Morgen **wird** es **regnen**. ➔ Vermutung (Ausdruck einer Wahrscheinlichkeit) Wo ist Frau Kümmel? – Sie **wird** noch im Stau **stehen**. Wo war Frau Kümmel gestern? – Sie **wird** krank **gewesen sein**. [.match] [%C7] [!Drücken Sie eine Absicht aus. Bilden Sie Sätze und achten Sie auch auf die Wortstellung.] === [%◇] ich – nicht mehr rauchen == [$Ich werde nicht mehr rauchen.][@example] === [%1] wir – Friedrich – Krankenhaus – besuchen – Dienstag == [$Wir werden Friedrich am Dienstag im Krankenhaus besuchen.] === [%2] ich – du – Karte – London – schreiben == [$Ich werde dir eine Karte aus London schreiben.] === [%3] wir – morgen – Firma FAR – anrufen + Termin – verschieben == [$Wir werden morgen bei der/die Firma FAR anrufen und den Termin verschieben.] === [%4] ich – Fehler – nicht – noch einmal – machen == [$Ich werde den Fehler nicht noch einmal machen.] === [%5] ich – nie wieder – heiraten == [$Ich werde nie wieder heiraten.] === [%6] wir – Lösung – sich bemühen == [$Wir werden uns um eine Lösung bemühen.] === [.match:bitmark--&image] [%C8a] [!Formulieren Sie Vermutungen für gegenwärtiges und vergangenes Geschehen mithilfe von __werden__. Orientieren Sie sich am Beispielsatz. Gegenwart] [&image:https://docs.bitbook.education/bit-books/schubert/schubert_erkundungen_b2/web-resources/images/menschen_4650.png] === [%◇]Otto ist nicht pünktlich im Büro.__(Sein Zug hat mal wieder Verspätung.)__ == [$Sein Zug **wird** mal wieder Verspätung **haben**. __(werden + Infinitiv)__][@example] === [%1]Otto kommt auch nicht pünktlich nach Hause.__(noch arbeiten)__ == [$Er wird noch arbeiten.] === [%2]Wo isst Otto heute?__(in der Kantine)__ == [$Er wird in der Kantine essen.] === [%3]Was macht Otto heute Abend?__(die Krimireihe „Tatort“ sehen)__ == [$Er wird die Krimireihe„Tatort“ sehen.] === [%4]Ob Otto das Buch gefällt?__(es mögen)__ == [$Er wird es mögen.] === [.match:bitmark--] [%C8b] [!Formulieren Sie Vermutungen für gegenwärtiges und vergangenes Geschehen mithilfe von __werden__. Orientieren Sie sich am Beispielsatz. Vergangenheit] === [%◇]Otto hat Magenschmerzen.__(was Schlechtes essen)__ == [$Otto **wird** was Schlechtes **gegessen haben**.__(werden + Partizip II + haben/sein)__][@example] === [%1]Otto ist erkältet.__(sich nicht warm genug anziehen)__ == [$Er wird sich nicht warm genug angezogen haben.] === [%2]Otto ist müde.__(die ganze Nacht feiern)__ == [$Er wird die ganze Nacht gefeiert haben.] === [%3]Otto hat kein Geld mehr.__(alles für Kleidung ausgeben)__ == [$Er wird alles für Kleidung ausgegeben haben.] === [.chapter] [##Teil D] [.chapter] [###Rückblick] [.article:bitmark++] [%D1] [!Hier finden Sie wichtigen Wortschatz des Kapitels.] **Gesundes Leben** ◇ die Krankheiten/Zivilisationskrankheiten/Erkrankungen ◇ etwas kann Krankheiten auslösen ◇ der Risikofaktor/die Risikofaktoren: falsche Ernährung/mangelnde Bewegung/übermäßiger Alkoholkonsum/Rauchen ◇ Krankheiten vermeiden/verhindern ◇ sich ausgewogen ernähren/sich ausreichend bewegen/auf Zigaretten und Alkohol verzichten/regelmäßig Sport treiben/auf Nahrungsvielfalt achten/den Lebensstil ändern ◇ gesunde Ernährung wichtig finden ◇ reichlich Obst und Gemüse essen ◇ weniger stark verarbeitete Lebensmittel zu sich nehmen ◇ industriell hergestellten Lebensmitteln misstrauen ◇ althergebrachter/naturbelassener Nahrung vertrauen ◇ sich in der Ernährung __(nicht)__ immer nach den neuesten Forschungsergebnissen richten ◇ auf die eigenen Körpersignale achten ◇ das eigene Sättigungsgefühl wahrnehmen ◇ die nächste Mahlzeit genießen **Gesundheitliche Probleme** ◇ der Arzt/die Ärztin/die Ärzte ◇ zum Arzt gehen ◇ Angst vor dem __(Zahn-)__Arzt haben ◇ an __(einer Krankheit)__/unter __(Schmerzen/Asthmaanfällen)__ leiden ◇ Schmerzen lindern ◇ eine Erkältung/Grippe/Kopfschmerzen/Muskelkater ... haben ◇ ein altes Hausmittel verwenden/weiterempfehlen ◇ einen Umschlag/ein Dampfbad machen ◇ die Schulmedizin/die medizinische Versorgung ◇ sich für alternative Heilmethoden interessieren ◇ auf einen __(Operations-)__Termin warten ◇ die Krankenversicherung/krankenversichert sein **Essen und Umwelt** ◇ Die Alarmglocken sollten läuten. ◇ die Folgen des Klimawandels ◇ der Raubbau an der Natur ◇ Tiere sind vom Aussterben bedroht. ◇ Die Meere sind überfischt. ◇ Die Tierbestände müssen sich regenerieren. ◇ Der Rohstoff wird knapp. ◇ Die Nachfrage übersteigt das Angebot. ◇ Plantagen liegen brach. ◇ Es kommt zu einem Engpass. ◇ Es wird ein mysteriöses Sterben beobachtet. ◇ Feinschmecker/Köche stellen sich auf Ersatzprodukte um. ◇ Die Lebensmittelpreise steigen/haben sich verdreifacht. **Umweltprobleme und die Belastung für den Menschen** ◇ Die größten Umweltbedrohungen waren Luftverschmutzung, Ozonbelastung und Grundwasserverschmutzung. ◇ Die Reaktorkatastrophe hat deutliche Spuren hinterlassen. ◇ Kernkraftwerke stehen auf Platz 1 der unmittelbaren Bedrohungsszenarien. ◇ Die Luftverschmutzung bleibt nach wie vor ein Gefahrenherd. ◇ Das Regenwaldsterben rückt ins Zentrum der Ängste. ◇ Die Umweltproblematik ist bereits stark ins Blickfeld geraten. ◇ Umweltprobleme genießen __(zu)__ viel Aufmerksamkeit. ◇ die Umwelt durch die Ölverschmutzung der Meere in großer Gefahr sehen ◇ Projekte für grüne Energietechnologien __(mit 80 Millionen Euro)__ unterstützen ◇ öffentliche Gebäude mit Sonnenenergie versorgen ◇ die Pkw-Dichte durch die Erhebung einer Innenstadtmaut verringern ◇ die Höchstgeschwindigkeit innerhalb der Stadt auf 30 km/h begrenzen ◇ mehr Hausmüll recyceln/Plastiktüten verbieten ◇ für Gebäudesanierungen Fördermittel zur Verfügung stellen ◇ eine Hightech-Stadtbahn bauen und damit das neue Elektrozeitalter einläuten ◇ herkömmliche Busse durch Elektrobusse ersetzen ◇ an Haltestellen Ladestationen für Elektroautos installieren ◇ Grünflächen ausbauen und dadurch für mehr Frischluftaustausch sorgen ◇ das Nachtflugverbot am/auf dem Flughafen durchsetzen **Gesunder Schlaf** ◇ der Schlaf/der Mittagsschlaf/das Mittagsschläfchen ◇ sich eine Ruhepause gönnen ◇ in Deutschland einen schlechten Ruf haben ◇ als schwach oder faul gelten ◇ einen positiven Effekt haben/nachweisen ◇ die Konzentration/die Leistungsfähigkeit/die Gedächtnisleistung verbessern ◇ die Stimmung heben ◇ Unfällen vorbeugen ◇ einen Tiefpunkt erreichen/trotz des Leistungstiefs weiter funktionieren ◇ Die Gedanken schweifen ab. ◇ Löcher in den Bildschirm starren ◇ unter Schlafstörungen/Einschlafstörungen/Schlafmangel leiden ◇ die Konzentrationsfähigkeit beeinträchtigen ◇ dem Gehirn nachhaltigen Schaden zufügen ◇ Albträume haben ◇ sich auf unterschiedliche Ursachen zurückführen lassen [.self-assessment] [%D2] [!Evaluation Überprüfen Sie sich selbst.] === Ich kann populärwissenschaftliche Artikel über gesundes Leben, gesunde Ernährung und bedrohte Tierarten verstehen und Empfehlungen zu diesen Themen geben. [•gut ] [•nicht so gut] === Ich kann über Essgewohnheiten und das Gesundheitssystem in meinem Heimatland berichten. [•gut ] [•nicht so gut] === Ich kann erwartetes zukünftiges Geschehen beschreiben. [•gut ] [•nicht so gut] === Ich kann mit Pro- und Kontra-Argumenten meine Meinung zum Thema __Tempolimit__ mündlich und schriftlich darlegen. [•gut ] [•nicht so gut] === Ich kann einen Vortrag über das Thema __Umweltschutz__ verstehen, die wichtigsten Informationen wiedergeben und Vorschläge unterbreiten. [•gut ] [•nicht so gut] === Ich kann einen Text zum Thema __Mittagsschlaf__ verstehen und mich zum Thema Schlafen und Gesundheit äußern. __(fakultativ)__ [•gut ] [•nicht so gut] ===